Traumhafter Heimabschluss: SpVgg SV Weiden zerlegt Coburg mit 5:0
Traumhafter Heimabschluss: SpVgg SV Weiden zerlegt Coburg mit 5:0
Mit einem eindrucksvollen 5:0-(2:0)-Erfolg schickte die Mannschaft von Trainer Michael Riester den abstiegsbedrohten FC Coburg zurück nach Oberfranken und untermauerte eindrucksvoll ihre starke Rückrunde. Wie schon im Hinspiel, das die Weidener sogar mit 6:0 gewonnen hatten, war auch dieses Mal der Klassenunterschied über weite Strecken deutlich sichtbar. Während Coburg dringend Punkte im Kampf um die Relegation benötigt hätte, spielte die SpVgg mit breiter Brust, Spielfreude und enormem Selbstbewusstsein auf.
Emotionen vor dem Anpfiff
Bereits vor dem Anpfiff wurde es emotional. Der Verein verabschiedete mit Yannick Schmutzer, Christoph Sibler, Alexander Kautz, Michael Lummer und Keeper Max Wissmann gleich mehrere Akteure, die den Verein nach der Saison verlassen werden. Entsprechend besonders war die Atmosphäre im Stadion.
Weiden von Beginn an spielbestimmend
Und die Gastgeber lieferten ihren Fans sofort den passenden Fußballabend dazu. Weiden übernahm von Beginn an das Kommando, kombinierte gefällig und drängte die Coburger tief in die eigene Hälfte. Immer wieder rollten die Angriffe auf das Gästegehäuse zu. In der 21. Minute fiel schließlich die verdiente Führung: Patryk Bytomski vollendete einen der zahlreichen Vorstöße zum 1:0.
Coburg wirkte defensiv einmal mehr anfällig – kein Wunder bei mittlerweile 72 Gegentreffern, der schlechtesten Defensive der Bayernliga Nord. Kurz vor der Pause schlug Weiden erneut zu. Jahi Sylehmani bewies Torinstinkt und erhöhte in der 43. Minute auf 2:0.
Bartl hält stark – Weiden trifft weiter
Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Gäste zwar phasenweise gegen die drohende Niederlage, doch wenn es gefährlich wurde, war Weidens Schlussmann Justin Bartl zur Stelle und entschärfte mehrere gute Möglichkeiten der Oberfranken. Auf der Gegenseite zeigte sich die SpVgg dagegen gnadenlos effektiv.
Niklas Lang jagte den Ball in der 59. Minute kompromisslos zum 3:0 in die Maschen und sorgte früh für die Entscheidung. Danach spielte sich Weiden endgültig in einen kleinen Rausch. Der eingewechselte Josef Rodler traf nach feinem Zuspiel von Sylehmani in der 80. Minute zum 4:0.
Pühler krönt emotionalen Abend
Den emotionalen Höhepunkt des Abends hob sich die SpVgg jedoch bis kurz vor Schluss auf. Stefan Pühler, nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Einsatz, setzte nach einer Flanke von Moritz Zeitler per Hinterkopfball den Schlusspunkt zum 5:0‑Endstand. Der Jubel im Stadion kannte keine Grenzen.
„Wahnsinn, da bin ich in meinem ersten Punktspiel nach meinem Kreuzbandriss und dann das Tor. Es ist einfach nur wunderschön, wieder mit dem ganzen Team auf dem Platz zu stehen“, sagte der Torschütze sichtlich bewegt nach der Partie.
Riester lobt Euphorie und Leidenschaft
Auch Trainer Michael Riester genoss den perfekten Heimabschluss: „Ich glaube, das war rundum ein unglaublicher Abschluss zu Hause. Wir sind aktuell Platz vier und haben wieder Euphorie und Leidenschaft erlebt. Jeder heute, auch die uns verlassen, haben strahlende Gesichter – und dies auf und neben dem Platz.“
Kapitän Felix Behnke schlug in dieselbe Kerbe: „Ein schönes Gefühl, so ein 5:0-Heimabschluss. Wir sind wirklich wehmütig, dass kein weiteres Heimspiel in dieser Saison ansteht. Wir sind alle so stolz auf unsere Rückrunde, besonders wenn man weiß, wie wir am Anfang des Jahres hinten in der Tabelle standen. Jetzt so gut dazustehen, ist schon super.“
Der scheidende Christoph Sibler meinte zur Partie: „Von Anfang bis zum Ende ein bezaubernder Auftritt, das setzt dem Ganzen ein schönes Ende. Eine echte Genugtuung für alle Akteure“.
Mit Rückenwind zum Saisonfinale
Mit vier ungeschlagenen Spielen in Serie fährt die SpVgg nun voller Selbstvertrauen zum Saisonfinale nach Regensburg. Das Ziel ist klar formuliert: Mit einem Sieg bei Fortuna Regensburg soll Platz vier abgesichert werden. Nach diesem furiosen Heimauftritt dürfte jedenfalls auch die Fortuna gewarnt sein.










