Respekt, Fakten und Investitionen prägen SPD-Auftritt in Pressath

Respekt, Fakten und Investitionen prägen SPD-Auftritt in Pressath
Zum politischen Aschermittwoch lud die Pressather SPD die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Pressath und ihrer Ortsteile ein. Es wurden aktuelle weltpolitische Entwicklungen ebenso thematisiert wie kommunale Herausforderungen vor Ort.
Einsatz gegen Hass, Hetze und Falschinformationen
OV-Vorsitzende Silke Tanner stellte zu Beginn eines ihrer persönlichen Kernanliegen in den Mittelpunkt: den entschiedenen Einsatz gegen Hass und Hetze. Sie machte deutlich, dass Respekt und ein sachlicher Umgang miteinander Grundvoraussetzungen für ein funktionierendes demokratisches Miteinander seien. Hass und Hetze – in welcher Form auch immer – hätten in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz.
Darüber hinaus sprach sie die Problematik von Falschinformationen im Internet an. Nicht alles, was in sozialen Medien verbreitet werde, entspreche den tatsächlichen Hintergründen. Gerade in aufgeheizten Debatten sei es wichtig, Informationen kritisch zu prüfen und sich ein umfassendes Bild zu verschaffen.
Als Beispiel nannte sie die Diskussionen auf Facebook rund um die Bahnhofstraße. Hier zeige sich, wie schnell Bewertungen entstehen könnten, ohne dass Planungszusammenhänge oder langfristige Konzepte vollständig bekannt seien. Sie warb dafür, Entwicklungen sachlich zu begleiten und Entscheidungen auf Grundlage vollständiger Informationen zu beurteilen.
Schwerpunkte im Stadtrat und Projekte in den Ortsteilen
Fraktionssprecherin Sabine Eichermüller ging anschließend auf die Arbeit im Stadtrat ein. Das Stimmenverhältnis mache es nicht immer leicht, eigene inhaltliche Schwerpunkte durchzusetzen. Umso wichtiger sei es, klar zu benennen, wofür man stehe und welche Prioritäten man setze.
Im Rahmen der ILE – Integrierte Ländliche Entwicklung hätte sie sich für Wollau eine nachhaltige Aufwertung des Ortskerns gewünscht – etwa durch einen kleinen Platz mit Aufenthaltsqualität und Sitzmöglichkeiten. Ein solcher Ort stärke das Gemeinschaftsleben langfristig. Stattdessen erhält die Stadt nun zwei Fahrrad-Reparaturstationen – obwohl es im Ort bereits einen Fahrradhandel mit Werkstatt gibt. Hier stelle sich durchaus die Frage nach der Sinnhaftigkeit und der richtigen Schwerpunktsetzung.
Fördermittel: Kompetenz im Rathaus
Zugleich betonte Eichermüller die Förderkompetenz von Bürgermeister Bernhard Stangl. Viele Projekte der vergangenen Jahre seien nur möglich geworden, weil Förderprogramme gezielt eingeworben und strategisch genutzt wurden. Gerade vor dem Hintergrund, dass von anderer Seite immer wieder die Forderung nach einem eigenen „Förderexperten“ laut werde, zeige sich: Pressath verfüge bereits über genau diese Kompetenz.
Bernhard Stangl sei nicht nur mit den Förderstrukturen vertraut, sondern nutze sein Netzwerk und seine Erfahrung erfolgreich für die Stadt. Es brauche keine zusätzliche Stelle, wenn Fachwissen, strategisches Denken und Verhandlungsgeschick bereits vorhanden seien. Die erfolgreiche Einwerbung zahlreicher Fördermittel spreche für sich.
Finanzen, Sanierungen und Lebensqualität
Bürgermeister Bernhard Stangl griff in seiner Rede sein Motto „reden, bewegen, gestalten“ auf – und ergänzte es um „weitermachen“. Mit deutlich unter 500 Euro Pro-Kopf-Verschuldung stehe Pressath finanziell solide da und liege damit weit unter dem Landesdurchschnitt. Gleichzeitig machte er deutlich: Wer notwendige Investitionen verschiebt, zahlt langfristig drauf.
Am Beispiel Kapellenweg werde dies besonders sichtbar. Aufgrund mehrerer Rohrbrüche wird der Kapellenweg nun grundlegend erneuert und umfassend saniert – Maßnahmen, die seit Jahrzehnten überfällig waren. Hier zeige sich deutlich, dass nachhaltige Sanierung sinnvoller ist als immer wieder kurzfristiges Flickwerk.
Beim Thema Spielplätze ging er auf eine tatsächliche Aussage aus dem Stadtrat ein, wonach ein Sandkasten und eine Schaukel ausreichen müssten. Stangl stellte klar, dass Lebensqualität mehr bedeute als Minimalstandards. Der Spielplatz in Dießfurt zeige, wie durchdachte Gestaltung Begegnungsräume für Familien schaffe. Investitionen in Kinder seien Investitionen in die Zukunft.
Innenstadtentwicklung und politische Debatte
Auch der geplante Stadtplatz sei kein Prestigeprojekt, sondern Teil einer funktionalen Weiterentwicklung der Innenstadt – ein Ort für Begegnung, Kultur und Aufenthaltsqualität, finanziert mit klug genutzten Fördermitteln.
Mit einem augenzwinkernden, aber deutlichen Hinweis sprach Stangl auch politische Widersprüche an: Ein Objekt, das von einzelnen Fraktionen noch vor einiger Zeit als „Klagemauer“ bezeichnet wurde, diene heute als Fotomotiv für Wahlwerbung. Solche Beispiele zeigten, wie schnell Bewertungen sich ändern können, wenn Wahlkampf bevorsteht.
Wasserversorgung und Unterstützung für den Bürgermeister
Zur Wasserversorgung in Riggau stellte Stangl klar, dass Versorgungssicherheit langfristige Planung und fachliche Verantwortung erfordere. Vereinfachte Forderungen, man solle „doch noch einmal die bestehende Quelle prüfen“, würden komplexen Zusammenhängen nicht gerecht.
Abschließend machten Silke Tanner und Sabine Eichermüller im Namen des gesamten Teams deutlich, warum sie Bernhard Stangl weiterhin unterstützen: Er stehe für solide Finanzen, strategische Förderpolitik, nachhaltige Investitionen und eine Stadtentwicklung mit Weitblick.
Bernhard Stangl und sein Team sind überzeugt: Pressath und seine Ortsteile brauchen Erfahrung, Verlässlichkeit und Substanz. Dafür bitten sie um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger.




