Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
okticket – Kultur
okticket – Kultur

Debatte Franke oder Bayer beim Heimatverein in Eschenbach

Eschenbach i.d.OPf. Ein Gastbeitrag fragt, ob Wolfram von Eschenbach Bayer oder Franke war. Eine Exkursion nach Wolframs-Eschenbach bringt viele Indizien zutage – doch am Ende bleibt ein Restzweifel.

Eschenbach i.d.OPf. Ein Gastbeitrag fragt, ob Wolfram von Eschenbach Bayer oder Franke war. Eine Exkursion nach Wolframs-Eschenbach bringt viele Indizien zutage – doch am Ende bleibt ein Restzweifel.
Stadtheimatpfleger Oskar Geidner führte die Reisegruppe des Heimatvereins durch die historische Altstadt von Wolframs- Eschenbach. Foto: Gregor Forster

Debatte Franke oder Bayer beim Heimatverein in Eschenbach

Gastbeitrag von: Gregor Forster

Seit 1917 scheint die Streitfrage entschieden: Damals wurde das einstige Obereschenbach im Landkreis Ansbach in „Wolframs-Eschenbach“ umbenannt – zu Ehren des berühmten Minnesängers und Parzival-Dichters Wolfram von Eschenbach. Jahrzehnte davor diskutierten die Geschichts- und Literaturexperten über die Herkunft des größten mittelalterlichen Dichters. Dies ist dokumentiert durch gegensätzliche Standpunkte: Die fränkischen Befürworter begründen ihre Sicht mit Ortsnamen aus der Gegend, die in seinen Werken aufscheinen; die Oberpfälzer Fraktion verweist vor allem auf seine eigene Aussage, er sei ein Bayer.

Exkursion nach Wolframs-Eschenbach beleuchtet Argumente

Der Heimatverein Eschenbach i.d.Opf. wollte mit einer Exkursion nach Wolframs-Eschenbach den fränkischen Argumenten auf den Grund gehen. Mit Oskar Geidner, dem Stadtheimatpfleger der mittelfränkischen Kleinstadt, hatten die Oberpfälzer einen kompetenten Begleiter an ihrer Seite, der sowohl im Literaturmuseum der Stadt als auch bei einem ausführlichen Rundgang durch die schöne, historische Altstadt und die angrenzenden Dörfer Mittel- und Untereschenbach viele geschichtliche Zusammenhänge präsentierte, die die Namensgebung unterstützten.

Professorin ordnet die Quellenlage ein

Die Literaturprofessorin Cordula Kropick (Uni Bayreuth) hat bei einem Vortrag im Taubnschusterhaus bereits geurteilt: „Es gibt gute Argumente für das fränkische Eschenbach, allerdings ist es schon bemerkenswert, dass Wolfram von sich als Bayer spricht.“

So fasste Heimatvereinsvorsitzender Karlheinz Keck am Ende des Tages in Wolframs-Eschenbach die Meinung der Oberpfälzer zusammen: „Ein Restzweifel besteht.“

Tipp: Wenn Du etwas googelst, bekommst Du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!
okticket – Kultur
okticket – Kultur