125 Jahre Staatsgut Almesbach - Tag der offenen Tür wird zum Publikumsmagneten
125 Jahre Staatsgut Almesbach - Tag der offenen Tür wird zum Publikumsmagneten
Rund 12.000 Besucherinnen und Besucher kamen am Sonntag zum Staatsgut Almesbach bei Weiden, um gemeinsam mit den Bayerischen Staatsgütern und zahlreichen Ehrengästen das 125-jährige Bestehen zu feiern. Damit erreichte der Tag der offenen Tür eine Besucherzahl, wie sie Almesbach bislang noch nicht erlebt hatte. Von den frühen Morgenstunden bis zum Veranstaltungsende herrschte auf dem Gelände reger Betrieb. Landwirte, Fachpublikum, Familien mit Kindern und zahlreiche Gäste aus der Region nutzten die Gelegenheit, das Staatsgut kennenzulernen, sich zu informieren und Landwirtschaft direkt vor Ort mit allen Sinnen zu erleben.
Wenn so viele Menschen nach Almesbach kommen, sich unsere Arbeit anschauen, Fragen stellen und gemeinsam mit uns 125 Jahre feiern, dann ist das etwas Besonderes. Dieser Tag zeigt, wie lebendig Landwirtschaft ist und wie wichtig der persönliche Austausch bleibt.
Georg Hammerl, Leiter des Staatsguts Almesbach
Festakt mit Gottesdienst und Grußworten
Der Jubiläumstag begann um 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst, den Landvolkpfarrer Gerhard Pausch zelebrierte. Im Anschluss begrüßte Anton Dippold, Geschäftsführer der Bayerischen Staatsgüter, die Gäste zum offiziellen Festakt und zeigte sich sehr stolz auf die Organisation und die Ausgestaltung des Festgeländes.
Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, der die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen hatte, würdigte in seiner Festansprache die langjährige Bedeutung Almesbachs für die landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung.
„Seit 125 Jahren steht die Melkerschule Almesbach für herausragende Bildungsarbeit, praxisnahes Wissen und fundierte landwirtschaftliche Ausbildung – herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum! Damit leistet sie einen unschätzbaren Beitrag für unsere Landwirtinnen und Landwirte. Denn eine leistungsfähige Landwirtschaft ist unverzichtbar für Bayerns Ernährungssicherheit, die Pflege unserer Kulturlandschaft und die Zukunft der ländlichen Räume. Gemeinsam mit seinem Zweigbetrieb Pfrentschweiher vereint das Staatsgut Almesbach modernste Tierhaltung mit qualifizierter Aus- und Weiterbildung. Mein herzlicher Dank gilt allen, die Almesbach in den vergangenen 125 Jahren geprägt, mit Leben erfüllt und erfolgreich weiterentwickelt haben!“, so Füracker.
Grußworte sprachen außerdem der Weidener Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler und BBV-Bezirkspräsident Ely Eibisch.
Programm: Technik, Forschung und Mitmachangebote
Nach dem offiziellen Teil gehörte das Staatsgut ganz den Besucherinnen und Besuchern. Und die nutzten das umfangreiche Programm: In den Ställen konnten sie moderne Milchvieh- und Kälberhaltung erleben, bei Technikvorführungen Landmaschinen im Einsatz sehen und sich über praxisnahe Forschung, effiziente Grünlandbewirtschaftung und regenerative Energien informieren. Agrardrohnen zur Rehkitzrettung und zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln sowie autonome Feldroboter waren ebenso zu bestaunen wie Angebote rund um Streuobstpflege und Bienenhaltung.
Besonders gefragt waren die vielen Angebote, bei denen die Besucher selbst aktiv werden konnten. Eine Geburtshilfesimulation bei Kühen gab Einblicke in den landwirtschaftlichen Alltag der Milchkuhhalter. Für Kinder gab es unter anderem eine Hüpfburg, den Trettraktorführerschein, Melken zum Ausprobieren und ein Quizrad mit Fragen zur Landwirtschaft.
Kulinarik und Familienfreundlichkeit
Auch kulinarisch hatte der Jubiläumstag einiges zu bieten. Regionale Spezialitäten und die Kuchenauswahl der Landfrauen sorgten dafür, dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Viele Besucherinnen und Besucher blieben bis weit in den Nachmittag hinein, nutzten die Gelegenheit zum Austausch und genossen den Jubiläumstag auf dem Staatsgut Almesbach.
„12.000 Besucherinnen und Besucher sind eine große Wertschätzung und zeigen, welchen Stellenwert Almesbach für die Landwirtschaft in der Oberpfalz hat. Seit 125 Jahren verändert sich die Landwirtschaft und mit ihr die landwirtschaftliche Bildung. Stand früher vor allem die Leistungssteigerung im Mittelpunkt, geht es heute ebenso um Tierwohl, Klimawandel und Ressourcenschutz. Computer, Roboter und Sensoren gehören inzwischen zum landwirtschaftlichen Alltag. Bei allem technischen Fortschritt bleiben aber die Bäuerinnen und Bauern entscheidend. Eine fundierte, praxisnahe Agrarbildung ist deshalb heute genauso wichtig wie vor 125 Jahren“, sagt Anton Dippold, Geschäftsführer der Bayerischen Staatsgüter.
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