Jugend fordert Fitnessstudio und bessere Mobilität in Kirchenthumbach

Jugend fordert Fitnessstudio und bessere Mobilität in Kirchenthumbach
Für einige Stunden war am 21. November 2025 im Kirchenthumbacher SC-Sportheim die Jugend „König“. Im Rahmen des landkreisweiten NEW Real Talks schwangen 30 junge Leute aus allen Ortsteilen das Regierungszepter. Eine abwechslungsreiche Action-Runde mit geballter Übermacht des Kirchenthumbacher Nachwuchses, der an diesem Abend Bürgermeister und Marktgemeinderäte zum Bedienungspersonal und zum Zuhören degradierte. „Sag was – gestalte die Zukunft der Heimat“ hieß es beim Jugendtreff der zwölf- bis 18-jährigen Kirchenthumbacher Nachwuchshoffnungen. Die Aufforderung der anwesenden Kommunalpolitiker „Bringt euch ein und engagiert euch“ stieß dabei auf offene Ohren.
Wünsche von Basketballplatz bis „View of dumba“-Sitzbank
Eine Ideensammlung der jungen Leute war gefragt. So kam es zu einem bemerkenswerten Wunschkatalog: vom Drogeriemarkt bis zum Bau weiterer Spielplätze, von einem besseren ÖPNV-Angebot bis zum Bau neuer Radwege, vom Traum eines Basketballfeldes bis zu einer „View of dumba“-Sitzbank bei der Bergkirche. Ein Sammelsurium an Vorschlägen, die der Marktgemeinderat pflichtgemäß in einer Nachbetrachtung zu behandeln hatte. Mit Überlegungen für ein partnerschaftliches Miteinander zwischen Kommune und Jugend, so die Feststellung des Zweiten Bürgermeisters Alexander Schatz, der in Vertretung des verletzten Rathauschefs Ewald Plößner die Sitzung leitete.
Viele realitätsnahe Vorschläge
Dabei orientierte sich das Gremium an den Ergebnissen einer Konkretisierungsrunde, etwa zu den Themen Sitzbank mit schöner Aussicht, Basketballplatz, Kino, Jugendtreff, Fitnessstudio, Drogerie, Verkehrssicherheit, Grundschule und Turnhalle. Eine Vorstellungswelt, die der amtierende Bürgermeister wenigstens in Teilen als durchaus realitätsnah bewertete. „Manche Vorschläge sind gar nicht so weit weg von einer Verwirklichung.“ Als realistisch betrachtete Alexander Schatz die häufig genannten Wünsche nach einem Fitnessstudio und weiteren sportlichen Power-Möglichkeiten. Viel Verständnis gab es auch für die Forderung nach besserer Mobilität.
Kommunikation vertiefen
Zusammenfassend gab es viel Lob für das Team des NEW Real Talk und das Versprechen von Rat und Bürgermeister, die Kommunikation zwischen der jungen Generation und den kommunalen Vertretern zu vertiefen und die Jugend verstärkt in Entscheidungen des Marktes einzubinden. „Wir müssen Glaubwürdigkeit beweisen“, betonte der Sitzungsleiter. In diesem Sinne lauteten auch die Anmerkungen aus der Ratsversammlung. Viele Jugendliche seien zum Beispiel bereit, Verantwortung in den Vereinen zu übernehmen, so die Analyse.
Triebfeder für aktive Jugendarbeit
Der NEW Real Talk dient als Triebfeder für die Gemeinden des Landkreises, jungen Menschen in ihrer Kommune eine aktive Rolle in der Zukunftsgestaltung zu ermöglichen. In diesem Sinne kooperieren auch die ILE-Region Vierstädtedreieck, der Kreisjugendring, die Kommunale Jugendarbeit und die Organisation „Neustadt lebt Demokratie“ mit den Gemeinden. Im Nachgang zu den Workshops helfen die Organisationen mit, Ideen aus den Real Talks weiterzuentwickeln.
Indoor-Arena in Thurndorf?
Der öffentliche Teil der Ratssitzung endete mit dem sogenannten gemeindlichen Einvernehmen für einen Antrag auf Nutzungsänderung einer Lagerhalle in Thurndorf in eine Freizeit- und Sportanlage. Aufgeteilt auf drei Arenaplätze plant ein Thurndorfer Unternehmer eine Indoor-Sportanlage für Laserspiele (Lasertag) auf einer Fläche von zirka 800 Quadratmetern.
Herausfordernder Winterdienst
„Gute Arbeit“ bescheinigte Alexander Schatz dem Gemeindebauhof für die Winterdiensteinsätze. Für Hauptamtsleiter Matthias Kroher war der Moment, im niederschlagsreichen Winter an die Winterdienstpflichten der Grundstückseigentümer zu erinnern. Zu den Sicherungsarbeiten gehören: Gehbahnen von Schnee zu räumen und bei Schnee und Eisglätte mit geeignetem Material zu bestreuen oder das Eis zu entfernen. Kroher wünschte sich mehr Gemeinschafts- und Sicherheitsdenken. Eine Aufforderung, die wegen der vielen herausfordernden Einsätze des Bauhofes auch Bauhofleiter Jürgen Adelhardt bekräftigte.




