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Auerbacher Kriminalitäts- und Verkehrslage 2025

Auerbach. Besonders tragisch sind jedoch zwei tödliche Verkehrsunfälle, bei denen die Unfallverursacher jeweils unter Drogen standen.

Auerbacher Kriminalitäts- und Verkehrslage 2025

Bürgermeister Joachim Neuß nimmt zum letzten Mal in seiner Amtszeit den Bericht von Dienststellenleiter Manfred Plößner in Empfang. Foto: Jürgen Masching

Auerbach bleibt auch im Jahr 2025 eine sichere Stadt. Diese positive Bilanz zog der Leiter der Polizeiinspektion Auerbach, Manfred Plößner, bei einem Termin im Rathaus gemeinsam mit Bürgermeister Joachim Neuß. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 3046 polizeilich relevante Vorgänge registriert und bearbeitet – ein Rückgang von über 200 Fällen im Vergleich zu 2024. Anders stellt sich die Entwicklung in der polizeilichen Kriminalstatistik dar: Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Auerbach stieg die Zahl der Straftaten um 17,2 Prozent auf insgesamt 545 Fälle. Der Schwerpunkt lag dabei weiterhin im Stadtgebiet Vilseck. Auerbach selbst hatte einen Anteil von 36,7 Prozent an den Gesamtstraftaten, was eine spürbare Zunahme bedeutet.

Hohe Aufklärungsquote und auffällige Deliktentwicklung

Besonders hervorzuheben ist jedoch die hohe Aufklärungsquote: Von den 545 registrierten Straftaten konnten 404 Fälle geklärt werden. Das entspricht einer Quote von 74,1 Prozent und liegt damit deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 66 Prozent. Insgesamt wurden 374 Tatverdächtige ermittelt, davon 195 deutsche Staatsbürger. Der Anteil nicht deutscher Tatverdächtiger lag bei knapp 48 Prozent. Bei der Deliktverteilung dominierten erneut die sogenannten Rohheitsdelikte mit 145 Fällen, gefolgt von Diebstählen und sonstigen Straftaten. Auffällig war insbesondere der deutliche Anstieg beim Ladendiebstahl: Während im Jahr 2024 lediglich sieben Fälle bearbeitet wurden, waren es 2025 bereits 30. Einen deutlichen Rückgang gab es hingegen bei den Rauschgiftdelikten, die infolge der Gesetzesänderung im Umgang mit Cannabisprodukten von 23 auf neun Fälle sanken.

Häusliche Gewalt und Angriffe auf Einsatzkräfte

Ein weiterhin ernstes Thema bleibt die häusliche Gewalt. Insgesamt 37 Fälle wurden im Jahr 2025 registriert, überwiegend Körperverletzungsdelikte, Bedrohungen oder Nachstellungen. Besorgniserregend ist zudem die Gewalt gegen Polizeibeamte: In sieben Fällen wurden Einsatzkräfte mit Widerstand konfrontiert. Ein besonders auffälliger Vorfall ereignete sich im öffentlichen Bereich, bei dem zwei tschechische Staatsangehörige erheblichen Widerstand leisteten und in der Dienststelle randalierten, was sogar zu Sachschäden am Gebäude führte.

Verkehrsunfälle: Tragische Einzelfälle und häufige Ursachen

Auch die Verkehrsunfallstatistik zeigt Licht und Schatten. Insgesamt ereigneten sich im Jahr 2025 im Bereich der Polizeiinspektion Auerbach 557 Verkehrsunfälle. In 62 Fällen wurden Personen verletzt, der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 1,5 Millionen Euro und lag damit über dem Vorjahresniveau. Besonders tragisch sind zwei tödliche Verkehrsunfälle: In beiden Fällen spielte Drogeneinfluss eine entscheidende Rolle. Ein Unfall ereignete sich innerorts durch überhöhte Geschwindigkeit, der andere auf der B85 bei Michelfeld, als ein Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn geriet. Positiv zu vermerken ist der Rückgang alkoholbedingter Unfälle.

Der Unfallverursacher beim tödlichen Unfall bei Michelfeld stand unter Drogen. Foto: Jürgen Masching

Dennoch bleibt überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit eine der Hauptursachen – in 29 Fällen war sie ausschlaggebend. Zudem wurden 81 Unfallfluchten registriert, von denen knapp ein Drittel aufgeklärt werden konnte. Im Rahmen von Verkehrskontrollen stellte die Polizei zahlreiche Verstöße fest: 39 Fahrzeugführer standen unter Alkoholeinfluss, 21 Personen waren ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der unerlaubten Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer. Trotz moderner Freisprecheinrichtungen wurden 57 Verstöße geahndet – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Zum Abschluss dankte der scheidende Bürgermeister Joachim Neuß dem Dienststellenleiter Manfred Plössner für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er betonte die hohe Bedeutung der Sicherheitskräfte für die Stadt: „Es ist beeindruckend, wie zuverlässig die Blaulichtorganisationen in Auerbach arbeiten. Die Menschen können sich hier sicher fühlen – heute und auch in Zukunft.“

Spedition Wagner
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