Sanierung des Tempelmuseums in Etsdorf startet mit 600.000 Euro

Sanierung des Tempelmuseums in Etsdorf startet mit 600.000 Euro
Für den Umbau und die Instandsetzung des ehemaligen Schulgebäudes in Etsdorf, das heute das Tempelmuseum beherbergt, stellt das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz 600.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Die Hälfte dieser Summe stammt aus der sogenannten „Fraktionsinitiative“ der beiden Regierungsparteien im Bayerischen Landtag, ohne die die dringend notwendigen Arbeiten am Gebäude nicht hätten finanziert werden können.
Träger und Geschichte des Schulgebäudes
Die Federführung für die Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen liegt bei der Gemeinde Freudenberg, dem Sportverein Etsdorf e.V. und dem Verein der Freunde der Glyptothek e.V. Das Gebäude mit seiner herausragenden bauzeitlichen Architektur wurde seit seiner Errichtung 1966 kaum tiefgreifend saniert, aber durchgehend intensiv genutzt. Seit Ende des Schulbetriebes 1992 wird das teilunterkellerte eingeschossige Gebäude mit angeschlossener Turnhalle rege als Ausstellungsort, Museum, Veranstaltungs- und Gemeinschaftsraum sowie zum Sport genutzt.
Im Tempelmuseum werden durch großformatige Bilder, Infotafeln, Filme, Animationen, Vortrags-, Musik- und Theaterveranstaltungen und Kinderprogramme Themen, Hintergründe und Bezüge zu einem gemeinsamen Europa vermittelt. Das Museum und die Glyptothek ergänzen sich und bilden einen dauerhaften Zweiklang aus Ausstellungshalle und Baukunstwerk.
Kulturelles und sportliches Angebot in Etsdorf
Für den Sportverein Etsdorf bietet die Sanierung wieder die Möglichkeit, ein vielfältiges Programm für die Bürgerschaft sowohl im sportlichen als auch im Freizeitbereich anzubieten. Der Verein organisiert auch ein vielfältiges Kinder-Ferienprogramm im Bereich des alten Schulhauses. Beide Vereine gestalten im alten Schulhaus auch gemeinsam das kulturelle Leben am Ort und unterstützen Veranstaltungen ortsansässiger Vereine.
Für die Sanierung des Gebäudes sind Arbeiten vom Dach über die Sanitär- bis hin zur Elektroinstallation geplant, an denen sich die Vereinsmitglieder mit viel Eigenleistung beteiligen werden. Mit dem Projekt wird ein drohender Leerstand im Ort vermieden. Der Erhalt eines architektonischen Zeitdokuments geht einher mit der Schaffung eines Rahmens für ein lebendiges Dorfleben mit Sport und Kultur. Damit wird das Projekt den modernen Anforderungen an eine generationenübergreifende Nutzung in Etsdorf gerecht.


