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Trotz starker Moral: Blue Devils Weiden unterliegen Spitzenreiter Krefeld

Krefeld. Die Blue Devils Weiden lieferten beim Tabellenführer der DEL2 einen kämpferisch starken Auftritt ab, mussten sich am Ende aber mit 7:4 geschlagen geben. In einer von Strafzeiten geprägten Partie zeigten die Oberpfälzer trotz personeller Ausfälle Moral und hielten das Spiel bis in die Schlussphase offen, doch die individuelle Qualität der Krefeld Pinguine gab letztlich den Ausschlag.

Krefeld. Die Blue Devils Weiden lieferten beim Tabellenführer der DEL2 einen kämpferisch starken Auftritt ab, mussten sich am Ende aber mit 7:4 geschlagen geben. In einer von Strafzeiten geprägten Partie zeigten die Oberpfälzer trotz personeller Ausfälle Moral und hielten das Spiel bis in die Schlussphase offen, doch die individuelle Qualität der Krefeld Pinguine gab letztlich den Ausschlag.
Foto: Christian Kaminsky (aus Saison 24/25)

Trotz starker Moral: Blue Devils Weiden unterliegen Spitzenreiter Krefeld

Krefeld Pinguine – Blue Devils Weiden 7:4 (2:1/1:0/4:3)

In Krefeld trafen die Krefeld Pinguine auf die Blue Devils Weiden, zwei Teams mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Während Weiden gegen die Playdowns kämpft, stehen die Krefeld Pinguine an der Spitze der DEL2. Die Blue Devils mussten zudem auf Fabian Ribnitzky (krankheitsbedingt) und Tommy Muck, der sich am Freitag während des Spiels verletzt hatte, verzichten. Dafür konnte Zach Tsekos nach längerer Pause wieder ins Line-up rücken. Im Tor startet bei Weiden erneut Michael McNiven, sein Backup ist heute Conner McLoed. Bei den Gastgebern stand Neuzugang Danny aus den Birken im Tor, während Coach Thomas Popiesch aufgrund einer Sperre für drei Spiele fehlte.

Beide Mannschaften gingen mit Niederlagen vom Freitag in die Partie: Weiden verlor nach Verlängerung, Krefeld im Shootout. Zudem endete die Krefelder Siegesserie nach elf Erfolgen.

Strafen, Videobeweis und 5-gegen-3 prägen den Auftakt

Die Blue Devils Weiden setzten früh in der YAYLA Arena das erste Ausrufezeichen, doch ein Krefelder Verteidiger klärte in der letzten Sekunde. Nach knapp zwei Minuten kassierte Marcel Müller eine Zweiminutenstrafe wegen Stockschlags. Das starke Unterzahlspiel des KEV ließ jedoch kaum Torschüsse zu. Kurz darauf musste Mathew Santos wegen Beinstellens vom Eis, das anschließende Powerplay nutzte Noah Samanski sofort zum 0:1 aus Krefelder Sicht. Krefeld zeigte eine Reaktion und glich in der neunten Minute nach einem individuellen Fehler der Weidener Defensive durch David Cerny zum 1:1 aus.

Es folgten Chancen auf beiden Seiten, ehe in der 14. Minute ein Treffer von Alex-Olivier Voyer nach Videobeweis aberkannt wurde. Direkt im Anschluss handelten sich Constantin Vogt (Beinstellen) und Voyer (Beschimpfung der Offiziellen) je zwei Minuten ein. Krefeld agierte dadurch zwei Minuten lang mit zwei Spielern mehr auf dem Eis. Philip Gogulla nutzte die Überzahlsituation nach rund einer Minute zum 2:1. Den Rest der Strafen konnte Weiden verteidigen. Trotz allem wirkten die Oberpfälzer insgesamt wie die bessere Mannschaft. Eine Minute vor der Sirene folgte nach einem harten Check gegen den Kopf von Fabian Voit eine Handgreiflichkeit zwischen Luis Marusch und Zack Dybowski. Der Krefelder Dybowski erhielt 5 Minuten + Spieldauerstrafe wegen Behinderung. Die Blue Devils vergaben die erste Minute der folgenden Überzahl und es ging mit 2:1 für Krefeld in die Pause.

