Protest in Regensburg und Weiden gegen Kürzungen im Gesundheitswesen
Protest in Regensburg und Weiden gegen Kürzungen im Gesundheitswesen
Protestaktionen in Regensburg und Weiden
Regensburg / Weiden. Mit zwei Fotoaktionen haben Beschäftigte der Medbo in Regensburg und der Kliniken Nordoberpfalz AG (KNO) in Weiden ein deutliches Zeichen gegen die geplanten Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes gesetzt. Unter dem Motto „Lasst uns nicht im Regen stehen!“ versammelten sich die Kolleginnen und Kollegen mit Regenschirmen vor ihren Klinikstandorten, um auf die drohenden Folgen für Beschäftigte, Krankenhäuser und Patientinnen und Patienten aufmerksam zu machen.
Die erste Aktion fand am Mittwoch, 24. Juni, bei der Medbo in Regensburg statt. Die zweite folgte am Donnerstag, 25. Juni, bei der Kliniken Nordoberpfalz AG in Weiden.
Symbolisches Zeichen gegen politische Entscheidungen
Mit ihren Regenschirmen machten die Beschäftigten symbolisch deutlich, dass sie nicht bereit sind, die Folgen politischer Entscheidungen allein zu tragen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen die Gefahr, dass die geplanten gesetzlichen Änderungen den wirtschaftlichen Druck auf die Krankenhäuser weiter erhöhen und notwendige Investitionen in Personal, Arbeitsbedingungen und Patientenversorgung erschweren.
Besonders bemerkenswert war das Engagement einer Kollegin, die eigens aus ihrem Frei zur Aktion gekommen war. Sie richtete einen eindringlichen Appell an ihre Kolleginnen und Kollegen:
„Wir müssen jetzt alle aufwachen. Diese Gesetzesänderungen betreffen uns alle. Nur wenn die Beschäftigten zusammenstehen und gemeinsam ihre Stimme erheben, können wir verhindern, dass sich die Situation in den Krankenhäusern weiter verschlechtert.“
Sorge um die Krankenhausversorgung
Während bei der KNO eine gemeinsame Stellungnahme mit der Klinikleitung nicht zustande kam, lag dies bei der Medbo insbesondere an der sehr kurzfristigen Organisation der Aktion. Die Beschäftigten sind dennoch überzeugt, dass die geplanten Kürzungen und Gesetzesänderungen eine Herausforderung für das gesamte Gesundheitswesen darstellen und daher nur gemeinsam erfolgreich verhindert werden können.
„Die geplanten Kürzungen treffen nicht nur die Beschäftigten, sondern die Krankenhäuser insgesamt und letztlich auch die Patientinnen und Patienten“, erklärt Michael Leidenberger, zuständiger Gewerkschaftssekretär im Bereich Gesundheit in der Oberpfalz. „Deshalb braucht es ein gemeinsames Signal aller Beteiligten und eine klare politische Kurskorrektur.“
„Die geplanten Kürzungen treffen nicht nur die Beschäftigten, sondern die Krankenhäuser insgesamt und letztlich auch die Patientinnen und Patienten“, erklärt Michael Leidenberger, zuständiger Gewerkschaftssekretär von ver.di für den Gesundheitsbereich in der Oberpfalz.
Forderungen der Beschäftigten und von ver.di
„Wer eine gute Gesundheitsversorgung sichern will, muss die Krankenhäuser und ihre Beschäftigten stärken. Deshalb fordern die Beschäftigten gemeinsam mit ver.di:
- den Stopp des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes
- die vollständige Refinanzierung aller Tarifsteigerungen
- faire Bezahlung für die Beschäftigten
- gute Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern
- eine hochwertige und verlässliche Patientenversorgung
Die Aktionen in Regensburg und Weiden zeigen: Die Sorge um die Zukunft der Krankenhausversorgung ist groß. Gleichzeitig wächst die Bereitschaft der Beschäftigten, sich gemeinsam mit ver.di für ihre Interessen und für eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten einzusetzen.
Weitere Aktionen geplant
Für den 8. Juli sind bereits weitere Aktionen im Gesundheitswesen angekündigt. Welche Aktionen konkret vor Ort geplant werden, erfahren Beschäftigte bei ver.di Oberpfalz. Alle Kolleginnen und Kollegen sind aufgerufen, sich zu informieren, sich zu beteiligen und gemeinsam ein deutliches Zeichen für eine starke Gesundheitsversorgung zu setzen.
„Lasst uns nicht im Regen stehen!“ – dieser Appell richtet sich an die politisch Verantwortlichen, die notwendigen finanziellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Krankenhauslandschaft zu schaffen.
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