Ver.di-Senioren in der Oberpfalz lehnen Sozialpläne der Koalition ab

Ver.di-Senioren in der Oberpfalz lehnen Sozialpläne der Koalition ab
Ärger breitet sich aus: Regierungsvorhaben in der Sozialversicherung abgelehnt. Auch bei der Monatsversammlung der Senioren in ver.di bei Post, Telekom und Logistik lag der Schwerpunkt der Information und Diskussion auf den Auswirkungen der Koalitionsbeschlüsse auf die sozialen Sicherungssysteme.
Kritik an Koalitionsplänen und Sozialversicherung
Im Fokus standen: spätere Rente, teurere Gesundheit und Pflege, Angriffe auf Tarifverträge – besonders auf den Acht-Stunden-Arbeitstag – sowie Rückschritte bei der Arbeitsunfähigkeit.
Auf Details ging der Vorsitzende der ver.di-Senioren Oberpfalz, Manfred Haberzeth, ein. Länger arbeiten und später in Rente gehen, stehen am Ausgangspunkt gewaltiger Umwälzungen am Arbeitsmarkt. Gerade Konzerne haben die Sicherungssysteme gerne für die Frühverrentung genutzt. Genauso wichtig war die Flexibilität bei Umbrüchen mithilfe der Regelungen zur Kurzarbeit.
Belastungsverteilung und Beitragsgrenzen im Fokus
„Gleiche Belastungen sind nicht in Sicht“, so Haberzeth. Am deutlichsten erkennbar ist dies bei den Beitragsgrenzen zur Sozialversicherung. Produktivitätssteigerungen durch technische Veränderungen sind schon da, aber die Verteilung der Ergebnisse hinkt hinterher. Die Krisen zeigen immer das gleiche Bild: Reiche werden reicher und Arme ärmer.
Die Akrobatik mit der Aktienrente hilft weder den rentennahen Arbeitnehmern noch denen in ferner Zukunft. Auch die Steuerreform bietet nur wenig Erhellendes. Deshalb rufen die Gewerkschaften zum Protest auf. Gelegenheit besteht dafür am 26. September 2026 in Nürnberg. Anmeldungen sind ab sofort bei den Gewerkschaften möglich. Die Diskussion zeigte deutlich die Unzufriedenheit mit der Belastungsverteilung.
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