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Stiftland Dragons fegen den dezimierten Spitzenreiter mit 7:1 vom Eis

Mitterteich. Nach drei Heimniederlagen in Folge stieß der EHC Stiftland-Mitterteich den Bock ausgerechnet gegen den Spitzenreiter um. Man schickte den allerdings nur mit einer Rumpftruppe von zehn Feldspielern angereisten ESC Dorfen mit 7:1 geschlagen nach Hause.

Stiftland Dragons fegen den dezimierten Spitzenreiter mit 7:1 vom Eis

Dieses war der erste Streich: Felix Köbele (25) macht das 1:0. Foto: Ritter von Lehenstein
Nur ein kleiner Schönheitsfehler war das Gegentor zum 3:1. Foto: Ritter von Lehenstein
Gäste-Torfrau Lina Brandstätter flogen die Pucks nur so um die Ohren. Später machte sie Platz für ihre Kollegion Nathalie Wimmer. Foto: Ritter von Lehenstein
Nach seiner im Freitagsspiel erlittenen Platzwunde beobachtete Marius Schmidt (oben, Dritter von links) die Partie von der Tribüne aus. Foto: Ritter von Lehenstein

Eishockey-Landesliga B, 25. Spieltag

EHC Stiftland-Mitterteich – ESC Dorfen 7:1 (3:0, 3:1, 1:0)

Tore: 8. Min. Felix Köbele (Kiril Groz, Lukas Zellner) 1:0, 12. Min. Köbele (Dominik Schopper) 2:0, 19. Min. Zellner (Köbele, Groz) 3:0, 24. Min. Fabio Lauffer 3:1, 29. Min. Köbele (Zellner) 4:1, 30. Min. Florian Rudolph (Jan Wenisch, Tomas Teuchert) 5:1, 37. Min. Joshua Möhwald (Sven Schalamon) 6:1, 49. Min. Köbele (Shorthander 2) 7:1. – Strafminuten: EHC: 16 + 5 + 20 Spieldauer Lukas Hösl. – Zuschauer: 130.

Chance auf Platz 5 ist noch da

Gewinnt der Tabellensiebte gegen den nach regulärer Spielzeit noch ungeschlagenen Spitzenreiter haushoch mit 7:1, spricht man gemeinhin von einer Sensation. Reist der Tabellenführer, dem Platz 1 nicht mehr zu nehmen ist, aber mit nur zehn Feldspielern, ohne seine etatmäßige Nummer 1 und ohne komplette erste Formation an, relativiert sich das Ganze etwas. Dennoch: Über den klaren Sieg dürfen sich die Dragons natürlich trotzdem freuen. Immerhin erhalten die drei Punkte dem EHC die Chance, noch auf Platz 5 zu klettern und damit in den Playoffs „nur“ auf den Vierten der Landesliga Gruppe A (derzeit Pfronten Falcons) zu treffen. Weitere mögliche Gegner wären je nach Platzierung der Dragons der ERC Sonthofen (1.), Wanderers Germering (2.) oder die Lechbruck Flößer (3.).

Felix Köbele wie aufgedreht

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die Dorfener Rumpftruppe stand gegen die Dragons, die nach den drei jüngsten Heimniederlagen einiges gutzumachen hatten, von Beginn an auf verlorenem Posten. Der EHC musste zwar auf seinen „Kopf“ Marius Schmidt verzichten – er musste nach seiner Verletzung im Freitagsspiel mehrfach genäht werden –, doch dafür war Kiril Groz wieder dabei. Insbesondere dem zuletzt etwas glücklosen Torjäger Felix Köbele war deutlich anzumerken, dass er etwas gutmachen wollte. Und das tat er eindrucksvoll: Er war nie zu halten, netzte viermal ein und begeisterte die Zuschauer hauptsächlich bei seinem letzten Treffer an diesem Tag, als er in doppelter Unterzahl die Dorfener schwindlig spielte und den 7:1-Endstand markierte.

Noch zwei Hauptrundenspiele

Jetzt müssen die Dragons noch zwei Spiele in der Hauptrunde bestreiten – am Freitag um 20 Uhr in eigener Halle gegen den Vorletzten EHC Straubing und am Sonntag um 18.30 Uhr das Nachholspiel in Haßfurt – dann geht es in die Playoffs. Alles, was dort noch kommt für den EHC Stiftland, ist eine schöne Zugabe. Mit dem Klassenerhalt hat der Neuling sein großes Ziel Klassenerhalt schon vor Wochen geschafft. Das verdient höchsten Respekt.

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