Unser Dorf.Unsere Zukunft - Die Oberpfalz stimmt sich auf die neue Wettbewebsrunde ein

Unser Dorf.Unsere Zukunft - Die Oberpfalz stimmt sich auf die neue Wettbewebsrunde ein
Eine fachkundige Runde konnte Kurt Dillinger, Amtsleiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, im „Haus der Biodiversität“ in Tännesberg zur Vorbereitung der 29. Wettbewerbsrunde „Unser Dorf hat Zukunft“ begrüßen. „Der Wettbewerb soll den Gemeinsinn stärken, bürgerschaftliches Engagement wecken, identitätsstiftend wirken und Wertschätzung und Anerkennung für Geleistetes geben“, erklärte er.
Was brauchen Dörfer, um ihre Zukunft gemeinsam aktiv zu gestalten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Kreisfachberater der Oberpfalz sowie Multiplikatoren in dieser Informations- und Austauschveranstaltung des Bayerischen Kompetenzzentrums Ländliche Entwicklung (BayLE) und des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz.
Unter der Moderation von Dr. Anne Ritzinger und Bettina Göttl vom Bayerischen Kompetenzzentrum für Ländliche Entwicklung erhielten die Teilnehmer Einblicke in neue Inhalte des Wettbewerbs und lernten Unterstützungsangebote der Ländlichen Entwicklung kennen. So ist zum Einstieg und zur Motivation für noch mehr Dörfer ein Startgeld von 1000 Euro für gute erste Aktionen vorgesehen. In der Podiumsdiskussion berichteten Fachleute aus den Abteilungen staatlicher Einrichtungen und freien Berufen sowie ehemalige Wettbewerbsteilnehmer aus der Praxis und diskutierten, wie der Dorfwettbewerb neue Dynamik gewinnen kann. „Der Wettbewerb ist wichtig, damit die Dörfer Zukunft haben. Er muß attraktiver werden und wird es auch, er muß greifbar sein“ betonte nicht nur Albert Nickl, stellvertretender Landrat und Bürgermeister von Speinshart, Albert Nickl. So ist für Tännesbergs Bürgermeister Ludwig Gürtler sowohl der Wettbewerb als auch das Amt für Ländliche Entwicklung als Koordinator und Unterstützer unverzichtbar.
Beim nachmittäglichen Rundgang führte Amtsleiter Kurt Dillinger die Teilnehmer zu ausgewählten Stationen im Ort und zeigte, wie sich Tännesberg den Herausforderungen der Zukunft stellt. In der Polsterei „Querlage“ von Maria Uhlemann stellte Klaus Meyer, Altbürgermeister von Bad Neualbenreuth und Werksleiter Sibyllenbad, fest, daß man ein Umfeld haben möchte, in dem man sich wohlfühlt, das Heimat ist. Als Gemeinschaft schafft man Räume, in denen Menschen zusammenkommen. An der im Bau befindlichen Tagespflege, deren Eröffnung im Herbst dieses Jahres geplant ist, stellte Karl-Heinz Dommer vom Büro Landimpuls den sozialen Zusammenhalt und das kulturelle Leben in den Vordergrund. Die dritte Station führte in die „Ledererscheune“ mit Gasthof. Architekt Peter Kuchenreuther hob besonders die Baukultur dieses altbausanierten Anwesens hervor. Für Anne Wendl ist es eine Aufwertung des Marktplatzes und besticht vor allem durch das im Innenbereich gestaltete Grün mit heimischen Pflanzen.
In der abschließenden Diskussionsrunde war man sich einig, daß die Veranstaltung Raum für Vernetzung, Erfahrungsaustausch und neuen Ideen rund um den Dorfwettbewerb bot. Praxisbeispiele machen deutlich, wie vielfältig erfolgreiche Dorfenwicklung aussehen kann. Die enge Kooperation mit den Kreisfachberatern sowie gezielte Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Wettbewerbs sollen mehr Dörfer zur Teilnahme bewegen.




