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Stiftung vergibt 1.000 € an vier junge Frauen in Burglengenfeld

Burglengenfeld. Zum Geburtstag der Stifterin Josefine Haas vergab die Stadt bei der 66. Auszahlung der Aussteuerstiftung erneut „Brautgeschenke“. Vier junge Frauen erhielten jeweils 1.000 Euro als Starthilfe.

Burglengenfeld. Zum Geburtstag der Stifterin Josefine Haas vergab die Stadt bei der 66. Auszahlung der Aussteuerstiftung erneut „Brautgeschenke“. Vier junge Frauen erhielten jeweils 1.000 Euro als Starthilfe.
Vier junge Frauen erhielten bei der 66. Auszahlung der „von Längenfeld-Pfalzheim’sche Aussteuer-Stiftung“ von Bürgermeister Thomas Gesche und Kämmerin Elke Frieser ein Brautgeschenk. Bild: Karolina Cheikho

Stiftung vergibt 1.000 € an vier junge Frauen in Burglengenfeld

Alljährlich zum Geburtstag von Josefine Haas, der Stifterin und einzigen Ehrenbürgerin der Stadt, werden die sogenannten „Brautgeschenke“ vergeben. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren jeweils nur eine junge Frau die Voraussetzungen der Stiftungssatzung erfüllt hatte, konnten in diesem Jahr wieder vier Empfängerinnen berücksichtigt werden.

Brautgeschenke in Burglengenfeld: Tradition mit aktueller Wirkung

Bei der 66. Auszahlung der „von Längenfeld-Pfalzheim’schen Aussteuerstiftung“ im Historischen Rathaussaal betonte Bürgermeister Thomas Gesche die besondere Bedeutung der Stifterin: „Josefine Haas und ihre Absichten waren für eine Frau ihrer Zeit höchst modern.“ Haas (1783–1846) habe als Vordenkerin jungen Frauen eine Starthilfe für ein selbst bestimmtes Leben geben wollen. Die Grundidee der Stiftung sei bis heute aktuell und gebe Anlass, gesellschaftliche Werte und Strukturen kritisch zu hinterfragen.

Josefine Haas: Leben und Vermächtnis

Josefine Haas zählt zu den bekanntesten historischen Persönlichkeiten Burglengenfelds, um deren Leben sich zahlreiche – teils romantische – Legenden ranken. Im Rahmen der Feierstunde zeichnete Christina Scharinger, Leiterin des Oberpfälzer Volkskundemuseums, ihren Lebensweg nach. Haas, die aus einfachen Verhältnissen stammte und später zu beträchtlichem Vermögen gelangte, gründete mehrere wohltätige Stiftungen zugunsten benachteiligter Mädchen, um ihnen die selbst erlebte Armut ihrer Kindheit zu ersparen.

Als gesichert gilt, dass sie mit dem Diplomaten Franz Graf von Lerchenfeld eine Ehe zur „linken Hand“ einging und bis zu seinem Tod mit ihm in Wien lebte.

Feierstunde mit Gedicht und Musik

Für die feierliche Gestaltung des Abends sorgten Beiträge aus der Stadtgesellschaft: Sophia Dams und Elisa Haag von der Hans-Scholl-Grundschule trugen ein Gedicht zu Ehren der Stifterin vor. Die musikalische Umrahmung übernahmen Anna Deml und Andreas Januschke.

In diesem Jahr erhielten vier junge Frauen jeweils 1.000 € aus der Stiftung: Fatima Sentürk, Amelie Benzinger, Neele Wehr und Anastasia Fehl.

Spedition Wagner
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Nachhaltiges Vermächtnis der Stifterin

Zum Abschluss würdigte Bürgermeister Gesche das nachhaltige Wirken der Stifterin: Josefine Haas habe weit über ihre Zeit hinaus gedacht und jungen Frauen Perspektiven eröffnet. Die Stadt werde ihr Erbe bewahren und fortführen.