Stadtrat setzt auf KEWOG für Nahwärme in Pleystein

Stadtrat setzt auf KEWOG für Nahwärme in Pleystein
Mit der Kommunalen Wärmeplanung ist das so eine Sache. Da besteht nach dem Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz – WPG) – in Kraft seit 1. Januar 2024 – einerseits die Verpflichtung der Bundesländer zur Sicherstellung, dass ihre Gemeinden bis 2028 einen Wärmeplan erstellen müssen. Verpflichtet zum Bau sind die Kommunen aber nicht.
Diskussion um Nahwärmenetz in Pleystein
Und so geht es auch in Pleystein um den Aufbau eines Nahwärmenetzes. „Der Stadtrat hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Thema befasst“, blickte Bürgermeister Rainer Rewitzer in der Sitzung am Dienstag, 24. März, zurück und sprach von interessanten Eindrücken bei den Gesprächen. Wie soll das Vorhaben aber nun auf den Weg gebracht und umgesetzt werden? Diese Frage stand bei den Ratsmitgliedern im Mittelpunkt.
GmbH & Co. KG als favorisiertes Modell mit KEWOG
Als Favorit stellte sich bei der Aussprache die Gründung einer GmbH & Co. KG heraus. „Das ist die bessere Form“, brachte es bereits Werner Rieß (FWG/SPD) auf den Punkt und bezeichnete die ins Spiel gebrachte KEWOG Kommunale Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH in Tirschenreuth als guten Partner. „Da sind wir sicher gut beraten“, pflichtete ihm unter anderem Bernd Piehler (CSU) bei.
Am Ende stand der einstimmige Beschluss, dass die KEWOG der Stadt einen Vertragsentwurf zusenden soll. „Dann werden wir weitersehen“, sagte der Bürgermeister.
Baugenehmigung in der Miesbrunner Straße
Keine Einwände hatte der Stadtrat gegen den Antrag auf Baugenehmigung zum Umbau eines Wohnhauses und Neubau einer Garage mit Nebengebäude in der Miesbrunner Straße. „Alle Nachbarn haben unterschrieben“, informierte Rewitzer.
Zustimmung gab es auch zum Jahresbetriebsplan für den 240 Hektar umfassenden Körperschaftswald. Diesen hatte Diplom-Forstingenieur Andreas Eiser erstellt und ein Plus von 152.318,38 Euro errechnet.
„Legendäre Beachparty“ im Freizeitzentrum geplant
Wieder ins Leben rufen möchten Quirin und Valentin Sax die von ihnen bezeichnete „legendäre Beachparty“ im Pleysteiner Freizeitzentrum. „Das soll in Zusammenarbeit mit dem Freibad-Förderverein geschehen“, ließ Rewitzer wissen. Über die Bühne gehen soll die Veranstaltung am 6. Juni ab 21 Uhr auf der nordwestlichen Seite der Liegewiese.
„Bei den Sax-Brüdern ist alles in guten Händen“, war der Rathauschef überzeugt. Die Verwaltung wird daher eine Nutzungsvereinbarung ausarbeiten, die dann im Stadtrat behandelt wird.
Feuerwehr: Kommandanten bestätigt
„Kreisbrandrat Marco Saller hat keine Bedenken und zugestimmt“, sagte Rewitzer zu den Wahlen der Kommandanten der Feuerwehren Burkhardsrieth und Vöslesrieth. Also bestätigte das Kommunalgremium die Burkhardsriether Johannes Siller und Wolfgang Landgraf sowie die Vöslesriether Gerald Stahl und Christian Lohr.
Fast ausschließlich um „haushaltstechnische Sachen“ ging es bei den über- und außerplanmäßigen Ausgaben, die im Haushaltsjahr 2025 angefallen waren. Laut Günter Gschwindler hatte die Staatliche Rechnungsprüfungsstelle des Landratsamtes Neustadt/WN die Umbuchungen gefordert. Der Geschäftsleiter sprach dabei von einer „erheblichen Mehrarbeit“ der Verwaltung. Unter anderem wies er darauf hin, „dass weniger Kassenkredit als geplant in Anspruch genommen worden ist“.
Defibrillatoren: Ersatzbeschaffung und Finanzierung
Bei der Ersatzbeschaffung von Defibrillatoren blickte der Bürgermeister auf die Initiative des früheren Stadtratsmitglieds Dr. Hans-E. Kirschsieper zurück und sagte, „dass die Geräte ins Alter gekommen und nicht mehr einsatzfähig sind“. Rewitzer sprach zwar von keiner kommunalen Pflichtaufgabe, hielt aber wie alle im Stadtrat Defibrillatoren für sehr wichtig.
Während sich Johann Kick (CSU) vorstellen konnte, neue Geräte eventuell aus dem Gewinn des Bürgerfestes zu finanzieren, brachte Josef Windirsch (CSU) Sponsoren ins Spiel. „Wenn wir die Kosten in den Haushaltsplan reinstellen und dann Sponsoren suchen, könnten wir schon mal starten“, schlug Verena Künzl (FWG/SPD) vor und sprach von einem „Zeitproblem“. Das war auch im Sinne von Thomas Gallitzendörfer (CSU). Und so stand die Entscheidung, das Thema in die Etatberatungen aufzunehmen und einen Spendenaufruf zu starten.




