Fünf Gesuchte bei Waidhaus festgenommen

Fünf Gesuchte bei Waidhaus festgenommen
Bei Grenzkontrollen auf der A6 bei Waidhaus am Wochenende 11. bis 13. September nahmen Beamte vier gesuchte Männer fest und lieferten sie in Justizvollzugsanstalten ein. Die Überprüfungen erfolgten im Rahmen routinemäßiger Kontrollen an der Grenze. Anschließend brachten die Einsatzkräfte die Festgenommenen in verschiedene Haftanstalten, darunter Einrichtungen in Nürnberg und Weiden.
Festnahmen an der A6 bei Waidhaus
Kontrollkräfte überprüften am Samstag einen 59-Jährigen in einem Fernreisebus auf der Linie Chelm–Lyon. Dabei fanden sie einen Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth sowie eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft Cottbus zur Vermögensabschöpfung. Der Mann soll zwischen August und Oktober 2025 bei drei Gelegenheiten hochwertige Parfüms der Marken Dior, Chanel und Tom Ford im Gesamtwert von mehr als 4.800 Euro aus dem Duty-Free-Bereich des Flughafens Nürnberg entwendet haben. Das Amtsgericht Nürnberg ordnete im Dezember 2025 wegen dringenden Tatverdachts und Fluchtgefahr Untersuchungshaft an. Da er keine pfändbaren Gegenstände oder Bargeld mitführte, führten Beamte ihn dem Amtsgericht Nürnberg vor und brachten ihn anschließend in die Justizvollzugsanstalt Nürnberg.
Am Samstag gegen 19.30 Uhr geriet ein 33-Jähriger bei einer Kontrolle als Beifahrer in einem Taxi in die Fahndungskontrolle. Dabei ergab die Überprüfung zwei Fahndungstreffer, unter anderem eine seit April 2021 bestehende Suche der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zur Strafvollstreckung wegen Diebstahls. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte 500 Euro Bargeld und den Reisepass des Mannes und setzten die angeordnete Vermögensabschöpfung um. Zum Abschluss brachten sie den 33-Jährigen in die Justizvollzugsanstalt Weiden.
Am Sonntag kontrollierten Einsatzkräfte einen 39-Jährigen und stellten einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Regensburg fest. Das Amtsgericht Regensburg hatte den Mann im Dezember 2019 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt und eine noch zu vollstreckende Freiheitsstrafe von insgesamt sechs Monaten angeordnet. Die Beamten nahmen den Mann fest und lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein.
Bei einer weiteren Kontrolle fiel ein 37-Jähriger auf, gegen den die Staatsanwaltschaft Traunstein einen Haftbefehl zur Strafvollstreckung erlassen hatte. Das Amtsgericht Laufen verurteilte den Mann im Januar 2026 wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro. Den Ermittlungen zufolge legte er im Juli 2025 am Grenzübergang Saalachbrücke bei Freilassing eine selbst hergestellte rumänische Identitätskarte vor und gab diese als echtes amtliches Dokument aus, um seine Weiterreise in die Schweiz zu ermöglichen. Da er die geforderte Geldstrafe nicht bezahlen konnte, nahmen Einsatzkräfte ihn fest und brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!


