Der Wurm ist drin: Blue Devils kassieren in Bad Nauheim absolut unnötige Niederlage
Der Wurm ist drin: Blue Devils kassieren in Bad Nauheim absolut unnötige Niederlage
DEL 2, 33. Spieltag
EC Bad Nauheim – Blue Devils Weiden 3:2 (0:0, 1:0, 1:2, 1:0) n. V.
Tore: 22. Kaiser 1:0, 42. Min Noah Samanski (Alex-Olivier Voyer, Dominic Bohac) 1:1, 48. Luca Gläser (ohne Vorarbeit) 1:2, 60. Min. Kose 2:2, 61. Min. Koch 3:2. – Strafminuten: Bad Nauheim: 6, Weiden: 8. – Zuschauer: 1741 (Minuskulisse). – Es ist zum Haareraufen: In der achten Verlängerung kassierten die Blue Devils die siebte Niederlage. Es war ein Spiel, das man nie und nimmer verlieren darf. Aber wenn man die Seuche an der Kelle hat, kommt auch noch Pech dazu. 32 Sekunden vor der Schlusssirene kassierte Weiden, das mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt gegen Kaufbeuren antrat, den Ausgleich und nach 26 Sekunden der Verlängerung das entscheidende 3:2.
Merkwürdiges Spiel
Die Zuschauer sahen ein abwechslungsreiches, aber lange auch recht merkwürdiges Spiel mit zahlreichen technischen Fehlern und wenig Struktur. Kuriose Szenen wechselten sich mit vielen Scheibenverlusten auf beiden Seiten ab, und es gab kaum herausgespielte Torchancen. Etwas zielstrebiger agierten nach etwa zehn Minuten die Blue Devils, die sich in Person von Noah Samanski und Fabian Voith gute Möglichkeiten erarbeiteten, aber jeweils an Nauheims „bösem Buben“, Goalie Gerry Kuhn, scheiterten.
Slapstick dann in der 15. Minute bei angezeigter Strafe gegen Weiden: Ein Spieler der Gastgeber traf versehentlich ins eigene, leere Tor. Doch nach Überprüfung annullierten die Schiedsrichter den Treffer, weil noch ein Gästeakteur am Puck gewesen sein soll. Eine höchst umstrittene Szene. Viel Glück für Bad Nauheim, das wenig später auch die Buchwieser-Truppe bei einem Pfostentreffer von Zimmermann in Anspruch nehmen musste. Danach hatte Bad Nauheim Pech, als innerhalb weniger Sekunden mit Zimmermann und Knipp gleich zwei Spieler verletzt vom Eis mussten.
Chancenwucher der Blue Devils
Nach dem Wechsel kamen die Gastgeber zunächst etwas wacher aus der Kabine, ohne aber restlos zu überzeugen. Dennoch gingen sie durch einen überlegten Schuss von Kaiser in Führung. Die Devils antworteten mit wütenden Angriffen, doch erneut wurde das große Manko der Gäste deutlich: Sie machen einfach zu wenig aus ihren Chancen. Reihenweise scheiterte man am EC-Goalie oder vergab teilweise kläglich. Die besten Gelegenheiten versiebten Alex-Olivier Voyer und Fabian Ribnitzky aus bester Position. 14:5 Torschüsse zugunsten der Blue Devils verdeutlichen deren mangelnde Effektivität.
Der letzte Abschnitt gehörte lange Zeit den Gäste, doch was sie erneut für Gelegenheiten versiebten, ging schon nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Noah Samasnski brach nach herrlichem Pass von Voyer mit dem Ausgleich den Bann und als Goldhelm Gläser einen Konter zum 2:1 nutzte, waren drei Punkte zum Greifen nahe. Auch weil die Gastgeber bis dahin erstaunlich harmlos blieben und die Devils kaum vor größere Probleme stellten. Im Gegenteil: Tyler Ward, dem man seine Verletzungspause deutlich anmerkte, und Ribnitzky vergaben sogenannte Hundertprozentige. Das sollte sich rächen: Als Nauheim den Gaolie vom Eis nahm, machten sie den glücklichen Ausgleich und retteten sich in die Verlängerung.
Am Sonntag erwarten die Blue Devils den EV Landshut, der in Krefeld eine 3:6-Schlappe kassierte. Vielleicht nutzen die Gastgeber dann ja ihre Chancen konsequenter als in den vergangenen Spielen und überraschen ihre Fans mit einem Erfolgserlebnis.




