Vorzeige-Handabdrücke für den Signs of Fame oder: Fernweh in den hohen Norden
Vorzeige-Handabdrücke für den Signs of Fame oder: Fernweh in den hohen Norden
Das Fernwehparkteam, diesmal mit Jolanta Stettner und Michi Bergmann als Filmerinnen und Werner Mocker als Fotograf trafen den Sänger am Samstag auf der Freilichtbühne am Schwanenteich in Zwickau, wo er vor seinem umjubelnden Konzert ein Grußschild für den Fernweh-Park in Oberkotzau signierte und seine Hände Hollywood-like in feuchten Ton drückte. In diesem Fall jedoch als symbolisches Heben der Hände gegen Rassismus und für eine friedvollere Welt.
Markenzeichen – Rauchige Stimme
Diese Werte sind dem Sänger mit der rauchigen Stimme besonders wichtig. Als Klaus Beer ihm vor der Aktion das Projekt kurz erklärte, sagte er, dass er sich natürlich schon darüber informiert hätte und aufgrund dessen Ideologie und Botschaft sehr gerne mitmacht. Auf die dann immer folgende „Fernweh-Frage“ kam Weltenbummler Beer nicht so auf seine Kosten, da „Fernweh“ sich bei ihm eher im hohen Norden Deutschlands abspielt. Demnächst aber würde er mal nach Tokio fliegen, privat, wie er sagte.
Beer: „Wenn man sich mit Ben Zucker unterhält, dann klingt seine Stimme so wie du und ich. Warum also so rauchig beim Singen? Sicher ein Klassiker, wenn ich jetzt diese Frage stelle, aber woher kommt dies?“ Ben: „Das habe ich als Jugendlicher einfach entdeckt, sicher nicht vom Rauchen oder Alkohol“.
Und jetzt ist es sein Markenzeichen, mit dem er große Arenen füllt und auch mit der Band Santiano, die bereits persönlich den Fernweh-Park besuchte, auf der Bühne stand. „Und dorthin lade ich Dich auch herzlich ein, wenn Du mal in der Nähe bist, nach Oberkotzau, in den Fernweh-Park“. Und er begleitete auch Helene Filscher, ebenfalls im „Signs of Fame“ vertreten, auf ihrer Stadion-Tournee 2018.
Vorzeigehandabdrücke für den Fernweh-Park
Beer weiter: Ben Zucker ist ein supernetter Typ, der auch herzlich lachen kann. Als ich ihn auf seine Verlade bei Barbara Schöneberger in deren Sendung „Verstehen Sie Spaß“ ansprach, in der er vor kurzem seine Schwester Sarah, ebenfalls Sängerin, in einem Cafe vor einem aufdringlichen Verehrer beschütze, lachte er lauthals. Denn immer wieder würde bei ihm der Beschützerinstinkt für seine Schwester durchkommen. All das ist zu sehen und zu hören auch auf der Fernweh-Park Homepage www.fernweh-park.de in Bildern und Video.
Ach ja, „seine Handabdrücke sind richtige Vorzeigehandabdrücke geworden“, sagt Beer. „Ben hat mit gleichmäßiger Kraft diese so toll in die Spezialmasse gedrückt, dass diese, mit den auch zu sehenden Lebenslinien, bei jetzt über 500 Stars mit zu den zehn schönsten und repräsentativsten Handprints gehören, die einmal in dem schon lange geplanten Star-Museum in Oberkotzau ausgestellt werden sollen.“
Was ist der Fernweh-Park?
Der Fernweh-Park wurde an einem magischen Datum, am 9. November 1999, zehn Jahre nach dem Fallen der Mauer in Hof errichtet und steht für grenzenlose Freiheit und für Völkerverständigung. Vor fünf Jahren ist das Projekt von Hof in den zirka acht Kilometer davon entfernten Markt Oberkotzau umgezogen. Dort wurde er viel größer, mit Showbühne und Amphitheater völlig neu erreichtet, die über 5000 Schilder in Themenstraßen sortiert. Im Fernweh-Park wird die Welt in Ortsschildern auf einen Punkt gebracht.
Mit Blick auf die Schildergrüße aus der ganzen Welt kann man, so Initiator Beer, im Kopfkino auf Weltreise gehen und: Unter den Schildern aus aller Welt sollen Menschen aus aller Welt ein Zeichen setzen für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus. Deshalb ist der Schilderwald nicht nur buntes Blech auf Holz, sondern hat eine Ideologie und Botschaft – und gilt damit – obwohl es in Watson Lake/Kanada das Original mit 70.000 Schildern gibt, als weltweit einmalig.
Übrigens: Der Filmemacher drehte 1999 dort, war von dem Sammelsurium der Schilder so fasziniert, dass er so etwas in seiner Heimatstadt errichtete. Mit auch Unverständnis so mancher Hofer, die damit wenig anzufangen wussten. Doch Beer gab nicht auf und machte das Projekt überregional bekannt und berühmt. Und damit jetzt auch Oberkotzau, da Pressevertreter, Medien und Fernsehteams jetzt in dem knapp 6000-Selenort Halt machen vor den Toren Hofs Halt machen.
