Blue Devils Weiden verlieren auch das Sechs-Punkte-Spiel gegen Crimmitschau
Blue Devils Weiden verlieren auch das Sechs-Punkte-Spiel gegen Crimmitschau
DEL 2, 44. Spieltag
Blue Devils Weiden – Eispiraten Crimmitschau 1:2 (0:2, 0:0, 1:0)
Tore: 3. Min. Michel 0;1, 15. Min. Brune 0:2, 59. Min. Dominic Bohac (Cedric Schiemenz) 1:2. – Strafminuten: Weiden: 6. – Crimmitschau: 8. – Zuschauer: 1676. – Die Negativserie der Blue Devils reißt nicht ab. Auch im sogenannten „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den Tabellenzehnten Crimmitschau reichte es erneut nicht für einen Sieg. Den Willen kann man dem Team sicher nicht absprechen, aber spielerisch ist es einfach zu wenig, was die verunsicherte Truppe seit Wochen abliefert.
Gäste klar überlegen
Die Blue Devils begannen unter den Augen des aus den USA angereisten Teampräsidenten Stephan Seeger mit Felix Noack im Tor und dem wieder genesenen Dauerbrenner Tommy Muck. Die Gäste, die mit einem Minikader und nur drei Reihen arg dezimierten Kader angereist waren, bestimmten das Geschehen von der ersten bis zur letzten Minute des ersten Drittels. 17:5 Torschüsse zugunsten der Eispiraten sprechen eine deutliche Sprache. Crimmitschau spielte „einfaches Eishockey“, war schneller, zielstrebiger, ideenreicher und führte hochverdient. Die deutlich verunsicherten und harmlosen Gastgeber wirkten teilweise wie gelähmt und hatten in 20 Minuten nur eine ernsthafte Chance, als Cedric Schiemenz nach schönem Zuspiel von Paul Vinzens recht kläglich vergab.
Blue Devils kommen besser in Fahrt
In der Pause muss Coach Jürgen Rumrich seiner Truppe wohl einigermaßen den Marsch geblasen haben. Denn im zweiten Abschnitt wachten die Blue Devils endlich auf, wirkten bissiger und mutiger. Das bewiesen auch die jetzt 17:7 Torschüsse zugunsten der Gastgeber. Was fehlte, war der Anschlusstreffer. Hier wurde einmal mehr deutlich, dass es dem Team derzeit in erster Linie an einem Vollstrecker mangelt. Sowohl Tyler Ward als auch Goldhelm Alex-Olivier Voyer hatten zwar beste Gelegenheiten, vergaben aber je zweimal in aussichtsreicher Position. Die Gäste konnten sich auf eine sehr aufmerksame Defensive und ihren starken Goalie Kevin Reich verlassen, der sich als schier unüberwindbar erwies.
Im letzten Abschnitt ein ähnliches Bild: Weiden gab alles, konnte sich aber nie so richtig durchsetzen. Zu allem Überfluss vergab man die wenigen Chancen recht kläglich. Das gilt auch für das Powerplayspiel der Devils, in dem man sich kaum echte Gelegenheiten herausspielen konnte. Kurz keimte Hoffnung auf, als Bohac eine Minute vor Schluss das 1:2 bei 6:5-Überzahl (Goalie Noack hatte das Eis für einen sechsten Feldspieler verlassen) gelang. Doch zu mehr reichte es nicht, am Ende musste man eine etwas unglückliche, letztlich aber verdiente Niederlage quittieren.
Am Freitag Krisengipfel in Landshut
Am Freitag geht es für die Blue Devils zum EV Landshut, der derzeit auch eine schwierige Phase durchlebt. Gespannnt darf man sein, wer dann bei den Devils hinter der Bande steht. Die Anwesenheit von Team-Präsident Stephan Seeger lässt vermuten, dass in dieser Frage in den nächsten Tagen eine Entscheidung fällt.


