Henryk M. Broder diskutiert Antisemitismus bei Lesung in Weiden
Henryk M. Broder diskutiert Antisemitismus bei Lesung in Weiden

„Seit 2.000 Jahren verfolgt, und immer ohne Grund?“ – Diesen bitteren Zweizeiler aus einem Leserbrief zitiert Henryk M. Broder im Vorwort zur Neuauflage seines Buches „Der ewige Antisemit“. Er führt mitten hinein in die Frage, die Broder seit vierzig Jahren nicht loslässt: Warum hört der Judenhass nicht auf – ganz gleich, was Juden tun oder lassen?
Einladung zur Buchpräsentation in Weiden
„Der ewige Antisemit. Über eine Leidenschaft, die nicht vergeht“ – Präsentation der Neuauflage 2026. Donnerstag, 22. Oktober 2026. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr. Gaststätte Postkeller, Leuchtenberger Straße 66, Weiden. Eintritt: frei. Anmeldung: nicht nötig.
Als das Buch 1986 zum ersten Mal erschien, lebte Broder in Jerusalem und schrieb seine Texte noch auf einer mechanischen Schreibmaschine. Anlass war ein Skandal am Frankfurter Schauspielhaus – und Broders These, die damals viele empörte: Antisemitismus gibt es nicht nur bei den Rechten, sondern auch bei den Linken, bei Gebildeten und bei Menschen, die sich für die Guten halten. Heute, so Broder, tritt Antisemitismus oft unter anderem Namen auf: als „Israelkritik“ oder als „Antizionismus“.
Aktualisierte Neuauflage und Gegenwartsbezug
Für die Neuauflage hat Broder ein neues, ausführliches Vorwort geschrieben, geprägt vom 7. Oktober 2023 und seinen Folgen. 1986 hatte er noch vorsichtig gefragt: „Könnte es sein, dass die letzte Endlösung nur die vorletzte war?“ Heute, schreibt er, würde er daraus keine Frage mehr machen.
Broder ist bekannt für seine scharfe Zunge und seinen schwarzen Humor. Er schont niemanden, auch nicht die deutsche Erinnerungskultur und die Hoffnung, Bildung allein könne vor Judenhass schützen – also auch nicht Vereine wie den unseren. Gerade darum lohnt das Gespräch mit ihm: Wir laden Sie herzlich ein, zuzuhören, nachzufragen und mitzudiskutieren.
Zur Person: Henryk M. Broder
Henryk M. Broder, 1946 in Kattowitz geboren, kam 1958 mit seinen Eltern nach Deutschland. Er schrieb unter anderem für den Spiegel und Die Welt, ist Mitgründer des Blogs „Achse des Guten“ und gehört seit Jahrzehnten zu den streitbarsten Publizisten im deutschsprachigen Raum.
Im Anschluss besteht Gelegenheit, das Buch zu erwerben und signieren zu lassen. Bringen Sie gerne Freunde und Bekannte mit – und leiten Sie diese Einladung weiter. Wir freuen uns auf einen spannenden Abend! Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie das angehängte Plakat in Ihrer Einrichtung aufhängen und diese E-Mail einschließlich Informationen an Ihre Mitglieder und Kontakte weiterleiten würden!
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!




