Am Postkeller entsteht die größte Kita Weidens - Spatenstich im Frühjahr

Am Postkeller entsteht die größte Kita Weidens - Spatenstich im Frühjahr
OB Jens Meyer spricht bei der Unterzeichnung der Defizitvereinbarung mit den Johannitern von einer „Feierstunde“: Mit der weiteren Kita setze die Stadt Weiden ihren Kurs fort, ausreichend Betreuungsplätze anzubieten. „Aus tiefer Überzeugung.“ Die Betreuung der Kinder sei elementar für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie sei wichtiger Standortfaktor für Familien.
Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier bestätigt die Entwicklung: Erstmals in der Geschichte der Stadt Weiden könne dann der Bedarf komplett gedeckt werden. „Darauf können wir stolz sein.“ Die Kita am Postkeller ist die 20. in Weiden.
Aktuell noch Warteliste
In den letzten zehn Jahren mehrten sich die Krippenplätze um 58 Prozent, so Hohlmeier. Heute werden in Weiden 259 Kinder unter drei Jahren in 15 Krippen betreut. Am Postkeller kommen künftig 48 Krippenplätze dazu. Die Zahl der Kindergartenplätze wächst auf über 1.300 an.
Auch die aktuell noch nötigen Wartelisten könnte mit Eröffnung der Postkeller-Kita hinfällig sein. Nach Auskunft von Sozialdezernent Hohlmeier stehen auf diesen Listen derzeit 42 Eltern von Krippenkindern und 65 von Kindergarten-Kindern.
Krippen und Kindergärten in Weiden
- Krippen: derzeit 259 Plätze in 19 Einrichtungen.
- Kindergärten: derzeit 1.248 in 19 Einrichtungen.
- Neue Kita am Postkeller: 48 Krippenplätze und 75 Kindergartenplätze. Betriebserlaubnis für 123 Kinder.
- Geburtenzahlen Weiden: Seit 2023 leicht ansteigend, zuletzt 355 Weidener Kinder.
Spatenstich noch dieses Frühjahr
Inzwischen sind in Weiden vier Kindergärten im so genannten „Investorenmodell“ entstanden. Sprich: Ein Investor baut, ein Träger betreibt. Auch am Postkeller wird das so gemacht: Bauherr ist die örtliche Firma „Plus Energie GmbH“ mit den Geschäftsführer Architekt Alexander Robl und Florian Hofmann.
Robl hatte Pläne dabei. Dabei wurde klar: Das wird kein kleiner Kindergarten. Die neue Einrichtung wird ähnliche Dimensionen haben wie das städtische „Tohuwabohu“ in der Mooslohe. Architekt Robl baut am Postkeller auf 1.235 Quadratmetern, direkt im Anschluss an das Bestandsgebäude (Gastwirtschaft/Saal). Mit den Wirtsleuten bestehe bestes Einvernehmen. Sie würden sich über Kinder als Nachbarn freuen.
Robl dankte der Stadt Weiden, namentlich der Stadtplanung, für die konstruktive Zusammenarbeit. Bis Ende Februar starte die Rodung. Im Mai/Juni sollen die Bauarbeiten beginnen. Bis zur vollständigen Fertigstellung rechnet der Weidener mit ein bis zwei Jahren.
Träger wieder Johanniter
Träger ist die Johanniter-Unfallhilfe, inzwischen schon zum fünften Mal in Weiden. Johanniter-Regionalvorstand Martin Steinkirchner dankte für die „hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt“. Erste Einrichtung der Johanniter war die Klinikums-Krippe. Am Hammerweg bauten die Johanniter dann sogar selbst. Steinkirchner freute sich jetzt schon auf den Spatenstich am Postkeller – auch mit Blick auf den schönen Biergarten mit Blick über Weiden nebenan.




