Nachruf: Trauer in Floß um Original Buwer Witzl
Nachruf: Trauer in Floß um Original Buwer Witzl
Auch die Bevölkerung ist tief betroffen über den Tod eines waschechten Floßers und Originals, auf den man stolz sein konnte. In Floß am 6. Januar 1939 als Sohn der Eheleute Anna und Ludwig Witzl geboren, mit seinen Geschwistern aufgewachsen, in die Volksschule gegangen und in das Berufsleben eingestiegen, verehelichte er sich mit Linde Schaller aus Floß. Auf seine fünf Töchter, Heidi, Petra, Elke, Johanna und Stefanie, war er besonders stolz. Der Buwer kannte kein Rasten und Ruhen. Solange er konnte, war er stets auf Achse für die Seinen und auch für den Nächsten, wobei er ein hilfsbereiter, ehrlicher und treuer Freund und Kamerad war.
Schützenwesen und Holzschnitzerei prägten sein Leben
Der Schießsport bei der Königlich privilegierten Schützengesellschaft 1834 und die Holzschnitzerei waren neben den vielen Hobbys, darunter der Tierliebe, seine Leidenschaft. Alles, was er anpackte, hatte Hand und Fuß. Ein Allroundmann, wie man ihn selten erlebt.
Das Schießen übertrug sich auch auf seine Töchter. Unvergessen die Leistungen von Tochter Petra, die bei den Olympischen Spielen in Atlanta die Silbermedaille im Kleinkalibergewehr gewann.
Humor, Familie und letzter Abschied
Seine Tugenden und Begabungen entfalteten sich auch bei der Holzschnitzerei mit einmaligen Kunstwerken. Künstlerische Unikate, die bei Ausstellungen immer wieder größte Bewunderung fanden.
Gerne sah man den Buwer Witzl in Gesellschaftskreisen, zumal er es verstanden hatte, seinen gesunden, frischen und erheiternden Humor immer wieder zum Besten zu geben. Sein Familienheim im Tulpenweg im Ortsteil Ziegelhütte war sein Ein und Alles. Mit seiner Linde verbrachte er dort seinen wohlverdienten Lebensabend. Der Mittelpunkt seines Lebens war die Familie, für die er alles gab.
Die Trauerfeier mit Verabschiedung fandletzte Woche im katholischen Friedhof statt. Eine große Trauergemeinde, darunter zahlreiche Vereine, Freunde und die Bevölkerung, sagte dem Verstorbenen ein letztes „Servus, Buwer“.
Am 6. März wird Buwer Witzl um 15 Uhr im Urnenwaldfriedhof „Oberer Birsching“ in der Stadt Eschenbach beigesetzt.




