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Kinder sagen den Zigarettenkippen den Kampf an

Schwarzenbach. Im September trafen sich sieben Kinder aus der Dorfgemeinschaft im Dorfladen Schwarzenbach mit dem 1. Bürgermeister Thorsten Hallmann, der 2. Bürgermeisterin Anja Kirschsieper und der Organisatorin Helga Kick, um die Aktion „Zigarettenstummel“ fortzuführen und zu vertiefen, die schon Ende Mai ihren Anfang genommen hat.

Kinder sagen den Zigarettenkippen den Kampf an

Foto: Helga Kick

Zusammen mit Thorsten Hallmann durften die Kinder selbst bemalte Pappkartons gut sichtbar an den Fensterscheiben des Dorfladens anbringen. Diese Poster zeigen auf, warum man diese hochgiftigen Kippen nicht in der Natur entsorgen soll, denn diese sind Sondermüll und gehören in die Mülltonne. Nach der Beendigung der Aktion wurden die Kinder durch den Bürgermeister mit Eis belohnt.

Was ist so schlimm daran, die Kippen einfach wegzuschnippen?

Foto: Helga Kick

Weltweit werden jährlich rund 4,5 Billionen Stummel achtlos in der Umwelt entsorgt. Man weiß, dass nur ein Stummel zwischen 40 bis 60 Liter Grundwasser verunreinigt, Kleinstlebewesen tötet, das Pflanzenwachstum beeinträchtigt und zwischen 4000 und 7000 Giftstoffe, wie Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd und Benzol, enthält und viele Stoffe davon auch krebserregend sind. Auch das darin enthaltene Nikotin gilt als Nervengift und hat verheerende Folgen, die vielfach wissenschaftlich beschrieben sind.

Die Auswirkungen auf Wasserlebewesen reichen von Genveränderungen und Verhaltensänderungen bis hin zum Tod. Zigarettenfilter sehen zwar auch aus wie Watte, tatsächlich bestehen sie meistens aus dem Kunststoff Celluloseacetat, sogenanntes Mikroplastik, und es dauert bis zu 14 Jahre, bis sie sich zersetzen. Was viele auch nicht wissen, das Wegwerfen eines Zigarettenstummels gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld im mittleren zweistelligen Eurobereich geahndet werden.

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