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8000 Cottbusser Fans machen Regensburg zur großen Partymeile

Regensburg. Der FC Energie Cottbus machte mit einem verdienten 1:0-Sieg beim SSV Jahn den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt. Dabei sorgten hauptsächlich die 8000 Gästefans für prächtige Stimmung im Jahn-Stadion.

8000 Cottbusser Fans machen Regensburg zur großen Partymeile

Da sind die Regensburger Kicker beeindruckt: 8000 Cottbus-Fans machten die Partie zu einem Heimspiel für den Zweitligaaufsteiger. Foto: Gatzka / SSV Jahn

Ein Resümee zu Beginn: Der SSV Jahn Regensburg, bei dem es um nichts mehr ging, hat sich bemüht, die Gäste aus der Lausitz, für die nichts weniger als der Aufstieg auf dem Spiel stand, haben ihre Hausaufgaben letztlich souverän gemacht. Weil auch die Konkurrenz patzte, machte der FC Energie den Aufstieg nach neun Jahren letztlich mühelos perfekt. Der SSV Jahn muss sich am Ende mit dem doch recht enttäuschenden 13. Platz zufrieden geben.

Cottbus engagiert, Jahn limitiert

Vielleicht wäre das Spiel anders gelaufen, wäre die Kugel nicht neben, sondern ins Gästetor gegangen, als Hottmann nach vier Minuten den Abschlag von FC-Keeper Funk blockte und für einen gehörigen Schreckmoment bei den fast 8000 mitgereisten Gästefans sorgte. Danach aber wurden die Gäste immer dominanter, beherrschten Ball und Gegner nach Belieben. Nach knapp einer halben Stunde war es dann so weit: Die Nummer 19 des FC, Boziaris, ließ den stimmgewaltigen Gästeblock regelrecht explodieren, als sein Geschoss aus dem Stand aus 16 Metern exakt im Winkel einschlug. Die Truppe von Trainerlegende „Pele“ Wollitz zeigte eindrucksvoll, dass sie an diesem Nachmittag alles klar machen wollte in Sachen Aufstieg. Außer dem Tor standen noch ein Borgmann-Lastenknaller und zwei, drei weitere gute Chancen auf dem Zettel der Gäste. Der SSV Jahn hielt mit seinen limitierten Mitteln zwar tapfer dagegen, blieb aber offensiv vollkommen harmlos.

Das hätte das frühe 1:0 für den SSV Jahn sein können, als Hottmann den Abschlag von FC-Keeper Funk blockte, der Ball aber das Tor knapp verfehlte. Foto: Gatzka/SSV Jahn
Foto: Gatzka/SSV Jahn
Foto: Gatzka/SSV Jahn
Foto: Gatzka/SSV Jahn
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Die Jahn-Fans waren den Cottbusser Anhängern lautstärken- und stimmungsmäßig deutlich unterlegen. Foto: Gatzka/SSV Jahn
Foto: Gatzka/SSV Jahn

Spannung erst in der Schlussphase

40 der 45 Minuten nach dem Wechsel hatten ganz viel von typischem Sommerfußball. Die Gäste agierten nach der Führung nicht mehr so druckvoll, beschränkten sich mehr auf die Defensive. Der SSV Jahn hatte jetzt zwar gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, konnte mit diesem aber nicht viel anfangen. Erst in der Schlussphase kam noch einmal so etwas wie Spannung auf. Daran hatte auch das eingewechselte, erst 16 Jahre alte Jahn-Riesentalent Didzarevic großen Anteil. Zuerst hätte er FC-Torwart Funk mit einer verkappten Flanke fast überrascht, dann blockte ein Gästeabwehrbein seinen Schussversuch. Danach wurde es nochmals richtig knifflig für Cottbus, als Awortwie-Grant einen Eichinger-Schuss auf der Linie abwehrte und Dietz in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem Foulelfmeter (Pelivan hatte Possetl gefoult) am prächtig reagierenden Funk scheiterte.

Den Gastgebern kann man insgesamt insgesamt keinen Vorwurf machen. Sie haben sich tapfer gewehrt gegen den Aufsteiger, doch am Ende reichten einfach die spielerischen Mittel nicht. Den Gästen hätte aber auch ein Punkt zum Aufstieg gereicht, weil Konkurrent Duisburg zu Hause patzte (1:1 gegen Viktoria Köln). Nach dem Schlusspfiff des souveränen Schiedsrichters Tobias Reichel gab es für die Cottbusser kein Halten mehr. Im Nu stürmten Hunderte Gästefans den Rasen, obwohl die stark vertretene Polizei eine Kette vor dem Spielfeld aufgebaut hatte. Es blieb aber alles sehr friedlich, die Lausitzer wollten einfach nur feiern mit ihrer Mannschaft und das war auch gut so.

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