Kreisliga Nord: Am 6. Spieltag ändert sich nicht viel
Kreisliga Nord: Am 6. Spieltag ändert sich nicht viel
Kreisliga Nord, 6. Spieltag
Freitag, 28.08.2026
TSV Reuth – SpVgg Trabitz 0:2 (0:2)
Bis zur 30. Minute bestimmte Trabitz das Geschehen und stellte früh die Weichen auf Sieg. Reuths Spielertrainer Martin Bächer räumte ein, dass es schade sei, in dieser Phase die Null nicht gehalten zu haben, denn danach habe seine Mannschaft immer wieder kontrolliert nach vorne gespielt. Die Angriffe seien am Ende aber zu ungefährlich gewesen, um die Partie nochmal spannend zu machen. Das 1:0 bereitete Neuzugang Mike Grimm hervorragend vor, Dominik Zawal vollendete in der 15. Minute konsequent. Nur drei Minuten später erhöhte Timo Bachmeier auf 2:0, setzte sich stark gegen mehrere Reuther Spieler durch und wuchtete den Ball links unten in die Maschen. Auch in der Folge blieb Trabitz spielbestimmend und versuchte immer wieder, über die Außenbahnen zum Torerfolg zu kommen, ließ dabei aber mehrere gute Möglichkeiten liegen.
Im zweiten Durchgang spielte die SpVgg die Partie kontrolliert und schnörkellos zu Ende. Möglichkeiten, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten, waren durchaus vorhanden: Eine Zwei-gegen-eins-Situation von Dominik Zawal und Miro Spirek blieb ungenutzt, Mike Grimm verzog zweimal nur knapp, und Maximilian Dippl zwang den Reuther Torhüter nach einer Ecke mit einem gefährlichen Kopfball zu einer starken Parade. Erfreulich war zudem der Auftritt der beiden Neuzugänge Mike Grimm und Timo Göllner, die sich gut in die Mannschaft einfügten. Als Göllner ausgewechselt wurde, kam mit Maximilian Dippl ein erfahrener Routinier ins Spiel und ersetzte ihn tadellos. Christian Recht sprach von einem souveränen und verdienten Auswärtssieg. Seine Mannschaft habe die Partie über weite Strecken unter Kontrolle gehabt und hätte bei konsequenterer Chancenverwertung durchaus noch höher gewinnen können.
SC Eschenbach – ASV Haidenaab 2:5 (2:1)
Eschenbach spielte die ersten 25 Minuten überragenden Fußball, gab die gute Ausgangslage danach aber komplett aus der Hand. Spielertrainer Benjamin Scheidler zeigte sich maßlos enttäuscht darüber, wie mustergültig herausgespielte Führungstreffer am Ende doch nicht zum Sieg reichten. Man habe danach das Fußballspielen regelrecht eingestellt, so Scheidler, der Haidenaab und Trainer Michael Kaufmann zum Erfolg gratulierte, da sie letztlich gemacht hätten, was nötig gewesen sei. Kaufmann selbst sprach von einer unerklärlichen ersten Halbzeit, in der seine Mannschaft komplett verschlafen habe. Zwei gut herausgespielte, sauber verwandelte Tore hätten Eschenbach zu Recht in Führung gebracht, seine Spieler hätten dabei gewirkt, als sei der Anstoß erst um 19 Uhr gewesen.
Nach ersten Umstellungen zur 25. Minute kam Haidenaab noch vor der Pause zum Anschluss, ehe zur zweiten Halbzeit weitere personelle Anpassungen den Ausschlag gaben. Danach zeigte sich laut Kaufmann eine völlig andere Mannschaft: präsent, druckvoll und mit vielen guten Torchancen. Sein Team drehte die Partie und zog letztlich verdient davon, ehe in der Nachspielzeit noch der fünfte Treffer fiel. Kaufmann räumte ein, sich künftig intensiv mit den schwachen Startphasen seiner Mannschaft auseinandersetzen zu müssen, freute sich an diesem Tag aber über den Dreier und die damit verbundene Tabellenberuhigung. Angesichts anstehender schwerer Aufgaben nehme man das gewonnene Selbstvertrauen gerne mit. Er zeigte sich stolz auf seine Spieler, wie sie nach einem katastrophalen Beginn zurückgekommen seien und die in der Kabine besprochenen Anpassungen konsequent umgesetzt hätten.
