Sanierung der Kläranlage kostet 530.000 Euro in Schlammersdorf und Vorbach

Sanierung der Kläranlage kostet 530.000 Euro in Schlammersdorf und Vorbach
Interkommunal ist die Zusammenarbeit der Gemeinden Schlammersdorf und Vorbach auch bei der Abwasserentsorgung. Der Betrieb einer gemeinsamen Kläranlage bewährt sich. Jetzt müssen beide Kommunen allerdings tief in den Gemeindesäckel greifen.
Kläranlage, Pumpwerke und Kanalsystem: Die „Saubermänner“ beider Gemeinden sind mit Unterstützung der Stadtwerke Grafenwöhr umgangssprachlich stets auf Achse, wenn es um die Abwasserreinigung und -entsorgung geht. Maßgeblichen Anteil daran haben die Stadtwerke Grafenwöhr. Seit 2010 betreuen die Grafenwöhrer Fachkräfte für Abwassertechnik zur Zufriedenheit beider Kommunen das Klärwerk an der Gemeindegrenze zwischen Moos und Oberbibrach.
Kooperation mit Stadtwerken Grafenwöhr
Für Schlammersdorfs Bürgermeister Johannes Schmid, der zudem den Abwasserzweckverband führt, ist es eine gute Lösung. „Die Zusammenarbeit bewährt sich“, stellte der Bürgermeister bei einem Ortstermin in der Kläranlage fest. Eine Kooperation, die auch Gerhard Maier als technischer Leiter der Stadtwerke für gewinnbringend hält. „Wir bringen das Fachwissen mit“, betonte Maier den Ratsmitgliedern bei einem Rundgang durch die Reinigungsanlage, verbunden mit vielen Erläuterungen zum allerdings in die Jahre gekommenen Klärwerk.
Seit 30 Jahren in Betrieb, sei eine Anpassung an zeitgemäße Reinigungsanforderungen notwendig, stellte der Bürgermeister fest. Als Eckdaten nannte Johannes Schmid die Notwendigkeit einer energieeffizienten Erneuerung der Belüftungssysteme der mechanisch-biologisch betriebenen Anlage und den Einbau neuer Gebläseeinheiten. Eine Maßnahme, die die Abwasserreinigung zukunftssicher gewährleiste und auch maßgeblich dem Klimaschutz diene, unterstrich der Gemeindechef.
Modernisierung der Kläranlage dient dem Klimaschutz
Dieses Ziel unterstützt auch das Bundesministerium für Umwelt und Klimaschutz im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ mit einem Bundeszuschuss für das circa eine halbe Million Euro teure Sanierungsprojekt. Die Auftragsvergabe an die Firmen Scharr Tec in Hundersdorf und ELMONTIA in Weiden ist bereits erfolgt. Mit einem Baubeginn rechnet der Verbandsvorsitzende im September 2026.
Großinvestition beeinflusst den Verbandsetat
Die Großinvestition war auch Thema in der folgenden Verbandsversammlung im Bürgerhaus Schlammersdorf. Die Auftragsvergabe wirkt sich deutlich auf den Gesamtetat des Abwasserzweckverbandes aus. Eingeplant sind 530.000 Euro. Für die Bundesförderung sind 100.000 Euro veranschlagt. VG-Kämmerer Michael Eisner erläuterte zudem weitere wichtige Kennzahlen des Haushalts. Erfreut nahmen dabei die Verbandsräte besonders die gesunkenen Energiekosten wegen Minderung der Arbeitspreise zur Kenntnis.
Die hohen Investitionsansätze haben auch Einfluss auf die sogenannte Allgemeine Rücklage. Um Kreditaufnahmen zu vermeiden, ist eine Entnahme aus der noch gut ausgestatteten Rücklage in Höhe von 230.000 Euro geplant. Der voraussichtliche Rücklagenstand zum Jahresende verringert sich allerdings drastisch von 242.000 Euro auf 12.000 Euro. Ein „Deal“, der sich indirekt auf die Betriebskostenumlage auswirkt. Das Umlagesoll beträgt 336.250 Euro und wird im Verhältnis der Einwohnerzahl auf die Gemeinden Schlammersdorf (150.715 Euro) und Vorbach (185.535 Euro) aufgeteilt. Die Zustimmung des Gremiums zum Haushaltswerk erfolgte einstimmig.
Die wichtigsten Daten des Gesamthaushalts 2026
Der Verbandsetat beträgt 903.750 Euro und ist damit um fast das Doppelte höher als im Vorjahr (465.000 Euro). Der Verwaltungshaushalt sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 336.250 Euro vor. Die Betriebskostenumlage in gleicher Höhe verteilt sich auf Schlammersdorf und Vorbach im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Im Vermögenshaushalt stehen 567.500 Euro.
Einstimmig billigte die Verbandsversammlung eine Vollmacht für den Vorsitzenden, Bauaufträge für bereits im Vermögenshaushalt veranschlagte Einzelmaßnahmen im Rahmen des Haushaltsplans zu erteilen.
Ortstermin der Verbandsräte in der Kläranlage
Der Haushaltsberatung ging ein Ortstermin der Verbandsräte in der Kläranlage beider Gemeinden an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Moos und Oberbibrach voraus. Einzelheiten der Abwasserreinigung erläuterte Gerhard Maier, technischer Leiter der Stadtwerke Grafenwöhr.
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