Stichwahl in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN: In diesen Orten wird es spannend

Stichwahl in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN: In diesen Orten wird es spannend
Weiden: das „Rematch“
In Weiden tritt der amtierende Oberbürgermeister Jens Meyer (SPD) gegen CSU-Herausforderer Benjamin Zeitler an. Damit kommt es erneut zu einem direkten Duell zwischen denselben Kandidaten wie bereits bei der Wahl im Jahr 2020. Im ersten Wahlgang lag Zeitler mit rund 42,8 Prozent der Stimmen deutlich vor Meyer, der etwa 24,4 Prozent erreichte.
Link auf Ergebnisse
Die Ergebnisse der OB-Wahl in Weiden. Link zur Stichwahl folgt.
Interessant: 2020 hatte Meyer im ersten Wahlgang 42,8 Prozent erreicht, Zeitler lag mit 42,1 knapp dahinter. In der Stichwahl konnte sich Meyer mit 51,3 Prozent gegen Zeitler (48,7) durchsetzen. Die aktuelle Situation ist offen, aber mit leichtem Vorteil für Zeitler: Vier Listen (Bürgerliste, Junge Liste, FDP und Freie Wähler) haben sich in den letzten anderthalb Wochen für den CSU-Kandidaten stark gemacht. Für Amtsinhaber Jens Meyer haben sich der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen sowie die Linke ausgesprochen, die künftig mit Robyn Arnold im Stadtrat vertreten ist. Die AfD (künftig sechs Stadträte) gibt keine Empfehlung ab.
Am Sonntag werden die Ergebnisse im Sitzungssaal im Neuen Rathaus eingespielt. Die Auszählung beginnt um 18 Uhr, mit einem Ergebnis ist unter einer halben Stunde zu rechnen. Die CSU hat öffentlich zu ihrem Wahlabend in den Postkeller-Saal eingeladen, wo Zeitler nach 18 Uhr erwartet wird. Die SPD trifft sich unweit davon in der Almrausch-Hütte in der Leuchtenberger Straße.
Künftige Sitzverteilung im Stadtrat Weiden
- CSU: 13 Sitze
- SPD: 7 Sitze
- AfD: 6 Sitze
- Bürgerliste: 4 Sitze
- Grüne: 3 Sitze
- JU: 3 Sitze
- FDP: 2 Sitze
- Freie Wähler: 1 Sitz
- Die Linke: 1 Sitz
Neustadt/WN: das Kopf-an-Kopf-Rennen
Superspannend wird der Wahlabend in der Kreisstadt Neustadt/WN. Hier treffen Amtsinhaber Bürgermeister Sebastian Giering (SPD) und CSU-Herausforderin Tanja Kippes aufeinander. Im ersten Wahlgang lagen sie denkbar knapp auseinander: Giering erreichte 43,6 Prozent der Stimmen, Tanja Kippes 42,3 Prozent. Der Abstand zwischen beiden betrug lediglich 40 Stimmen beziehungsweise rund 1,3 Prozentpunkte.
Hinter den beiden führenden Kandidaten folgten weitere Bewerber mit deutlichem Abstand: Stefan Hausdorf (Bürgerdialog Neustadt) kam auf etwa 7,4 Prozent und Bernhard Thöresz (Freie Wähler) auf rund 6,7 Prozent. Insgesamt sind in Neustadt/WN 4.466 Bürger wahlberechtigt. Die Ausgangslage für die Stichwahl ist damit völlig offen: Entscheidend wird sein, wie sich die Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten im zweiten Wahlgang entscheiden.
Blick zurück: 2020 hatte Sebastian Dippold (inzwischen verheiratet) im ersten Wahlgang 48,6 Prozent erreicht, Armin Aichinger von der CSU kam auf 45,6 Prozent. In der Stichwahl setzte sich Dippold mit 50,8 Prozent der Stimmen knapp gegen Aichinger durch (49,2). Die Entscheidung war eines der engsten Ergebnisse im Landkreis, wobei die Stichwahl überwiegend per Briefwahl stattfand, bedingt durch die Corona-Pandemie.
Etzenricht: Wen wählen die SPD-Anhänger?
Am Sonntag fällt auch in Etzenricht die Entscheidung um das Bürgermeisteramt. In der Stichwahl treten Amtsinhaber Martin Schregelmann (CSU) und Herausforderer Thomas Beutner (UPW) gegeneinander an. Im ersten Wahlgang erreichte Schregelmann 42,1 Prozent der Stimmen, Beutner 29,4.
Die ausgeschiedenen Bewerber Monika Waldeck (SPD) und Gerd Scharl (Künstler und Landwirt) hatten 201 bzw. 84 Stimmen auf sich vereint. Diese Stimmen stellen fast 30 Prozent der Gesamt-Stimmen. Es wird spannend, für wen sich diese Wähler jetzt entscheiden. Bei einer Wahlbeteiligung von 81,2 Prozent hatten in Etzenricht von 1.253 Wahlberechtigten insgesamt 1.018 ihre Stimme abgegeben.
Pleystein: CSU-Kandidat überraschend in Stichwahl
Seit eh und je hat Pleystein einen CSU-Bürgermeister, zuletzt Rainer Rewitzer (und davor Johann Walbrunn und Willi Reil). Rewitzer trat dieses Mal nicht mehr an. Kandidat für die Nachfolge ist für die CSU Christoph Müllhofer.
Phasenweise lag Müllhofer nach dem ersten Wahlgang bei über 50 Prozent, am Ende nordete er bei 48,8 Prozent ein und muss damit in die Stichwahl. Herausforderer ist Werner Rieß (SPD), der 41,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinte. David Wandzioch (FWG) vereinte 9,5 % der Stimmen. Mit dieser Ausgangslage gehen Müllhofer und Rieß in die Stichwahl.
Müllhofer, 35 Jahre alt, ist CSU-Ortsvorsitzender, im Stadtrat aktiv und lokal stark vernetzt. Rieß, 59, bringt zwölf Jahre kommunalpolitische Erfahrung und als Wirt der „Böhmischen Stubn“ viele Kontakte mit.