Sonntag, 30.08.2026
TSV Eslarn – SV TuS/DJK Grafenwöhr 0:3 (0:2)
Grafenwöhr trat in Eslarn wie ein Aufsteiger auf und hatte über die komplette Spielzeit die besseren Spielanteile sowie allgemein den besseren Zugriff. Eslarns Spielertrainer Peter Rackl bezeichnete die Niederlage nach dem Spiel als verdient und kündigte an, den Negativtrend seiner Mannschaft am kommenden Wochenende unbedingt beenden zu wollen. Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra zeigte sich regelrecht geflasht von seiner Truppe. Ohne überheblich wirken zu wollen, sei die gezeigte erste Halbzeit das Beste vom Besten gewesen, was er von seiner Mannschaft bislang gesehen habe. Man habe letztlich nur 3:0 gewonnen bei einem Halbzeitstand von 2:0, dabei aber in allen Belangen überlegen agiert – eigentlich hätte es nach acht Minuten schon 3:0 stehen müssen. Wären alle Chancen konsequent zu Ende gespielt worden, wäre es für Eslarn ein regelrechtes Debakel geworden, so Bafra. Heute habe einfach alles gepasst, man sei im Flow gewesen und habe richtig guten Fußball gespielt.
Der Sieg bedeutete für Grafenwöhr den sechsten Erfolg im sechsten Saisonspiel. Bafra sprach von einer Mannschaft, die gerade voll on fire sei, und kündigte an, das Team weiter laufen zu lassen. Mit dem kommenden Topspiel gegen Erbendorf, das ebenfalls gewonnen hatte, warte bereits die nächste große Herausforderung, der er aber vollkommen gelassen entgegenblicke – in der aktuellen Verfassung müsse man seine Mannschaft erst einmal schlagen.
SV Altenstadt/WN – FC Vorbach 2:3 (2:1)
Altenstadt erwischte einen guten Start und ging durch Fabian Zaus zunächst in Führung, ehe Lukas Bartelmann für Vorbach ausglich. Noch vor der Pause stellte Fabian Zaus mit seinem zweiten Treffer den 2:1-Halbzeitstand her. Trainer Marvin Häffner war nach dem Spiel dennoch enttäuscht: Man mache das Spiel, schieße die Führung heraus und kassiere am Ende bittere Gegentreffer. Der Unterschied sei letztlich der jeweilige Torhüter gewesen, denn der gegnerische Keeper habe einen wahren Sahnetag erwischt.
Vorbach drehte die Partie in der Schlussphase noch: Elias Kaufmann glich in der 80. Minute aus, ehe Christopher Fischer acht Minuten später per direktem Freistoß für die Entscheidung sorgte. Trainer Manuel Lautner machte seiner Mannschaft ein großes Kompliment, sie habe ihr Herz auf dem Platz gelassen und alles gegeben. Es sei zwar mit Sicherheit nicht das beste Spiel seiner Mannschaft gewesen und es gebe noch Luft nach oben, wichtig sei aber gewesen, dass am Ende die drei Punkte eingefahren wurden. Besonders hervorheben wollte Lautner Torhüter Fabian Biersack, der ein überragendes Spiel gemacht und seine Mannschaft immer wieder im Spiel gehalten habe. Am Ende habe man beim direkten Freistoß auch etwas Losglück gehabt, dieses nehme man aber gerne mit. Man freue sich nun auf das kommende Kirwaspiel gegen Eslarn.
SV Kulmain – FC Weiden-Ost II 1:2 (0:1)
Der SV Kulmain musste sich dem FC Weiden-Ost II in einer umkämpften Partie knapp geschlagen geben, zeigte dabei aber über weite Strecken einen engagierten Auftritt. Vor allem in der Anfangsphase erspielte sich die junge Kulmainer Mannschaft durch mutiges, hohes Anlaufen gute Möglichkeiten durch Oleg Skydan und Julian Brunner, wobei Skydans bester Abschluss nur die Latte traf. Überraschend fiel dennoch auf der Gegenseite der Führungstreffer: Max Auer nutzte eine Gelegenheit und brachte die Gäste in der 21. Minute in Front. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Weiden-Ost mehr und mehr das Kommando, der Kulmainer Schlussmann verhinderte jedoch mit starken Paraden einen höheren Pausenrückstand.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste zunächst überlegen, verpassten es aber, die Vorentscheidung zu erzielen – gleich zweimal rettete dabei das Aluminium für Kulmain. Die Gastgeber blieben dadurch im Spiel und zeigten Moral: Über einen schnellen Konter gelang Lautner der wichtige Ausgleich zum 1:1. Rund zehn Minuten vor Schluss hätte Kulmain die Partie sogar drehen können, doch Brunner vergab einen Foulelfmeter. Im direkten Gegenzug nutzte erneut Max Auer einen Eckball zum 1:2-Endstand. Trainer Tim Schlesinger sprach von einer konzentrierten und disziplinierten Leistung seiner Mannschaft, die früh für Chancen gesorgt und verdient in Führung gegangen sei. Nach dem Ausgleich habe ein überragend gehaltener Elfmeter des eigenen Torhüters die Wende gebracht, ehe man mit einem Traumtor den Auswärtssieg perfekt gemacht habe.
