Fünf Neue verjüngen Gemeinderat in Vorbach

Fünf Neue verjüngen Gemeinderat in Vorbach
Stühlerücken im Vorbacher Gemeinderat. Die Kommunalwahl verändert die personelle Besetzung erheblich. Fünf neue Mitglieder sorgen für eine deutliche Verjüngung des Gremiums. Keine Überraschung gab es bei der Wahl des zweiten Bürgermeisters.
Vorbach: Verjüngter Gemeinderat startet in die Wahlperiode 2026/32
„Bei guter kollegialer Zusammenarbeit können wir viel erreichen.“ Kurz und bündig waren die einführenden Worte von Bürgermeister Alexander Goller in der ersten Sitzung der kommunalen Wahlperiode 2026/32: „Viele Projekte stehen an, da brauchen wir Geschlossenheit.“ Ein Appell, den der Rathauschef mit der Ankündigung eines einführenden Workshops und von Detailinformationen zum Ratsinformationssystem unterstrich.
Das feierliche Gelöbnis der neugewählten Ratsmitglieder Thomas Busch, Lukas Groher, Rebecca König und Johannes Kreutzer (alle CSU) und Florian Plößner (FW) auf das Grundgesetz und die Bayerische Verfassung schloss sich an. Einig war sich die neue Ratsmannschaft, nur einen Stellvertreter für den ersten Bürgermeister zu wählen. In geheimer Abstimmung votierten zehn von 13 Ratsmitgliedern für Irmi Bauer. Die Stellvertreterin des Bürgermeisters wohnt im Ortsteil Oberbibrach und hat dieses Ehrenamt bereits seit 2020 inne.
Ergänzungsbedarf bei der Geschäftsordnung
„Hauptsatzung“ nennt die VG-Verwaltung die Bestimmungen zur Regelung von Fragen des Gemeindeverfassungsrechts. In Vollzug der Bayerischen Gemeindeordnung gab es zum Satzungsentwurf keine Erinnerungen. Das Gremium beschloss das Regelwerk einstimmig. Hingegen hatten Ratsmitglieder aus den Reihen der Freien Wählergemeinschaft Klärungsbedarf zu Formulierungen im Entwurf der neuen Geschäftsordnung für den Gemeinderat, die sich an die Mustergeschäftsordnung des Bayerischen Gemeindetages anlehnt.
Unter anderem wünschten sich Gremiumsmitglieder Vorgaben zu einer zeitnahen Vorlage der jeweiligen Jahresrechnung, Regelungen für Ehrenamtspauschalen, die Festlegung von Obergrenzen in Höhe von 5.000 Euro für überplanmäßige und außerplanmäßige Ausgaben bei Einzelentscheidungen des Bürgermeisters und Verbesserungen bei der Ladungspraxis, um Presseorganen eine regelmäßige Teilnahme an öffentlichen Sitzungen zu ermöglichen.
Ausschussbesetzungen
Ohne Widerspruch blieben die Vorschläge aus den Fraktionen von CSU und FW zur Besetzung der Ausschüsse und von Ehrenämtern. Nach Benennung von Stephan Meier (CSU) und Sebastian Pittner (FW) zu Fraktionssprechern herrschte Einvernehmen zur Bestätigung von Dominik Eckert zum Jugendbeauftragten, von Marga Kreutzer zur Seniorenbeauftragten, von Anneliese Weber zur Familienbeauftragten und von Alwin Rupprecht zum Natur- und Artenschutzbeauftragten. In den Rechnungsprüfungsausschuss wählte das Gremium Rebecca König, Thomas Busch, Lukas Groher, Johannes Kreutzer (Vorsitzender), Christian Friedrich und Sebastian Pittner.
Drei Sitze stehen der Gemeinde Vorbach in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach zu. Als „geborenes Mitglied“ in der VG-Versammlung von Amts wegen vertreten, bestimmte das Gremium Stephan Meier und Christian Friedrich zu weiteren „VG-Räten“. Im Zweckverband zur Wasserversorgung der Vorbacher Gruppe wird die Gemeinde vom Bürgermeister und von den Ratsmitgliedern Irmi Bauer, Stephan Meier, Dominik Eckert und Martin Kräml vertreten. Zu Verbandsräten im Abwasserzweckverband Schlammersdorf-Vorbach bestimmte die Ratsversammlung neben dem Bürgermeister Anneliese Weber, Thomas Busch, Florian Plößner und Sebastian Pittner. In den Schulverband Vorbach-Schlammersdorf und in den Schulverband Eschenbach entsendet die Gemeinde Bürgermeister Alexander Goller.
Tagesgeschäft beginnt mit Informationen
Im Informationsteil verwies der Bürgermeister auf Überlegungen zur Modernisierung der Heizung im Alten Schulhaus in Oberbibrach. Alexander Goller rechnet mit einem Kostenaufwand von zirka 20.000 Euro. Goller empfahl, die auslaufende Investitionsförderung zu nutzen und kündigte eine Beratung mit Beschlussfassung in der nächsten Sitzung an. Zur Verstärkung des Arbeitskreises Hochwasserschutz gab der Bürgermeister die Aufnahme der neuen Ratsmitglieder bekannt. Zum Stand der Planung verwies Goller auf weitere Erhebungen der SKI-Wasserbauexperten zur Klassifizierung hochwassergefährdeter Gebäude und möglicher Schadensszenarien.
Einen optimistischen Zwischenbericht zum Planungsstand für den Neubau des Oberbibracher Feuerwehrgerätehauses gab Gemeinderat Martin Kräml. Mit der Planung einverstanden sei auch die Kreisfeuerwehrführung, gab der Feuerwehr-Vorstand bekannt. Kräml kündigte als nächsten Schritt die Planvorstellung im Gremium an. Eine zügige Beschlussfassung des Rates vorausgesetzt, hofft der „Oberfeuerwehrler“ der Oberbibracher Wehr auch auf ein rasches Baugenehmigungsverfahren. Mit Erinnerungen von Sebastian Pittner zu Ankündigungen des Bürgermeisters in der letzten Bürgerversammlung über verschiedene Zahlenwerke der Gemeinde endete der öffentliche Teil der Sitzung.
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