Schlüsselrückgabe auf der Rathaustreppe: Leiser Ausklang der Weidener Faschingssession
Schlüsselrückgabe auf der Rathaustreppe: Leiser Ausklang der Weidener Faschingssession
Mit einem letzten „Weiden Halla!“ ist am Faschingsdienstagvormittag die Session in Weiden zu Ende gegangen. Auf der Treppe des Alten Rathauses übergab das Prinzenpaar der Narrhalla Weiden symbolisch Rathausschlüssel und Stadtkasse zurück an Oberbürgermeister Jens Meyer.
Verwaltung von Briefwahlunterlagen verhindert Rathausfasching
Normalerweise ist diese Zeremonie fest in den Rathausfasching im Neuen Rathaus integriert. Mit Stimmung, Musik und närrischem Publikum. Heuer jedoch musste die Feier bei Nassschnee-Treiben ins Freie auf den Oberen Markt verlegt werden. Der Grund: intensiver Publikumsverkehr wegen der anstehenden Briefwahl. Das Rathaus war organisatorisch stark eingebunden, sodass für den gewohnten Rahmen kein Platz blieb.
Vergleichsweise stiller Ausklang
So fiel der letzte Akt der fünften Jahreszeit vergleichsweise still aus. Eine Handvoll Passanten blieb stehen. Doch vom sonst üblichen bunten närrischen Treiben an Faschingsdienstag war wenig zu spüren. Das Prinzenpaar Nicole II. und Christian II. verabschiedete sich mit Dankesworten und einem Augenzwinkern: Man habe die Stadtkasse gut verwaltet und gebe sie wohlbehalten zurück. Oberbürgermeister Meyer würdigte das Engagement der Aktiven, die in den vergangenen Wochen bei ihren Auftritten Lebensfreude verbreitet hätten.
Zurückhaltende Session
Dennoch bleibt der Eindruck einer zurückhaltenden Session. Erneut gab es in Weiden keinen einzigen Maskenball für Erwachsene. Wer kostümiert feiern wollte, musste in umliegende Gemeinden ausweichen. Der Fasching scheint um die Stadt derzeit einen Bogen zu machen. Vielleicht ist es der Zeitgeist, vielleicht aber auch nur die Sorge vor leeren Sälen und finanziellen Risiken.
Früher war was los
Gerade deshalb verdient der Einsatz der Narrhalla, aber auch der Tanzsportgruppe “Dance Unlimited” besondere Anerkennung. Mit viel ehrenamtlicher Arbeit stemmten sie die verbliebenen Veranstaltungen, darunter Shows, Bälle im kleinen Rahmen und Kinderfasching. Sie hielten die Tradition am Leben. Viele Weidener erinnern sich aber noch an frühere Jahre, als Maskenbälle die Säle in Max-Reger-Halle, Josefshaus und Evangelischem Vereinshaus füllten: Reiterball, Fliegerball, Lumpenball, Sechziger-Party oder DJK-Fasching. Diese Zeiten sind vorerst vorbei.


