Kreisklasse West: Alle drei Spitzenteams stehen vor schweren Auswärtshürden
Kreisklasse West: Alle drei Spitzenteams stehen vor schweren Auswärtshürden
Nachholspiel, 5. Spieltag
Mittwoch, 02.09.2026
SV Hahnbach II – Germania Amberg 1:2 (1:0)
Das Nachholspiel bot zwei unterschiedliche Halbzeiten. Zunächst gingen die Gastgeber durch Sebastian Rothut in Führung. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste im Derby besser ins Spiel und glichen durch Spielertrainer Remigiusz Szewczyk aus, ehe dieser mit der letzten Aktion der Partie zum umjubelten Siegtreffer traf.
Szewczyk sagte, man sei nicht wie geplant ins Spiel gekommen, Hahnbach sei im letzten Drittel der ersten Halbzeit effektiver gewesen und verdient in Führung gegangen. Nach der Pause sei seine Mannschaft aber deutlich besser gekommen und habe Druck aufgebaut, der Einsatz sei mit dem verdienten Ausgleich belohnt worden. Es habe sich eine intensive, hart umkämpfte zweite Halbzeit entwickelt, in der sein Team am Ende mit dem späten Siegtreffer das bessere Ende für sich gehabt habe.
In Hahnbach war man entsprechend enttäuscht. Trainer Holger Fleck sprach von einer starken ersten Halbzeit mit verdienter Führung, man habe es jedoch verpasst, nachzulegen. Der Gegner habe zwei Tore erzielt, darunter den Siegtreffer in der Nachspielzeit, beide in ihrer Entstehung äußerst glücklich – für Hahnbach entsprechend bitter.
Kreisklasse West, 7. Spieltag
Freitag, 04.09.2026
18 Uhr DJK Ebnath – TSV Pressath
Sieben Punkte hat der Gastgeber bereits auf der Habenseite und will diese nun gegen den TSV Pressath aufstocken. Die Gäste stehen mit nur einem Zähler im Tabellenkeller – für viele ein Rätsel, warum.
Florian Horn von der DJK betonte, trotz der derzeitigen Tabellensituation gelte es, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. Jedes Spiel müsse erst gespielt werden, und man wisse, dass erneut eine konzentrierte und engagierte Leistung gefordert sei. Man dürfe wieder vor heimischer Kulisse antreten und wolle diese Chance gemeinsam mit den Fans nutzen, um die nächsten drei Punkte zu feiern. Mit Unterstützung von den Rängen wolle man von Beginn an zeigen, dass die Punkte zu Hause bleiben sollen. Auch personell sehe es aktuell gut aus, bis auf einige Ausfälle könne man auf eine starke und gut aufgestellte Truppe zurückgreifen. Volle Konzentration, Einsatz und Leidenschaft sollten nun den nächsten Heimsieg bringen und den Fans erneut Grund zum Jubeln geben.
Pressaths Trainer Daniel Käß äußerte sich kurz und sachlich: Es stünden entscheidende, wegweisende Wochen an. Ebnath auswärts sei zwar nicht vergnügungssteuerpflichtig, aber da müsse man durch.
Samstag, 05.09.2026
14 Uhr SV Wildenreuth – Germania Amberg
Noch keinen Punkt hat der Gastgeber aus Wildenreuth auf dem Konto und steht am Tabellenende der Kreisklasse. Hinzu kommt eine Hiobsbotschaft für Trainer Thomas Bayer: Man habe es mit einem starken Gegner zu tun, und es sprächen naturgemäß nicht viele Argumente für die eigene Mannschaft. Erschwerend komme hinzu, dass sich Vizekapitän Jonas Häupler neben der ohnehin schon bescheidenen Situation schwer verletzt habe und für den Rest der Saison ausfallen werde. Man werde trotzdem versuchen, so gut wie möglich dagegenzuhalten, vielleicht springe ja überraschend etwas für die eigene Mannschaft heraus.
In Amberg ist man zufrieden, zumal man unter der Woche einen Last-Minute-Sieg einfahren konnte. Trainer Remigiusz Szewczyk erklärte, man reise zum Schlusslicht der Liga und wisse um die Schwere der Aufgabe, da es nie leicht sei, auswärts beim Letzten zu spielen. Man werde Wildenreuth keinesfalls unterschätzen und wolle mit voller Konzentration und Einsatzbereitschaft auftreten. Das Ziel sei klar: Mit einem Sieg solle der dritte Erfolg innerhalb von sieben Tagen eingefahren werden.
18 Uhr SG Seugast/Freihung – SVSW Kemnath
Spitzenspiel am Samstagabend in Freihung, wenn die neu gegründete SG den SVSW Kemnath empfängt. Nach der Niederlage in Neusorg will die Heimelf wieder siegen und vorne dranbleiben.
Florian Weiß erklärte, den letzten Gegner Neusorg habe man als fast ausgeglichener empfunden, man wisse aber genau, wo Kemnaths Stärken liegen und wo man dem Gegner wehtun könne. Es brauche jedoch einen guten Tag und ein anderes Auftreten als gegen Neusorg. Auch wenn man einige Ausfälle und Urlauber zu verzeichnen habe, werde man eine gute Truppe aufs Feld schicken, die in der Lage sei, das Spiel zu gewinnen. Man wolle zu Hause auf Sieg spielen, wisse aber, dass es eine harte Nuss werde.