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Strafzeiten prägen den Mittelabschnitt – KEV erhöht auf 3:1

Weiden startete mit knapp vier Minuten Rest-Überzahl ins zweite Drittel und verbuchte prompt eine gute Chance, doch der Puck strich knapp vorbei. Krefeld verteidigte diszipliniert, sodass die Blue Devils kaum gefährlich werden konnten. Unmittelbar nach Ablauf der Strafe kassierte KEV-Kapitän Alexander Weiß erneut zwei Minuten wegen Stockchecks. Wieder fanden die Oberpfälzer wegen der kompakten Krefelder Defensive nur wenige Abschlüsse. 27 Sekunden vor Ablauf dieser Strafe handelte sich Oliver Mebus zwei Minuten wegen Spielverzögerung ein. Auch in dieser Strafzeit konnten die Blue Devils keine wirklichen Chancen kreieren. So ließen die Blue Devils eine neunminütige Überzahlsituation ungenutzt. Direkt im Anschluss zeigten die Krefelder ihre Qualität: Mathew Santos traf zum 3:1 für die Krefeld Pinguine.

Nach der Pause drückten die von Jürgen Rumrich gecoachten Blue Devils. Zunächst lief Luca Gläser allein aufs Tor, anschließend kam Noah Samanski zu mehreren Möglichkeiten. Kurz darauf kassierte Dominik Bohac jedoch zwei Minuten wegen Hakens, Weiden verteidigte in Unterzahl gut und es ging wieder mit fünf gegen fünf weiter. Wenig später musste Daniel Schwaiger für zwei Minuten wegen Stockschlags vom Eis. Krefeld erspielte sich in dieser Phase einige große Möglichkeiten, brachte die Scheibe aber nicht über die Linie. 22 Sekunden vor der Sirene erhielt Paul Vinzens nochmals zwei Minuten wegen Stockschlags, doch der KEV konnte dies nicht nutzen und nahm das 3:1 mit in die zweite Pause.

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Torreiches Schlussdrittel in der YAYLA Arena

Mit knapp anderthalb Minuten Restüberzahl starteten die Krefeld Pinguine ins Schlussdrittel. Auch in diesem Powerplay erspielten sich die Gastgeber mehrere Chancen, doch die Blue Devils Weiden verteidigten konzentriert. Unmittelbar nach Ablauf der Strafe traf Alex-Olivier Voyer zum 3:2-Anschluss. Die Antwort der Krefelder ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Marcel Müller stellte wenig später den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her und erhöhte auf 4:2. In der 47. Minute verkürzte Tyler Ward auf 4:3. Der Treffer wurde per Videobeweis überprüft und schließlich anerkannt. In der Folge schalteten die Blue Devils offensiv einen Gang höher, setzten sich häufiger im Krefelder Drittel fest und bauten Druck auf.

Zehn Minuten vor dem Ende musste Roope Mäkitalo für zwei Minuten auf die Strafbank. Das nutzte Weiden direkt aus. Mit einem satten Schuss glich Voyer im Powerplay zum 4:4 aus. Die Gäste drängten nun immer wieder tief ins Drittel der Pinguine. Sechs Minuten vor Schluss brachte ausgerechnet der ehemalige Weidener Daniel Bruch die Hausherren mit dem 5:4 erneut in Führung. Anschließend kamen die Krefelder zu weiteren Möglichkeiten, ehe Paul Vinzens nach einem Stockschlag eine Strafe kassierte. Im anschließenden Powerplay erhöhte Mathew Santos auf 6:4.

In den letzten drei Minuten setzten die Blue Devils alles auf eine Karte und nahmen Torhüter Michael McNiven vom Eis. Zwei Minuten vor dem Ende machte Kapitän Alexander Weiß mit einem Treffer ins leere Tor zum 7:4 den Deckel drauf.

Turbolentes Spiel

Bei diesem Spielstand blieb es letztlich: Ein turbulentes Spiel, das vor allem von zahlreichen Strafzeiten geprägt war. Weiden zeigte beim Tabellenführer auswärts ein gutes Spiel und blieb über 60 Minuten konkurrenzfähig, auch wenn es am Ende nicht für Punkte reichte. Nächste Woche steht die nächste schwere Aufgabe vor den Blue Devils. Der Tabellenzweite aus Kassel kommt nach Weiden, ein Team, gegen das Weiden bislang noch kein Spiel gewinnen konnte.

Krefeld Pinguine – Blue Devils Weiden 7:4

Tore:

1:0 Noah Samanski (7.), 1:1 David Cerny (8.), 2:1 Philip Gogulla (15.), 3:1 Mathew Santos (29.), 3:2 Alex-Olivier Voyer (42.), 4:2 Marcel Müller (43.), 4:3 Tyler Ward (46.), 4:4 Alex-Olivier Voyer PP1 (50.), 5:4 Daniel Bruch (54.), 6:4 Mathew Santos PP1 (56.), 7:4 Alexander Weiß EN (58.)

Strafminuten:

39 – 16

Zuschauer:

6360

Highlights zum Spiel