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IG BAU verlangt Respekt und Lohnplus für Reinigungskräfte

Weiden. Zum Tag der Gebäudereinigung am Montag, 15. Juni, fordert die IG BAU für rund 620 Reinigungskräfte mehr Respekt und bessere Löhne. Ziel ist Anerkennung und ein auskömmliches Alter ohne Armutsrisiko.

Weiden. Zum Tag der Gebäudereinigung am Montag, 15. Juni, fordert die IG BAU für rund 620 Reinigungskräfte mehr Respekt und bessere Löhne. Ziel ist Anerkennung und ein auskömmliches Alter ohne Armutsrisiko.
Sie sorgen dafür, dass die anderen ein „sauberes Leben“ haben: Reinigungskräfte haben einen „Respekt- und Lohn-Schub“ verdient, fordert die IG BAU Oberpfalz zum „Tag der Gebäudereinigung“.

IG BAU verlangt Respekt und Lohnplus für Reinigungskräfte

Am Montag, 15. Juni, rückt der „Tag der Gebäudereinigung“ die Arbeit der Reinigungskräfte in der Nordoberpfalz in den Fokus. In Weiden arbeiten rund 620 Beschäftigte in der Gebäudereinigung, die IG BAU Oberpfalz fordert zum Aktionstag mehr Anerkennung und bessere Einkommen gegen Altersarmut.

IG BAU fordert Anerkennung und bessere Löhne

„Doch bei ihnen ist längst nicht alles im Reinen: Oft fehlt es am Respekt für ihre Arbeit. Und immer hapert es am Geld: Wer schrubbt, saugt und den Müll der anderen wegräumt, hält zwar alles am Laufen, verdient aber meistens nur einen Niedriglohn. Spätestens mit der Rente droht dann Armut im Alter“, sagt Wolfgang Brandmüller von der IG BAU Oberpfalz. Die Gewerkschaft kündigt zum „Tag der Gebäudereinigung“ einen „Respekt- und Lohn-Schub“ für die Branche an und stellt die soziale Absicherung der Beschäftigten in den Mittelpunkt.

„Wer ein Leben lang dafür sorgt, dass die anderen ein ’sauberes Leben‘ haben, der darf am Ende nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein“. IG BAU: „Reinigungskraft müsste über 70 Jahre arbeiten, um auf Durchschnittsrente zu kommen“. Zugleich warnt Brandmüller: „Reinigung und Rente – das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis. Krasse Lohnunterschiede sind allerdings ein Risiko für den Zusammenhalt in der Gesellschaft – und Niedriglöhne damit sozialer Sprengstoff“.

Appell an die Politik in Weiden, Neustadt/WN und Tirschenreuth

An die Bundestagsabgeordneten von CSU und SPD aus Weiden, dem Landkreis Neustadt/WN und dem Landkreis Tirschenreuth richtet Brandmüller einen Appell: „Wer ein Berufsleben lang Flure wischt, Fenster putzt und Toiletten sauber hält, hat es verdient, im Alter von der Rente in Würde leben zu können“. Die IG BAU verknüpft den Aktionstag mit der Erwartung, dass die anstehende Rentenreform die Situation von Reinigungskräften spürbar verbessert.

In der anstehenden Tarifrunde verlangt die Gewerkschaft bessere Einkommen. „Darauf sollten sich die 12 Gebäudereinigungsunternehmen in Weiden in der Oberpfalz schon einmal einstellen“, sagt Wolfgang Brandmüller.

Zahlen und Einordnung für die Nordoberpfalz

Als Grundlage für die regionalen Zahlen nennt die IG BAU Angaben der Arbeitsagentur. In Weiden gibt es rund 620 Beschäftigte sowie zwölf Gebäudereinigungsunternehmen; im Landkreis Neustadt/WN arbeiten sieben Betriebe, im Landkreis Tirschenreuth fünf. Die Gewerkschaft sieht in den Forderungen nach höheren Löhnen und verlässlicher Rente zentrale Punkte für die Sicherung der sozialen Lage in der Branche.

LUCE – DENK.summit
LUCE – DENK.summit

Reinigungskräfte halten Büros, Schulen und Altenheime in Schuss. Der Aktionstag lenkt den Blick auf Arbeitsbedingungen, Bezahlung und Rentenansprüche im Reinigungsgewerbe der Nordoberpfalz.

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