Lkw-Fahrer verweigert Auslieferung in Wackersdorf wegen ausstehender Bezahlung

Lkw-Fahrer verweigert Auslieferung in Wackersdorf wegen ausstehender Bezahlung
Am vergangenen Donnerstag gegen 17 Uhr fuhr eine Streife der Polizeiinspektion Schwandorf zu einer Tankstelle in Wackersdorf. Dort stoppte ein Lastwagenfahrer seine Fahrt und weigerte sich, die für einen Kunden im Landkreis Cham bestimmte Bettenware weiter zu transportieren. Nach Angaben der Polizei erhielt der Fahrer als Subunternehmer einer anderen Spedition sein Geld nicht fristgerecht.
Hintergrund und erster Einsatz in Wackersdorf
Kurz darauf verständigte der Auftraggeber im Landkreis Cham die Polizei, weil er um seine Ware fürchtete. Die Beamten sahen zunächst keinen Handlungsbedarf, weil sich der Fahrer noch im Lieferzeitraum befand und der Auftraggeber die Klärung mit der Spedition selbst anstrebte. Dieser Kontakt scheiterte offenbar, weshalb der weißrussische Lastwagenfahrer mit seinem litauischen Sattelzug die Auslieferung auf den letzten Kilometern weiter verweigerte.
Erneuter Einsatz und Meldung über angeblichen Angriff
Gestern Nachmittag fuhr der Auftraggeber zur Tankstelle, um die Ware abzuladen. Die Polizei griff erneut ein, weil der Lastwagenfahrer irrtümlich ein Pfandrecht geltend machen wollte. Außerdem informierte er über seinen Chef die litauische Polizei. Diese leitete über das BKA Wiesbaden eine Mitteilung an die Polizeiinspektion Schwandorf weiter, „daß der Lkw-Fahrer von mehreren Personen angegriffen wird.“
Vor Ort traf diese Meldung jedoch nicht zu. Stattdessen stand dort der Auftraggeber, der seine Bettenware abholen wollte. Die Schwandorfer Polizei vermittelte, verhinderte Straftaten, und der Unternehmer aus dem Landkreis Cham erhielt seine Ware. Letztlich muss sich die litauische Spedition mit ihrem Auftraggeber über die Bezahlung des Fuhrauftrags auseinandersetzen.


