Hannelore Striegl feiert 80. Geburtstag
Hannelore Striegl feiert 80. Geburtstag
„Hannelore“ statt „Johanna Eleonore“
Obwohl eigentlich in ihrem Personalausweis „Johanna Eleonore“ steht, kennt man die beliebte Frau im Ort seit jeher nur als „Hannelore“. Schon am Nachmittag füllte sich der Maler-Michl-Saal mit zahlreichen Gratulanten. Die Feier dauerte bis in die späten Abendstunden. Besonders freute sich die sympathische und agile Frau über die Glückwünsche aus ihrer Familie. Tochter Judith mit Ehemann Peter sowie Tochter Anita mit Ehemann Albert waren ebenso gekommen wie die Enkelkinder Verena und Manuel mit der zwölfjährigen Urenkelin Leonie sowie die beiden Enkel Florian und Wolfgang. Zu den Gratulanten zählten auch Bürgermeister Josef Beimler, Pfarrer Norbert Götz sowie Pfarrköchin Elisabeth Kodalle. Für die Siedlergemeinschaft Waldthurn überbrachten Dieter Malzer und Toni Scheidler Glückwünsche. Der Frauenbund war durch Gabi Holfelner und Monika Bauer vertreten, die Garten- und Blumenfreunde durch Andrea Götz und Maria Greim.
Saitenzupfen im Grenzland
Seit rund zehn Jahren gehört Hannelore Striegl zur Veeh-Harfen-Gruppe des Musikvereins Waidhaus. Einmal wöchentlich nimmt sie an den Proben im Grenzland teil und zupft mit Leidenschaft das Saiteninstrument. Die Musikfreundinnen waren über den Fahrenberg gekommen, um der Jubilarin ein musikalisches Ständchen zu bringen. Am Abend spielte zudem die Musikkapelle Waidhaus für die Neu-Achtzigerin auf.
„Früchte des Gartens“
Große Freude bereitet ihr die Gartenarbeit. Mit viel Liebe zieht sie Gemüse und pflegt mit den Nachbarn den „gegenseitigen Austausch der Früchte des Gartens“, wie es Nachbar Dieter Malzer liebevoll nennt. „Wenn mir mein Nachbar Äpfel über die Grundstücksgrenze stellt, backe ich als Dank einen Apfelstrudel – und der wandert dann natürlich auch wieder über den Zaun zurück“, erzählt sie schmunzelnd.
Viel handarbeitliches Geschick
Die unternehmungslustige Frühaufsteherin besucht regelmäßig die Treffen der Seniorenrunde St. Elisabeth. Sie liest gerne die Tageszeitung, verfolgt spannende Krimis oder historische Filme im Fernsehen und widmet sich verschiedenen Handarbeiten. Neben Stricken und Häkeln fertigt sie mit viel Geschick auch Filz- und Ledertaschen.
Oberpfalz – Rheinland-Pfalz – Oberpfalz
Geboren wurde sie am 9. März 1946 in Waldthurn als Johanna Eleonore Eigner. Mit ihren Eltern Anna und Josef zog sie später in die Rheinpfalz nach Kallstadt an der Weinstraße, wo ihr Papa als Maurer und die Mama bei einem Weinbauern arbeitete. Dort besuchte Hannelore auch die Schule. 1960 kehrte die Familie wieder in die Heimat nach Waldthurn zurück. Am 5. November 1966 heiratete sie auf dem Fahrenberg ihren Ehemann Franz Josef Striegl.
Vormittags die Mama – nachmittags die Tochter
Beruflich war Hannelore Striegl zunächst in der Waldthurner Kleiderfabrik Kreiser tätig. Dort arbeitete sie gemeinsam mit ihrer Mutter Anna: vormittags die Mutter, nachmittags die Tochter. Später war sie im Kabelwerk in Floß sowie bei Baumann Automatikteile in Luhe beschäftigt, bis sie in den Ruhestand ging.
Zunächst wohnte die Familie im Waldthurner Hopfengarten, später bezogen sie das Haus in der Fahrenbergstraße. Ein schwerer Schicksalsschlag traf sie im März 1996, als ihr Ehemann Franz Josef verstarb. Trotz allem ist Hannelore Striegl ein lebensfroher und geselliger Mensch mit viel Unternehmungsgeist geblieben.







