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MSR Bertelshofer
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Festtag nach Generalsanierung der St.-Anna-Kirche in Vorbach

Vorbach. Vorbach. Der heiligen St. Anna geweiht, finden die Vorbacher seit 280 Jahren in ihrer Kirche Hilfe und Trost. Ein geschichtlicher Meilenstein, der nun mit dem Abschluss der Gesamtsanierung neue Glaubenskraft freisetzt.

Vorbach. Vorbach. Der heiligen St. Anna geweiht, finden die Vorbacher seit 280 Jahren in ihrer Kirche Hilfe und Trost. Ein geschichtlicher Meilenstein, der nun mit dem Abschluss der Gesamtsanierung neue Glaubenskraft freisetzt.
Die Vorbacher St. Anna Kirche erstrahlt im neuen Glanz. Foto: Robert Dotzauer

Festtag nach Generalsanierung der St.-Anna-Kirche in Vorbach

„Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später!“ Mit diesem bekannten Aphorismus von Wilhelm Busch lässt sich auch die Gesamtsanierung der Vorbacher St.-Anna-Kirche treffend zusammenfassen. Was vor über einem Jahrzehnt als vermeintlich kleine Schönheitsreparatur begann, feiert nun nach langem, zähem Ringen seinen erfolgreichen Abschluss. Heute erstrahlt das Gotteshaus in neuem Glanz. Doch der Weg dorthin forderte der gesamten Kirchengemeinde alles ab, wie Kirchenpfleger Robert Biersack mit seiner Kirchenverwaltung rückblickend feststellt.

Der Kirchenpfleger fasst zusammen: Nach dem Startschuss im Jahr 2013 sollte nur die sichtlich verschmutzte Raumschale der Kirche neu getüncht werden. Immerhin stammte die letzte Renovierung aus den Jahren 1980/81. Doch schon bei den ersten Voruntersuchungen habe es große Ernüchterung gegeben. Mit den Rissen an den Wänden, den Schäden durch aufsteigende Feuchtigkeit an den wertvollen Deckengemälden und mit dem massiven Holzwurmbefall des Dach- und Glockenstuhls sei deshalb umgehend die Notwendigkeit einer gründlichen Restaurierung gereift. Auch die statischen Probleme hätten zum Handeln gezwungen.

Den Handlungsbedarf unterteilte der Finanzverwalter der Ortskirche in zwei Bauabschnitte. In einem ersten Schritt gingen die Vorbacher an die Substanzsicherung der Außenhülle – von der Erneuerung des Dachstuhls mit Neueindeckung durch Biberschwanzziegel bis zur gediegenen Außensanierung. Im zweiten Bauabschnitt widmeten sich die Verantwortlichen der Ortskirche der Restaurierung des Innenraums. Die Wiederherstellung der Raumschale und der historischen Kunstausstattung in ihren ursprünglichen Zustand war eine aufwendige Aufgabe. Robert Biersack verwies zudem auf die Erneuerung der Elektroinstallation, auf den Einbau einer modernen Sitzheizung anstelle der bisherigen Fußbodenheizung und auf die gründliche Reinigung und Neustimmung der Kirchenorgel.

Teuerungswelle machte die Finanzierung schwierig

Für die Pfarrgemeinde war es ein herausforderndes Großprojekt mit vielen Hürden, die es zu meistern gab. Eduard Stopfer, Vertreter des Pfarrgemeinderates in der Kirchenverwaltung, verweist auf ungeplante Verzögerungen durch eine Teuerungswelle inmitten einer überhitzten Baukonjunktur, auf Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie und auf schwierige Verhandlungen mit Blick auf die Finanzierung. In diesem Zusammenhang lobt Stopfer den Einsatz des Kirchenpflegers. „Der Hartnäckigkeit Robert Biersacks ist es zu verdanken, dass die 800.000 Euro teure Sanierung nicht am Geld gescheitert ist!“ Die Kirchengemeinde verneige sich zudem vor dem Koordinierungstalent des Kirchenpflegers und vor den unzähligen Stunden, die Robert Biersack auf der Baustelle verbracht habe.

Ein Gemeinschaftswerk, das Früchte trägt

Robert Biersack verweist bescheiden auf ein Gemeinschaftswerk. Dazu zählt er die Finanzspritze der Bischöflichen Finanzkammer in Höhe von 50 Prozent, die großzügige Zuwendung der politischen Gemeinde und die Unterstützung der Bayerischen Landesstiftung und des Bezirks Oberpfalz. Auch der Gemeinschaftsgeist der Vorbacher Bevölkerung in Form zahlreicher Geldspenden habe dazu beigetragen, die finanzielle Last des Großprojekts zu mildern. Ausdrücklich lobt Biersack auch das unentgeltliche „Anpacken“ der Vorbacher bei den vielen Hilferufen der Kirchenverwaltung.

Nun ist ein großes Werk vollbracht, resümieren die Verantwortlichen der Ortskirche. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Jung und Alt sei die Zukunft der Vorbacher St.-Anna-Kirche für die kommenden Generationen gesichert. Ganz im Sinne des französischen Politikers Jean Jaurès habe die Gemeinde bewiesen: „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“. Mit dem sanierten Gotteshaus brennt diese Flamme in Vorbach heller denn je.

Pflege Oberpfalz
Pflege Oberpfalz

Großer Festtag

Den erfolgreichen Abschluss der Restaurierung feiern die Vorbacher gebührend. Am Sonntag, 26. Juli lädt die Filialgemeinde zu einem großen Festtag ein. Dies passenderweise zum Fest der heiligen Anna, der Kirchenpatronin. Die Feierlichkeiten beginnen im Vorfeld mit einem farbenfrohen Festzug, der vom Gemeindezentrum zur Kirche führt. Um 9.30 Uhr bildet ein feierlicher Pontifikalgottesdienst mit Abt em. Hermann Josef Kugler den geistlichen Höhepunkt. Im Anschluss an den Gottesdienst trifft sich die gesamte Filialgemeinde am Gemeindezentrum, um das gelungene Werk zu feiern. Zu den Ehrengästen aus Politik und Kirche zählen auch die an der Sanierung beteiligten Handwerker und die vielen freiwilligen Helfer, ohne die das Großprojekt niemals Realität geworden wäre, wie Kirchenpfleger Robert Biersack betont.

Aufwendig restauriert wurde auch der Hochaltar mit der Kirchenpatronin St. Anna im Mittelpunkt. Foto: Robert Dotzauer
Auch die Raumschale erfuhr eine gründliche Restaurierung. Foto: Robert Dotzauer
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