Behördenverlagerung schafft 403 Jobs und elf Standorte in der Oberpfalz

Behördenverlagerung schafft 403 Jobs und elf Standorte in der Oberpfalz
In München hat am 24. März 2026 das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat die Bilanz nach zehn Jahren Behördenverlagerung vorgelegt. Die Oberpfalz profitiert laut Ministerium von 403 zusätzlichen Arbeitsplätzen und elf neuen Behördenstandorten, darunter das Projekt „Digitale Landkarten Bayern“ in Windischeschenbach in der Stützelvilla.
Bilanz nach zehn Jahren
Der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker betonte die Wirkung der Regionalisierung für die Region und den Freistaat: Was vor zehn Jahren als zukunftsweisender Schritt begann, ist heute ein gelebtes bayerisches Erfolgsmodell: Die größte Regionalisierung staatlicher Behörden und Einrichtungen der letzten Jahrzehnte zeigt in der Oberpfalz und ganz Bayern sichtbare Wirkung. Mit der 1. Stufe der Behördenverlagerung setzen wir in der IT-Region Oberpfalz einen wichtigen Meilenstein: Durch elf neue Behördenstandorte wurden 403 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Besonders hervorzuheben ist das Leuchtturmprojekt der amtlichen Kartografie in Windischeschenbach: Die neue Dienststelle „Digitale Landkarten Bayern“ wurde in der denkmalgeschützten Stützelvilla untergebracht und verbindet somit Tradition mit Innovation! Hier entstehen moderne digitale Freizeit-, Rad- und Wanderkarten für unsere schöne Heimat Bayern. Mit diesem Projekt treiben wir die Digitalisierung weiter voran und fördern gleichzeitig den Tourismus sowie die Lebensqualität in der Region und ganz Bayern“, freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker zur Bilanz 10 Jahre Behördenverlagerung.
In Aussicht stellte er weitere Schritte: „Und wir bleiben dran: Bis 2030 entstehen bayernweit fast 2.700 weitere Arbeitsplätze und 440 neue Studienplätze – davon profitieren auch die Menschen in der Oberpfalz mit weiteren 300 Arbeitsplätzen! Unser Motto ist klar: Verwaltung regionalisieren – Heimat Bayern stärken. Die Behördenverlagerung ist Herzstück unserer Heimatstrategie und sorgt dafür, dass Stadt und Land gemeinsam stark bleiben – mit gleichwertigen Lebensverhältnissen und Arbeitsbedingungen!“, so Füracker weiter.
Zahlen und Nutzen
Weitere Kennzahlen nannte Füracker mit Blick auf die erste Stufe der Verlagerungen: „In ganz Bayern wurden in der 1. Stufe mittlerweile 64 von 65 geplanten neuen Behörden erfolgreich eröffnet – dadurch können bereits über 2000 Menschen in ihrer Heimat leben und arbeiten! Mit unserer Heimatstrategie schaffen wir echte Heimatjobs – attraktive, wohnortnahe Arbeits- und Studienplätze in allen Regionen! Das bedeutet weniger Pendelstress und mehr Zeit für die Familie. Auch die regionale Wirtschaft profitiert deutlich: Rund 461 Millionen Euro rechnerisch ermittelter volkswirtschaftlicher Gesamtnutzen und etwa 8 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen für die Zielkommunen sprechen für sich. Zudem wurden knapp 37 000 Quadratmeter Fläche in den Ballungszentren frei – wertvoller Raum, der nun für neue innovative Projekte genutzt werden kann! Das ist moderne Strukturpolitik mit nachhaltiger Wirkung: Mehr Lebensqualität, starke Regionen und neue Perspektiven – für Oberpfalz und ganz Bayern!“, resümierte Füracker.
Die Behördenverlagerung bildet einen zentralen Baustein der bayerischen Heimatstrategie. Im Rahmen der ersten Stufe verlagert der Freistaat 65 Behörden und staatliche Einrichtungen mit Arbeitsplätzen für 2511 Beschäftigte sowie Studienplätzen für 730 Studierende. Seit 2021 läuft die zweite Stufe, in der bis 2030 weitere 14 Behörden und staatliche Einrichtungen mit rund 2.700 Arbeitsplätzen und 440 Studienplätzen in verschiedene Zielkommunen gehen.
Verlagerungen in der Oberpfalz
Im Landkreis Neustadt/WN betreibt der Freistaat in Windischeschenbach die Dienststelle „Digitale Landkarten Bayern“. In Vohenstrauß arbeitet die Zentrale Reiseservicestelle Bayern beim Landesamt für Finanzen, Dienststelle Weiden, Bearbeitungsstelle Vohenstrauß. In Amberg sind das IT-Servicezentrum der Bayerischen Justiz und das Institut für Frühpädagogik angesiedelt. Im Landkreis Tirschenreuth betreiben die zuständigen Stellen in Waldsassen die Geo-Datenbank Bayern, in Kemnath wirkt eine Teilverlagerung des Zentrums Bayern Familie und Soziales. Zudem weist die beigefügte Übersicht diese Projekte als personell vollständig umgesetzt aus.
Für die Oberpfalz bedeuten die Maßnahmen zusätzliche qualifizierte Arbeitsplätze, neue Angebote im Bereich Digitalisierung und Impulse für Tourismus und Lebensqualität. Davon profitieren insbesondere Kommunen mit neuen Behördenstandorten, die Beschäftigten mit kürzeren Wegen und die regionale Wirtschaft durch zusätzliche Kaufkraft. Zugleich entstehen an anderer Stelle nutzbare Flächen, weil Einrichtungen aus Ballungsräumen verlagert wurden. Insgesamt stärkt der Freistaat mit der Regionalisierung die Verbindung von Verwaltung, Wirtschaft und Alltag vor Ort.