Tobias Gradl aus Kemnath widersprach der Einschätzung, man habe es bislang nur mit leichteren Gegnern zu tun gehabt – schließlich sei man bereits gegen den letztjährigen Aufstiegsrelegations-Teilnehmer Hahnbach angetreten. Seugast zähle in dieser Saison zu den stärkeren Mannschaften der Liga, ein schwieriges Auswärtsspiel gegen eine Mannschaft mit guter Mischung stehe bevor. Man gehe dennoch selbstbewusst in die Partie und wolle die Punkte vom Sommerfest der Gastgeber mit nach Kemnath entführen.
Sonntag, 06.09.2026
15 Uhr SV Waldeck – SV Hahnbach II
Die Überraschungsmannschaft heißt aktuell weiterhin SV Waldeck. Der Aufsteiger hat nach sechs Spieltagen noch nicht verloren und steht im oberen Tabellendrittel. Am Sonntag kommt mit dem SV Hahnbach nun eine starke Mannschaft nach Waldeck, die die Mittwoch-Niederlage im Derby wettmachen will.
Trainer Holger Fleck erklärte, die Schwere der Aufgabe mache das Spiel auch interessant für sein Team. Man wolle Intensität, Zweikampfhärte und Leidenschaft wie in jeder Partie auf den Platz bringen und dadurch dem Gegner so gut wie möglich Paroli bieten. Das erklärte Ziel sei, aus Waldeck etwas Zählbares mitzunehmen und die bittere Derby-Niederlage vom Mittwoch schnell abzuhaken.
Für den Aufsteiger geht es derweil darum, die eigene Serie fortzusetzen und den Höhenflug der ersten sechs Spieltage zu bestätigen.
15 Uhr SV Riglasreuth – SV Neusorg
Das zweite Heimspiel in Folge ist für den SV Riglasreuth wieder ein Derby – und was für eines: Der Nachbar und Tabellenführer aus Neusorg gibt sich die Ehre.
Trainer Lukas Emmerich erklärte, das kommende Derby werde für seine Mannschaft sicherlich eine schwere Aufgabe. Man werde jedoch alles daransetzen, dem Gegner das Leben so schwer wie möglich zu machen und ihn ordentlich zu ärgern – gerade in einem Derby vor heimischer Kulisse sei schließlich alles möglich.
In Neusorg sinnt man auf Revanche: Die Mannschaft weiß um die Schwierigkeit der Begegnung und erinnert sich noch gut daran, dass aus der vergangenen Saison gegen den Rivalen eine Rechnung offensteht. Die Formkurve spricht derzeit klar für den SVN, der mit fünf Siegen in Folge und viel Selbstvertrauen anreist und die Serie fortsetzen möchte. Bis auf einen Urlauber kann das Trainerteam nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Patrick Müller betonte, man wisse um die Schwere des Spiels und die besondere Bedeutung eines Derbys. Man sei aktuell gut in Form und wolle an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen, mit vollem Fokus auf dem Derby und der Hoffnung, die eigene Siegesserie weiter auszubauen.
15 Uhr VfB Mantel – SV Kirchenthumbach
Die Gastgeber aus Mantel warten weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg. Ob er ausgerechnet gegen den Kreisliga-Absteiger und Tabellendritten aus Kirchenthumbach gelingt, wird sich zeigen – der VfB hat in sechs Spielen erst zwei eigene Treffer erzielt, Kirchenthumbach dagegen bereits 20.
Trainer Christian Ringler von den Gästen sagte, in Mantel erwarte man eine schwierige Aufgabe. Er selbst sei dort vor vielen Jahren bereits als Spieler aufgelaufen und wisse, dass sich der Gastgeber gerade zu Hause auf starke Heimfans verlassen könne. Man wolle den guten Saisonstart bestätigen und auch auswärts weiter punkten. Nach drei Auswärtssiegen aus den ersten drei Spielen könne man ohne Druck nach Mantel fahren – dieses Selbstvertrauen habe man sich erarbeitet und wolle mit einer konzentrierten, mutigen Leistung etwas Zählbares mitnehmen.
15 Uhr SV Immenreuth – TSG Weiherhammer
Für beide Mannschaften zählt am Sonntagnachmittag nur eines: gewinnen. Vor allem den Gastgebern, die noch keinen Saisonsieg einfahren konnten, ist daran gelegen.
Trainer Matthias Müller erklärte, am Sonntag sei egal, wer auflaufe – es zählten nur drei Punkte, egal wie und mit wem. Weiherhammer werde sich aber dasselbe Ziel setzen, um den Abstand zu vergrößern. Er erwarte ein ausgeglichenes Spiel, bei dem am Ende Kleinigkeiten entscheidend sein würden.
Aufsteiger Weiherhammer hat einen guten Saisonstart hingelegt und könnte eigentlich entspannt nach Immenreuth reisen. Trainer Christoph Herrmann warnte jedoch: Man erwarte ein schweres Auswärtsspiel beim noch sieglosen SV Immenreuth. Die Marschroute sei klar – man wolle gegen Mannschaften aus der eigenen Tabellenregion punkten, am liebsten dreifach. Personell sei man gut aufgestellt und reise mit dem Sieg der Vorwoche im Gepäck und breiter Brust nach Immenreuth, auch wenn man wisse, dass es dort nicht einfach werde.