TSV Erbendorf – FC Tremmersdorf-Speinshart 1:0 (1:0)
Ein enges Spiel, wie es auch das knappe Ergebnis widerspiegelt: Erbendorf setzte sich dank eines von Sandro Hösl verwandelten Foulelfmeters in der 36. Minute knapp durch. Trainer Roland Lang bezeichnete den Sieg unterm Strich dennoch als verdient. Wenn man in Trabitz und zuhause gegen Tremmersdorf insgesamt nur ein Gegentor kassiere, habe man defensiv vieles richtig gemacht. Das eigene Offensivspiel habe darunter zwar etwas gelitten, letztlich zählten aber die Punkte, so Lang. Tremmersdorfs Trainer Robert Schäffler sah seine Mannschaft in den ersten 20 Minuten schwer ins Spiel finden, man habe Erbendorf, das selbst kaum zwingende Aktionen gehabt habe, weitgehend den Ball überlassen.
Nach einem Foulspiel entschied die Schiedsrichterin auf Elfmeter, den Sandro Hösl sicher zur Führung verwandelte. Danach sei man besser ins Spiel gekommen und habe drei hochkarätige Chancen auf den Ausgleich gehabt, zweimal habe man dabei nur das Aluminium getroffen, einmal einen Abschluss knapp verpasst. In der zweiten Halbzeit sei man zwar die spielbestimmende Mannschaft gewesen, es sei aber nicht gelungen, den Ballbesitz in klare Torchancen und Tore umzumünzen. Am Ende bleibe eine Niederlage stehen, so Schäffler, dennoch gelte es nun, den Blick nach vorne zu richten – bereits in der kommenden Woche wartet mit Reuth die nächste Aufgabe, bei der man wieder einen Dreier anstrebe.
TSV Pleystein – FC Dießfurt 0:6 (0:2)
Im Aufsteigerduell am Sonntagnachmittag gab es einen deutlichen Sieger, der vorher so nicht zu erwarten gewesen war. Pleysteins Trainer Alexander Schön räumte nach der Partie ein, dass die Leistung gegen Dießfurt nicht gut gewesen sei. Die eigenen Auftritte seien aktuell sehr schwankend, was man schnell abstellen müsse. Dießfurt habe verdient gewonnen, vielleicht um ein bis zwei Tore zu hoch. Man müsse es weiter versuchen und wieder bessere Leistungen zeigen, so Schön.
Henry Schraml vom FCD sprach von einem geschlossenen Auftritt seiner Mannschaft, die verdient mit 6:0 gewonnen und dabei endlich wieder zu null gespielt habe. Dießfurt sei fast über die gesamte Spielzeit das dominierende Team gewesen und habe dem Gegner kaum Chancen zugestanden. Bereits zur Pause führte man verdient mit 2:0, die Treffer erzielten Marek Ruda und Simon Schmid. In der zweiten Halbzeit versuchte Pleystein den Anschluss, scheiterte aber schon im Ansatz an der sicheren Dießfurter Abwehr. Spätestens nach dem dritten und vierten Tor durch Tim Arnold war die Partie entschieden. Marek Ruda erhöhte mit einem sehenswerten Kopfball in den Winkel, Ondrej Ruda setzte mit dem fünften und sechsten Treffer den Schlusspunkt unter den ersehnten Sieg. Das Ergebnis sei auch in dieser Höhe verdient gewesen, so Schraml, man habe sogar noch Chancen auf einen noch höheren Sieg gehabt.
Kreisliga Nord
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