Blue Devils belohnen sich beim starken Auswärtsspiel in Landhut

Blue Devils belohnen sich beim starken Auswärtsspiel in Landhut
DEL 2, 20. Spieltag
EV Landhut – Blue Devils Weiden 2:3 (0:0, 2:0, 0:3)
In der VR-Bank Landshut Arena trafen der EV Landshut und die Blue Devils Weiden aufeinander. Uwe Krupps Team ging mit formstarker Offensive und Heimstärke in die Partie. Bei den Gästen fehlte Tyler Ward weiter verletzt. Zudem trat Weiden als Außenseiter nur mit drei Reihen an. Auch Nick Jermain fehlte nach dem Foul am Freitag erneut verletzt. Coach Sebastian Buchwieser blickte dennoch positiv auf das Duell: “Ich freue mich auf die Begegnung.” Seine Einschätzung zur Aufgabe blieb aber vor dem Spiel klar: “Landshut ist zu Haus fast nicht zu schlagen”. Die Vorzeichen schienen also klar zu sein.
Tempo von Beginn an und beide Torhüter im Fokus
Die Landshuter setzten gleich in der ersten Minute ein Zeichen und erspielten sich zwei aussichtsreiche Abschlüsse. Weiden versteckte sich nicht und suchte sofort den Weg zum Tor. Philipp Dietl im Tor des EVL hielt aufmerksam und entschärfte vorerst alle Weidner Angriffe. Dann ein toller Vorstoß der Niederbayern, bei dem Tor Immo klug auf Elias Lindner legte, der aus dem Rückraum abzog, doch Felix Noack parierte stark.
Anschließend erhöhte der EV Landshut das Tempo und kam zu immer klareren Möglichkeiten, während die Abwehr der Blue Devils Weiden die Null behauptete. Nach 15 Minuten bekam der EVL das erste Überzahlspiel des Abends. Die Gäste aus der Oberpfalz überzeugten aber mit einem starkem Penaltykilling und ließen keinen Torschuss zu. Der junge Noack glänzte mehrfach und die Oberpfälzer nahmen ein verdientes 0:0 mit in die erste Drittelpause.
EVL schlägt doppelt zu, Weiden hält dagegen
Das Mitteldrittel begann furios. Elias Lindner schoss auf Felix Noack, der parierte und wehrt auch gleich noch zwei gefährliche Nachschüsse ab. Im direkten Gegenzug scheiterte Luca Gläser am EVL-Torwart Philipp Dietl. In der 27. Minute fälschte Tommy Muck den Puck mit dem Schlittschuh unglücklich ab, die Scheibe landete bei Trevor Gooch und der traf für den EV Landshut. Vier Minuten später zog Tor Immo von halbrechts unbedrängt ab und nagelte die Scheibe an die Latte, von dort sprang der Puck ins Tor. Hier machte die Weidner Abwehr es dem Schweden im EVL-Trikot zu leicht.
Kurz darauf gerieten Calvin Pokorny und Tobias Schwarz aneinander und beide kassierten zwei Minuten wegen unnötiger Härte. Trotz des 0:2-Rückstands blieben die Blue Devils unbeeindruckt und erarbeitete sich weiter gute Möglichkeiten. Captain Tomas Rubes legte kurz vor dem Drittelende perfekt für Muck auf, doch Dietl wehrte mit der Stockhand ab.
Weiden schlägt im Schlussdrittel zurück
Gleich zu Beginn des Schlussdrittels bekommt Weiden das erste Powerplay und Luca Gläser hämmerte den Puck vom Bully weg nur an den Pfosten. Aber schon im nächsten Angriff setzte Neal Samanski dann Tomas Rubes in Szene, der die Scheibe in den rechten Winkel lupft. Dass die Weidner im Powerplay gefährlich agierten, hatten sie in den vergangenen Partien schon öfter bewiesen. Anschließend erspielten sich Luca Gläser und Constantin Vogt weitere gute Möglichkeiten. Aber Dietl bleibt vorerst weiter der Sieger. Kurz darauf bekam dann Gläser im hohen Slot viel Platz, zog ab und fand die Lücke – nach 47 Minuten jubeln die Blauen Teufel über den Ausgleich.
Zehn Minuten vor Schluss dann die spielentscheidende Szene. Constantin Vogt schnappte sich den Puck aus der Luft und versenkte unhaltbar für Philipp Dietl – Weiden drehte den 2:0-Rückstand in eine 2:3-Führung- unglaublich. Kurz darauf kassierte Georg Thal wegen hohen Stocks eine Strafe und es wurde nochmal eng für die Weidner. Im Überzahlspiel ließ der EVL die Scheibe gut laufen, doch die Oberpfälzer überstanden die Druckphase schadlos. In den Schlussminuten agierte Weiden clever gegen die wild anlaufenden Niederbayern. Exakt 2:20 Minuten vor Ende zog Landshut den Torhüter und setzte alles auf eine Karte. Tor Immo traf jedoch erneut nur den Pfosten. Die Blue Devils verteidigten mit Mann und Maus und retteten die Führung über die Zeit.
Fazit zum Spiel
Im Schlussabschnitt legten die Blue Devils Weiden noch einmal zu und setzten das Zeichen des Abends. Weiden lieferte den Niederbayern einen harten Kampf und nahm hochverdient die drei Zähler aus der Landshut Arena mit. Die vielen mitgereisten Weidner Fans feierten ihr Team zurecht lautstark auf den Rängen. Weiden hat also das, was Coach Buchwieser vor dem Spiel für “fast unmöglich” hielt geschafft – SIEG IN LANDHUT!
Der Blick geht nun auf den kommenden Freitag, wenn die Bietigheim Steelers in der Hans-Schröpf-Arena antreten. Hier haben die Blue Devils noch etwas gutzumachen. Mit dem heutigen Sieg im Rücken sollte das nötige Selbstvertrauen der Oberpfälzer aber auf alle Fälle da sein. Es bleibt die Hoffnung, dass vielleicht auch der eine oder andere Spieler wieder fit ist und das Team der Weidner unterstützen kann.




