Zwischen Parkplatz und Postkeller – Stadtkapelle trifft den richtigen Ton
Zwischen Parkplatz und Postkeller – Stadtkapelle trifft den richtigen Ton
Wahlabend in Weiden in der Oberpfalz. Und mittendrin eine Kapelle, die vor allem eines brauchte: Geduld. Denn während sich die Lager von Herausforderer Dr. Benjamin Zeitler und Amtsinhaber Jens Meyer für ihre Wahlpartys in der Leuchtenberger Straße nur knapp 300 Meter voneinander entfernt in Stellung brachten – die Christsozialen im Postkellersaal, die Genossen in der „Almhütt’n“ – war noch unklar, wohin der musikalische Triumphzug überhaupt gehen sollte.
Beim TC Postkeller zwischengeparkt
Die Lösung der Weidener Stadtkapelle war so einfach wie schwierig: Weder oben noch unten, sondern genau dazwischen. Wie aus Kreisen der Kapelle zu erfahren war, warteten die Musiker auf dem Parkplatz des TC Postkellers, aber ohne klare Marschrichtung. Während in den beiden Partylagern die Spannung stieg und vermutlich jede Hochrechnung intensiver diskutiert wurde als die Tonart eines Marsches, hielten die Musiker ihre Instrumente bereit. „Wir wussten nicht, wer gewinnt“, hieß es knapp. Also stellte man sich dorthin, wo man im Zweifel schnell in beide Richtungen aufbrechen konnte.
Zielstrebig bergauf zum Postkellersaal
Ein Bild, das fast sinnbildlich für diesen Abend stand: Das war Demokratie im Schwebezustand. Erst mit dem Ergebnis kam Bewegung in die Sache. Kaum war klar, dass Zeitler das Rennen gemacht hatte, setzte sich die Kapelle in Gang: Zielstrebig bergauf zum Postkellersaal. Dort wartete man dann gemeinsam mit den CSU-Anhängern auf den neuen Oberbürgermeister.
Sicher im Takt
Und dann wurde gespielt. Der Defiliermarsch erklang. Sicher im Takt, klar im Ziel. Kein Zögern mehr, kein Abwarten. Jetzt war klar, wer den Takt vorgibt. Die Musiker spielten, als hätten sie nie woanders stehen wollen als genau hier.


