Abgeordneter Christoph Schmid informiert über Verteidigungs- und Sicherheitspolitik

Abgeordneter Christoph Schmid informiert über Verteidigungs- und Sicherheitspolitik
Gastbeitrag von: Reinhold Strobl
Auch in der derzeitigen weltpolitischen Situation spielt die Diplomatie eine wichtige Rolle. Gesprächskanäle, so der stellv. verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, MdB Christoph Schmid, bei einer Abendveranstaltung im Landhotel Aschenbrenner in Paulsdorf, müssten offen gehalten und gepflegt werden. Das demokratische Europa müsse stärker werden und (nicht nur) in Sicherheitsfragen einheitlich vorgehen. Der Angriff von Putin auf die Ukraine habe gezeigt, dass es wichtig sei, Europas Verteidigungsbereitschaft zu stärken.
Bundeswehr: Personal, Waffensysteme und Industrie
Dabei, so Schmid, stelle sich die Frage: „Welche Bundeswehr brauchen wir?“ 180.000 Soldaten würden derzeit in Uniform stehen. Müssen wirklich 400.000 junge Menschen zum Dienst gerufen werden oder brauchen wir mehr Profis und Fachleute, die gut ausgebildet sind und sich mit der neuen Technik auskennen? Heute würden ganz andere Waffensysteme eine große Rolle spielen. Mit dem Sondervermögen sorge die Bundesregierung dafür, dass die Industrie planen könne. Diese müsse auch in die Lage versetzt werden, liefern zu können.
Infrastruktur sichern und Unterstützung in Litauen
Material, Personal und die Infrastruktur, so Schmid, müssten gleichzeitig zur Verfügung stehen. Wichtig sei es, unsere Infrastruktur zu sichern. In Litauen, wo 5.000 Personen stationiert würden, habe er von der Bevölkerung das Signal bekommen: „Danke, dass Du da bist.“ Beim Fragebogen, der an die Jugendlichen verschickt wird, war es wichtig, dass auch ein Kästchen „Ich interessiere mich für einen anderen Freiwilligendienst“ angebracht wurde. Junge Menschen seien bereit, sich in die Gesellschaft einzubringen.
Der Abgeordnete warb auch dafür, dass die Entwicklungshilfe nicht vergessen werde. Das wurde vom stellv. Vorsitzenden der Mali-Hilfe, Reinhold Strobl, sehr begrüßt. Wir müssten uns um diese Länder kümmern. Russland und China seien dort sehr aktiv. Schließlich ging Schmid auch noch auf das Thema „Grönland“ ein. Auch hier zeige es sich, wie wichtig ein einiges und starkes Europa sei.
Dank und Fazit der Veranstaltung
SPD-Kreisvorsitzender Michael Rischke und Kreisrat Uwe Bergmann, die den Kontakt zu Schmid hergestellt hatten, bedankten sich bei Christoph Schmid. Dieser hat von seinem Besuch viele Informationen und Anregungen von der Industrie und der Bundeswehr mitgenommen.


