Haftbefehle, falsche Ausweise und verbotene Waffen – das Wochenende bei der Bundespolizei
Haftbefehle, falsche Ausweise und verbotene Waffen – das Wochenende bei der Bundespolizei
Am Freitag erwischten die Beamten einen Mann (50), der noch eine Justizrechnung mit der Staatsanwaltschaft Görlitz offen hatte. Er wurde bereits vor fünf Jahren durch das Amtsgericht Bautzen wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro verurteilt, die er bis dato nicht beglichen hatte. Um der im Haftbefehl angeordneten Ersatzfreiheitsstrafe zu entgehen, bezahlte er seine offenen Justizschulden noch an der Kontrollstelle der Bundespolizei und konnte somit seine Reise fortsetzen.
Am Sonntag blieben gleich drei gesuchte Straftäter im Fahndungsnetz der Bundespolizisten hängen. Ein Mann (31) bezahlte bereitwillig seine Justizschulden in Höhe von 200 Euro. Die Staatsanwaltschaft Landshut erließ gegen ihn Haftbefehl aufgrund nicht bezahlter Schulden bei der Gerichtskasse aus einem Urteil des Amtsgerichts Erding. Er blieb somit auf freiem Fuß und konnte weiterreisen.
Wegen fünf offenen Bußgeldverfahren widmete die Staatsanwaltschaft Deggendorf einem 50-Jährigen einen weiteren Haftbefehl. Da er mehrere Zahlungsaufforderungen ignoriert hatte, bekam er einen Platz auf der Fahndungsliste der Justizbehörde. Er beglich die offenen Geldbußen bei der Bundespolizeiinspektion Waidhaus und entging somit der im Haftbefehl angeordneten Erzwingungshaft.
Gefälschte Ausweise
Nur kurze Zeit später erwischten die Beamten einen Mann (26), der ebenfalls eine Fahndungsnotierung per Haftbefehl offen hatte. Ende 2021 kontrollierten ihn Beamte der Polizei Baden-Württemberg an der A 61 bei Speyer und stellten bei ihm einen gefälschten rumänischen Ausweis fest. Da er einem anschließenden Gerichtsverfahren des Amtsgerichts Heidelberg bislang fernblieb, erließ das Gericht Haftbefehl. Er wird nun dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Heidelberg vorgeführt.
Auch an der Grenzkontrollstelle in Waidhaus ertappten die Beamten am Sonntag einen Mann (45) mit einem gefälschten Ausweis im Gepäck. Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten eine gefälschte rumänische Identitätskarte. Die Personaldaten stimmten dabei nicht mit den Angaben des georgischen Ausweises des Reisenden überein. Er gab an, auf dem Weg nach Ravensburg zu sein, um dort zu arbeiten. Ihn erwartet jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen. Da er eine gültige polnische Aufenthaltserlaubnis besaß, konnte er im Anschluss weiterreisen.
Wieder jede Menge Waffen, Drogen und Böller
Auch im Deliktsfeld der Verbringungskriminalität hatten die Beamten der Bundespolizei Waidhaus am Wochenende alle Hände voll zu tun. So konnten sie insgesamt 19 verbotene Waffen, Drogen und erlaubnispflichtige Feuerwerkskörper sicherstellen. Ein Mann (38) Niederländer ging den Beamten in Waldsassen ins Netz und überraschte diese mit einem regelrechten Waffenarsenal im Kofferraum.
Die Bundespolizisten entdeckten im Wagen zwölf verbotene Elektroimpulsgerät, ein Butterflymesser und zwei verbotene Softair-Waffen. Zudem lagern nun 140 Stück erlaubnispflichtige Feuerwerkskörper und 0,14 Gramm Marihuana in der Asservatenkammer der Bundespolizeiinspektion Waidhaus, die er im Fahrzeug versteckt hatte. Ihn erwarten nun Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Waffen-, Sprengstoff,- und des Konsumcannabisgesetzes.
Die Grenzbeamten stellten bei weiteren Kontrollen am Wochenende ein verbotenes Springmesser, eine Softair-Waffe, ein Reizstoffsprühgerät und einen Schlagring fest. Die verbotenen Gegenstände ergänzen jetzt den Fundus der Asservatenkammer der Bundespolizeiinspektion. Die Bundespolizei leitet in allen Fällen Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ein.




