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Markus Söder und die Weißwürste

Grafenwöhr. 4.000 Paar Weißwürste, Brezen und 600 Kilogramm Obatzdn ließ Ministerpräsident Markus Söder in den Verpflegungszelten auf dem
Truppenübungsplatz Grafenwöhr für die US-Soldaten auftischen.

Markus Söder und die Weißwürste

Bayerische Weißwürste vom Ministerpräsidenten selbst aufgetischt. Foto: Gerald Morgenstern
Nach getaner Arbeit ließ sich Söder selbst die Weißwürste schmecken. Foto: Gerald Morgenstern
Ein M1 Kampfpanzer Abrams und Ausrüstung wurde dem Ministerpräsidenten im Motorpark vorgestellt. Foto: Gerald Morgenstern
Einen Informationsaustausch führte Markus Söder mit Viersterne-General James C. McConville (rechts), der von den US-Truppen in Polen nach Grafenwöhr kam. Foto: Gerald Morgenstern
Antreten zur Essensausgabe. Foto: Gerald Morgenstern
Bürgermeister Edgar Knobloch überreichte ein Dankeschild und Süßigkeiten aus Berlin an Ministerpräsident Markus Söder. Rechts auf dem Bild Brigadegeneral Joseph Hilbert. Foto: Gerald Morgenstern

Neben dem bayerischen Willkommens-Frühstück und Süßigkeiten aus Berlin gab Markus Söder auch ein klares Bekenntnis zur Einigkeit und Entschlossenheit in der US-Partnerschaft und der NATO. Beim Eintreffen der ersten Soldatinnen und Soldaten auf dem Nürnberger Flughafen hatte der Ministerpräsident das große Weißwurstfrühstück versprochen. Nicht schlecht staunten die Männer und Frauen der der 1st Armored Brigade Combat Team der 3rd Infantry Division aus Fort Stewart im US-Bundestaat Georgia, als der „Prime Minister of the Freestate of Bavaria“ selbst am Essenstresen stand.

Nur das Weißbier hat gefehlt

„Es fehlt eigentlich nur das Weißbier, doch da hatten ihre Generäle etwas dagegen“, scherzte Söder bei seiner Ansprache. Er dankte der US-Armee für ihren Einsatz, für ihre Entschlossenheit und Partnerschaft. „Sie verteidigen den Frieden und Freiheit in der Welt“ so Söder. Mit an den Tischen saßen die Bürgermeister der Garnisonsstädte Grafenwöhr und Vilseck, Edgar Knobloch und Hans Martin Schärtl sowie weitere Kollegen, stellvertretender Landrat Albert Nickl und Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger.

Die Politiker suchten das Gespräch mit den Soldaten und gaben ihnen zusätzlich zum zweiseitigen Informationsblatt zur Weißwursttradition die Anleitung zum „Zuzeln“ der bayerischen Schmankerl. In einem Kraftakt wurden die 8000 Weißwürste in der Grafenwöhrer Wurstfabrik Gugel frisch produziert, aus einer Weidener Bäckerei kamen die Brezen.

„Süßes aus Berlin“

„Danke für ihren Schutz“ stand auf dem Schild, das Bürgermeister Edgar Knobloch zusammen mit einer Kiste Schokoriegel im Handgepäck hatte. Ein Berliner hatte von den in Grafenwöhr eingetroffenen US-Soldaten und vom Weißwurstfrühstück mit dem Ministerpräsidenten erfahren. Aus Freude über das Engagement der amerikanischen Soldaten setzte er sich kurzerhand ins Auto und brachte die Süßigkeiten und das Schild nach Grafenwöhr. Als der Berliner an der Wache scheiterte, überreichte Knobloch das Geschenk.

Kampfpanzer erläutert

Den Besuch nutzte Markus Söder auch zu einem kurzen Informationsaustausch mit General James C. McConville, dem Chief of Staff of the Army. Der oberste Heeressoldat der US-Army kam direkt von den in Polen stationierten US-Truppen nach Grafenwöhr. Die nun in den
Grafenwöhr-Camps untergebrachten Soldaten sind hier, um die Nato-Ostflanke zu stärken. Aus den Depots in Europa werden nach und nach Panzer und Material angeliefert. Auf dem Motorpark 26 ließen sich Ministerpräsident Söder und die Kommunalpolitiker, begleitet vom Kommandeur des 7. US-Armee-Ausbildungskommandos, Brigadegeneral Joseph Hilbert, einen Kampfpanzer M1 Abrams erläutern.

Bekenntnis zu starker Bundeswehr

Markus Söder stellte auch hier die enge Verbundenheit von Bayern zur US-Armee seit 65 Jahren heraus. „Die größten Landstreitkräfte der US-Armee sind bei uns. In Grafenwöhr finden jetzt die größten Manöver seit Jahrzehnten statt, weil es die Wehrhaftigkeit und Entschlossenheit der NATO und des Westens zeigt“, so Söder. Durch den Ukrainekrieg und das Leid dort sei ein Paradigmenwechsel in der deutschen Sicherheitspolitik erfolgt, bekannte sich Söder auch zur besseren Ausstattung der Bundeswehr: „Ohne eine starke, robuste und stabile Bundeswehr und ohne Partnerschaft in der NATO kann Freiheit und Demokratie nicht gewährleistet werden“, sagte Söder.

Spedition Wagner
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Hilfe für Flüchtlinge wichtig

Als wichtig bezeichnete der Ministerpräsident auch die Hilfe, Integration und Unterbringung der Flüchtlinge. Abschließend wohnte Söder noch einem Artillerieschießen auf dem Truppenübungsplatz bei.