Hollywood in Oberfranken:
In dem Projekt und zugleich Touristenattraktion Oberfrankens integrierten „Signs of Fame“ sind mittlerweile über 500 Stars und Prominente aus Musik, Film, TV, Bühne und Sport vertreten, die mit signierten Grußschildern und ihren Handabdrücken in Ton ein öffentliches Zeichen gegen Rassismus und für eine friedvollere Welt setzen, darunter Namen wie Kevin Costner, Arnold Schwarzengger, Denzel Washhington, Siegfried &Roy, Frau Dr. Auma Obama, Thomas Gottschalk, Helene Fischer, David Hasselhoff, Vitali und Wladimir Klitschko, Philipp Lahm, Dirk Nowitzki, Uriah Heep, Status Quo, Joachim Gauck oder der Dalai Lama.
Der Initiator: „So bunt die Welt ist, so bunt sollen auch die Namen und die Genres der Prominenten sein, die dahinter stehen“. Wie zum Beispiel auch die ebenfalls erst kürzlich mit der Ehrung bedachte Bundestrainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, Martina Voss Tecklenburg oder die weltbekannte Rockband Scorpions oder der deutsche Astronaut Ulf Merbold.
Auf Du und Du mit den Stars:
Klaus Beer trifft die Stars Backstage von Musikveranstaltungen, TV-Sendungen, am Set bei Filmdreharbeiten oder auf dem Roten Teppich bei Filmpremieren. Natürlich immer offiziell akkreditiert durch deren Management. Wenn man aber zur richtigen Zeit am richtigen Ort, sprich im Fernweh-Park ist, kann es passieren, dass man dort plötzlich auf seinen Lieblingsstar trifft, wie zum Beispiel unter anderem auf Elke Sommer, Kaya Yanar, Joe Bausch, Katharina Wackernagel, Marianne Sägebrecht, Christine Neubauer, Marie-Luise Marjan, Ilja Richter, Stefanie Hertel, Nicki, Kerstin Ott, Santiano, Fools Garden, Reiner Calmund und viele mehr.
Bülent Ceylan übernahm 2022 beim Besuch des Fernweh-Parks sogar spontan die Schirmherrschaft. Beer: Die Besucher trifft dann fast immer der Schlag, wenn hinter den Schildern plötzlich ein bekanntes Gesicht aus Film und Fernsehen hervorguckt.
Weiter werden an Prominente, die sich in besonderer Weise für hilfsbedürftige Menschen auf der Welt engagieren, Sterne vergeben, ähnlich des weltberühmten „Walk of Fame“ in Hollywood. Bisherige Star-Stern Würdenträger auf dem im Fernweh-Park genannten „Boulevard der Humanität“ sind unter anderem Karlheinz Böhm, Sarah Connor, Pierre Brice, Henry Maske, Hans-Dietrich Genscher oder Peter Maffay. Sterne werden aber nur in persönlicher Anwesenheit des Stars auf dem Roten Teppich im Fernweh-Park vergeben. Beer’s Wunschkandidaten sind Sylvester Stallone und Barack Obama. „Mit Slys persönlicher Assistentin in L.A. stehe ich dazu schon in Kontakt. Und schmunzelnd: Danach gehe ich in Fernwehpark-Rente“.
Als Banker in Wüste und Dschungel
Beer selbst war Banker, doch er hasste, wie er sagt, Zahlen, Formulare und Bürokram. Ich habe mich schon immer als Künstler gefühlt, doch um auszusteigen, fehlte mir der Mut, da meine Frau auch in der Bank beschäftigt war. Um in dem Job überhaupt überleben zu können, musste er sich einen Sinn, ein Ziel im Leben suchen, bereiste er als Weltenbummler und Filmemacher zusammen mit seiner Frau Erika die Welt, drehte Reise- und Kulturfilme, schrieb mehrere Bücher, Bildbände und lernte viele fremde Kulturen und Menschen mit ihren Sitten und Gebräuchen kennen.
Und spricht deshalb nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis: „Ich weiß, wie wunderschön unser blauer Planet Erde ist und wie dumm der Mensch, der durch Krieg, Terrorismus, Macht- und Geldgeilheit soviel Leid über Unschuldige bringt. Deshalb steht der Fernweh-Park als Mahnmal dagegen, setzt Zeichen, zeigt Flagge, ist nicht nur buntes Blech auf Holz. Legt den Finger in die Wunde von Dingen, die nicht richtig laufen auf unserer Welt. Hat eine Botschaft, hinter der auch viele Prominente stehen.“
Spricht man Klaus Beer auf den Krieg in der Ukraine an, sieht er rot: „Am liebsten würde ich diesen Kriegsverbrecher und Massenmörder im Kreml persönlich vor ein Kriegsgericht schleifen. Unsere Erde ist so wunderschön – was man an den Schilderungen von Ulf Merbold, der ebenfalls vor kurzem persönlich den Fernweh-Park besuchte, hautnah erleben durfte – und darf nicht von einem Wahnsinnigen zerstört werden.“
Von New York, Dubai, Hongkong und L.A. nach Pups:
Für Schmunzel- und Lacheffekt stehen die über 150 lustigen und kuriosen Ortsnamen wie Hundeluft, Katzenhirn, Oberhäßlich oder Unterkaka, mit auch frivolen Namen wie Pups, Oberanschissing, Petting und dem österreichischen Fucking, das vor kurzem in „Fugging“ umbenannt wurde, weil es so oft geklaut wurde. Sowie das auch das längste Ortsschild Europas, 18. Meter lang. Mitgebracht von dem Sänger Ross Antony aus seinem Heimatland Wales. Der Fernweh-Park kann rund um die Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Führungen sind durch den Initiator möglich. Details, Infos, Bilderstories und Videos: www.fernweh-park.de




