Witt-Gruppe plant Abbau von 229 Stellen in Weiden

Witt-Gruppe plant Abbau von 229 Stellen in Weiden
Laut Witt-Sprecherin Judith Weigl wird 101 Mitarbeitern ein Angebot für Altersteilzeit oder Frühverrentung angeboten, weitere 128 erhalten „Aufhebungsangebote“. Mit diesen 229 „Trennungsangeboten“ und den zusätzlichen Effekten des Einstellungsstopps sollen betriebsbedingte Kündigungen umgangen werden. „Das ist Ergebnis der Verhandlungen mit dem Betriebsrat.“ Die Modalitäten der Trennungsangebote seien in einem Interessensausgleich und Sozialplan geregelt und wurden von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern verhandelt, betont die Unternehmenssprecherin.
Die Gewerkschaft Verdi äußert deutliche Kritik an den geplanten Maßnahmen, insbesondere an den Aufhebungsverträgen. Gewerkschaftssekretärin Christin Rappl bezeichnet diese gegenüber onetz.de als „inakzeptabel“ und betont, es gebe sozialverträglichere Alternativen. Sie spricht von schwerwiegenden Fehlentscheidungen des Managements, deren Folgen nun die Beschäftigten tragen müssten.
Ver.di warnt mit Flyern vor Aufhebungsverträgen
Verdi sei nicht an den Verhandlungen beteiligt gewesen. Dennoch habe die Gewerkschaft zuletzt Informationsflyer an die Belegschaft verteilt und davor gewarnt, Aufhebungsverträge vorschnell zu unterzeichnen. Verdi wolle die Beschäftigten unterstützen und sich für den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze einsetzen, so Rappl. Ein Großteil der Witt-Beschäftigten sei Mitglied der Gewerkschaft.
Bereits Anfang Oktober hatte die Witt-Gruppe angekündigt, rund zehn Prozent der Personalkosten einsparen zu wollen und dafür einen umfangreicheren Stellenabbau zu planen. Damals wurde erklärt, dass vor allem der kaufmännische Bereich betroffen sein werde. Aktuell beschäftigt die Witt-Gruppe etwa 3.700 Menschen, ein Großteil davon arbeitet am Standort Weiden. Sie ist damit vor den Kliniken Nordoberpfalz (3.131 Mitarbeiter) der größte Arbeitgeber der Stadt.


