Die Sophies lassen die Wände wackeln: GORILLA Award an die Sophie-Scholl-Realschule verliehen
Die Sophies lassen die Wände wackeln: GORILLA Award an die Sophie-Scholl-Realschule verliehen
Große Spannung lag über der Turnhalle der Sophie-Scholl-Realschule in Weiden. Schülerinnen, Lehrkräfte und Ehrengäste warteten gespannt auf einen besonderen Moment. Wären die Fenster komplett geöffnet gewesen, hätte man den Jubel der „Sophies“ wohl bis zum Alten Rathaus gehört. Der Anlass war außergewöhnlich: Die Schule erhielt beim GORILLA Freestyle Award neue Sportgeräte im Wert von knapp 50.000 Euro. Die Stiftung Kinderförderung von Playmobil und die Organisation Let’s Go GORILLA zeichneten die Schule damit für ihr besonderes Engagement aus.
GORILLA Freestyle Award sorgt für Begeisterung
Alle 460 Schülerinnen der Schule waren in der Turnhalle versammelt. Auch das komplette Kollegium nahm an der Preisverleihung teil. Zu den Ehrengästen gehörten Weidens dritter Bürgermeister Reinhold Wildenauer, Ministerialbeauftragter Andreas Hoffmann aus Regensburg sowie Vorständin der Stiftung Kinderförderung von Playmobild Andrea Möhringer.
Schulleiterin Susanne Genser begrüßte die Gäste herzlich und dankte dem tollen Team von Let’s Go GORILLA für die Aktion. Sie hatte die Idee für die Bewerbung vor zwei Jahren und freute sich sichtbar über die Auszeichnung ihrer Schule.
Das Team von Let’s Go GORILLA verwandelte die Halle sofort in eine große Showbühne. Moderator Elias Nazari, World League Beatbox Champion 2022, brachte die Schülerinnen mit seinen Beatbox-Einlagen zum Staunen. Dabei imitierte er Schlagzeugrhythmen und andere Klänge nur mit Mund, Nase und Stimme. Die Stimmung wurde von Minute zu Minute ausgelassener. Die Schülerinnen klatschten, jubelten und feuerten die Künstler begeistert an.
Let’s Go GORILLA setzt auf Bewegung und Selbstvertrauen
Hinter Let’s Go GORILLA steckt ein internationales Gesundheits- und Bildungsprogramm für junge Menschen. Die Organisation möchte Kinder und Jugendliche durch Freestyle-Sport zu mehr Bewegung, Kreativität und Selbstvertrauen motivieren. Gemeinsam mit der Stiftung Kinderförderung von Playmobil unterstützt GORILLA Schulen in ganz Deutschland. Ziel ist es, Bewegung und gesunde Lebensweise fest im Schulalltag zu verankern.
Unter einem großen Vorhang wartete zunächst der eigentliche Preis. Moderator Elias Nazari hielt die Spannung mit lockeren Sprüchen hoch. Dann zählten die Schülerinnen laut den Countdown herunter. Als das Tuch schließlich fiel, brandete großer Jubel auf. Zum Vorschein kamen Skateboards, Longboards, Scooter, Fußbälle, Frisbeescheiben, Kendamas (japanisches Geschicklichkeitsspiel) sowie zahlreiche Schutzpolster für Knie und Ellenbogen. Besonders beeindruckte der mobile GORILLA Playground. Mit ihm lassen sich Parcours für Skateboards, Roller und sogar Rollstühle aufbauen.
Profisportler zeigen den „Sophies“ spektakuläre Tricks
Physiklehrer Johannes Herrmann durfte die neuen Geräte als Erster ausprobieren und wurde dafür lautstark gefeiert. Danach präsentierten die Profis des GORILLA-Teams ihr Können: Navid Menges, vierfacher Weltmeister im Breakdance, zeigte spektakuläre Moves. Mherhad Hosseinian Heydari, dreifacher Weltmeister und deutscher Meister im Freestyle Frisbee, begeisterte mit präzisen Würfen. Freestyle-Fußballer Chris Bennet Bröcker demonstrierte eindrucksvoll seine Ballkontrolle. Die Schülerinnen verfolgten die Darbietungen aufmerksam und spendeten immer wieder großen Applaus.
Der absolute Höhepunkt folgte am Ende der Show. Mehrere Skateboards wurden hochkant aufeinander gestapelt. Anschließend sprang ein GORILLA-Künstler mit seinem Skateboard sicher darüber hinweg. Der geglückte Sprung sorgte für tosenden Jubel in der gesamten Halle.
Lob vom Ministerialbeauftragten Andreas Hoffmann
Ministerialbeauftragter Andreas Hoffmann lobte die Bedeutung der Aktion: Bewegung, Ausdauer und der Mut zum Ausprobieren seien wichtige Fähigkeiten für das Leben. Schülerinnen könnten lernen, nach Rückschlägen wieder aufzustehen und weiterzumachen. Auch Andrea Möhringer betonte die Bedeutung der Förderung. Die Stiftung unterstütze die Aktion gerne, brauche aber Schulen, die mit den Möglichkeiten verantwortungsvoll umgehen: Die Sophie-Scholl-Realschule ist ein leuchtendes Beispiel.
Monika Blendl aus der erweiterten Schulleitung bedankte sich bei allen Beteiligten. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen testete sie einige Sportgeräte unter dem Applaus der Schülerinnen.
Sophie-Scholl-Realschule setzt auf Werte und Gemeinschaft
Das Engagement des Kollegiums der Sophie-Scholl-Realschule soll zeigen, dass eine moderne Schule mehr ist, als nur sture Lehrplanabarbeitung.
Susanne Genser ist überzeugt, dass die Wissensvermittlung an erster Stelle steht. „Uns ist aber genauso wichtig, dass Schule auch Werte vermittelt, die nicht im Curriculum stehen. Dafür ist das niedrigschwellige Sportangebot von Let’s Go GORILLA perfekt.“
Stellvertretender Schulleiter Georg Hammer ergänzt: „Wir verstehen unsere Schule als ganzheitliches Angebot für Schülerinnen. Das bedeutet, dass wir einerseits einen familiären Rahmen für unsere Jugendlichen anbieten, andererseits ein großes Angebot an über den Schulalltag hinausgehenden Programmen bereithalten.“
Beide sind überzeugt, dass das Konzept „Mädchenschule“ der richtige Rahmen für die Vorbereitung auf eine weitere Schulkarriere aber auch für das Berufsleben ist. „Wir fördern in unseren Schülerinnen besonders auch den Menschen. Deshalb gibt es bei uns keinen anonymen Schulalltag, sondern neben der Stoffvermittlung auch die Wertevermittlung.“
Die Schülerinnenzahl der Sophie-Scholl-Realschule bestätigt diese Ansicht eindrucksvoll. Auch bei den Anmeldungen für das nächste Schuljahr – ab nächster Woche – dürfte sich der erfolgreiche Trend fortsetzen.
Sportworkshops folgen der Preisverleihung
Nach der Preisverleihung ging der Aktionstag weiter. Das Team von Let’s Go GORILLA bot bis zum Schulende Workshops an. Die Schülerinnen probierten erste Tricks mit Skateboards, Scootern, Frisbees und beim Breakdance aus. Dabei standen erfahrene Profis aus der Freestyle-Szene unterstützend zur Seite.











