Mehrheit für Amtsinhaber Meier bei U18-Wahl in Neustadt

Mehrheit für Amtsinhaber Meier bei U18-Wahl in Neustadt
Ergebnisse der U18-Kommunalwahl im Landkreis Neustadt/WN. In den zehn Wahllokalen im Landkreis geben fast 1.390 Jugendliche ihre Stimme ab.
Mobile Wahllokale touren durch den Landkreis
Neustadt, 27. Februar 2026 – Zwischen dem 23. und 27. Februar haben rund 1.390 Jugendliche im Landkreis NEW ihre Stimme bei der U18-Kommunalwahl abgegeben. Der Kreisjugendring tourte mit einem mobilen Wahllokal durch den Landkreis und baute an zehn Stationen ein Wahllokal auf, wie es auch die Erwachsenen am 8. März antreffen werden. Die Jugendlichen konnten den Kreistag und den Landrat wählen.
Die Ergebnisse stehen nach Auszählung aller Stimmen fest: Als Landrat wünschen sich die Jugendlichen mit 53,11 % der gültigen Stimmen den Amtsinhaber Andreas Meier. Es folgen Rebekka Fischer mit 18,32 % und, dicht dahinter, Tino Bayer mit 17,29 %. Achtbar hielt sich auch der Kandidat der Linken, Simon Escher-Herzog, mit 11,28 %.
Jugendliche interessieren sich für Politik – mehr Demokratiebildung gefordert
„Die U18-Kommunalwahl zeigt einmal mehr: Kinder und Jugendliche interessieren sich für Politik und wollen ihre Meinung vertreten“, erklärt Martin Neumann, Geschäftsführer des Kreisjugendrings Neustadt. „Schon die große Zahl an Teilnehmenden signalisiert das politische Interesse der jungen Menschen. Dieses Interesse aufzunehmen und die Bedürfnisse der Jugendlichen zu vertreten, ist Aufgabe der Gewählten im Landkreis NEW“, ergänzte Arno Speiser von der Koordinierungs- und Fachstelle „Neustadt lebt Demokratie!“ die Ausführungen von Martin Neumann. Um dieses generelle Interesse an Politik nicht den sozialen Medien allein zu überlassen, fordert Speiser zudem deutlich verstärkte Anstrengungen im Bereich der Demokratiebildung und der Vermittlung von demokratischen Werten. „Die Verantwortlichen müssen erkennen, dass die „politische Sozialisation“ junger Menschen heutzutage vorwiegend über die sozialen Medien passiert, und daher sollte dieses Feld nicht einzelnen Parteien überlassen werden.“
Kreistag-Ergebnis der U18-Wahl im Überblick
Auch den Kreistag konnten die Jugendlichen wählen. „Allerdings sind diese Ergebnisse nicht mit dem späteren Ausgang der Kommunalwahl zu vergleichen, da die Jugendlichen lediglich die antretenden Parteien wählen konnten und nicht die einzelnen Kandidierenden der Listen. Auch eine Kumulierung, also Stimmenhäufung, war nicht möglich“, erläuterte Neumann die Ergebnisse. Als stärkste Fraktion wünschen sich die Jugendlichen hier die CSU, gefolgt von der AfD, der SPD und nahezu gleichauf die Freien Wähler und „Die Linke“.
Hohe Beteiligung stärkt Forderung nach Absenkung des Wahlalters
Die hohe Beteiligung junger Wählerinnen und Wähler bei der U18-Wahl verleiht der Forderung des Bayerischen Jugendrings (BJR), das Wahlalter zu senken, neues Gewicht. Die Altersgrenze bedeutet eine strukturelle Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen. Der Kreisjugendring hofft, dass die Politik die Bedürfnisse junger Menschen nach der U18-Wahl stärker in ihre Entscheidungen einbezieht.




