Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
Vereinigte Sparkassen Immo-Hub
Vereinigte Sparkassen Immo-Hub

Bockboanig [ˈbɔkbaɪ̯nɪç]: Alles was drin is, LI, alles was drin is!!!

Nordoberpfalz. Wie einst Jürgen Prochnow auf U96 stehen heute die Politiker auf der Brücke, um das Boot auch durch unsichere Gewässer zu schippern. Was wir aus dem Klassiker "Das Boot" lernen können. Eine Glosse.

Bockboanig [ˈbɔkbaɪ̯nɪç]: Alles was drin is, LI, alles was drin is!!!

Mal wieder ein kryptischer, verwirrender Titel (Auflösung Video unten). Trotzdem möchte ich versuchen, mich an diesem Bild – „Das Boot“ im Vergleich zu unseren Volksvertretern – entlangzuhangeln. Gerade in so stürmischen Zeiten sollte es im übertragenen Sinne doch in der Koalition heißen „beide Maschinen AK“. Sieht man dann die Leichtmatrosen am Ruder, wundert es einen, wie das Boot überhaupt aus der Werft gekommen ist.

Einer der größten Unterschiede zwischen beiden Mannschaften ist sicherlich der, dass bei U96 echte Fachkräfte an den entscheidenden Stellen sitzen – der nerdige Johann an seinem Diesel, der Leitende Ingenieur (LI) hat scheinbar Ahnung vom Maschinenbau, Kriechbaum navigiert, wie es sich für einen Maat gehört, der 2WO hat zwar einen an der Waffel, aber kennt die Abläufe und der Alte behält den Überblick und seine Leute hören auf ihn. Selbst die Presse, die mit Leutnant Werner an Bord ist, wird in Ruhe gelassen.

„Alle Mann achtern raaaaaaus!!!“

Synapsenknaller: Was wäre also, wenn die Regierungstruppe auf dem Boot Dienst täte? Disziplin & gemeinsames Handeln, nur so kann U96 schnell abtauchen, im Boot BRD nicht denkbar. Denn wenn man gemeinsam an einem Strang ziehen müsste, was ist dann? Zwei kabbeln sich immer – und wenn der Lars Klingbeil sich „achtern raus“ bewegt, dann kann man sicher sein, dass sich Katherina Reiche in die Gegenrichtung schleicht. Manövrieren in stürmischen Fluten kann man so sicherlich nicht. Ein bayerischer Ministerpräsident wäre an Bord gänzlich unmöglich, weil der Küchenbulle an Bord weder Schäufele noch Leberkäs’semmeln zaubern kann.

Auch die Feindfahrt an sich würde sich anders gestalten, denn neben dem Torpedieren von Windkraftanlagen in Küstennähe wäre wohl hauptsächlich Gesprächsbedarf im Schiffskörper, hierfür würden dann entsprechende Ausschüsse gegründet. Rheinmetall, Heckler & Koch oder doch lieber Krauss-Maffei Wegmann? Das mit den Torpedos wird sicherlich nicht leicht, denn schließlich steckt in jedem der Volksvertreter eine andere Waffenschmiede bis zum Anschlag im Rektum.

Und mit Jens Span als 1WO an Bord, verantwortlich für Logistik & Versorgung, wäre das auch kein Problem – kaufen wir halt alles – nur leider unendlich teuer für die Marine. Ich spinn‘ einfach fröhlich weiter – welchen Posten hätte wohl Bundestagspräsidentin Julia Klöckner auf U96? Etwas Repräsentatives, ohne Verantwortung, und schön bimmeln sollte man halt auch noch können. Und der „Kaleu“ Friedrich Merz? Mosert nur herum, beschimpft alles und jeden – ich mahne zur Vorsicht, denn im Falle einer Meuterei wäre er dank seines Körperbaus schnell durchs Torpedorohr abgeschossen.

„Its a long way to tipperary … „

Wenigstens das haben die Helden der See und unsere Bundesregierung gemeinsam: Egal was ist, sie legen immer die gleiche Platte auf. Bei den einen ist es immer derselbe Song, bei den anderen die grausamsten Relikte des Adenauer-Barocks („Da müssen wir uns alle mal auf den Hosenboden setzen“). Und was sie natürlich auch beide so richtig geil finden, ist der fette Diesel.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

By the way, ab 1:10 die Erklärung des Titels:

Fazit: Wir können aus dem Bild etwas lernen …

Was soll man schon daraus lernen? Teamwork ist wichtig, die eigenen Befindlichkeiten müssen hinter dem großen Ganzen zurückstecken, in Notsituationen hält man zusammen und man bringt sich natürlich mit seinen spezifischen Fähigkeiten ein und akzeptiert auch, wenn ein anderer halt etwas besser kann oder vielleicht schlichtweg einfach mehr Glück hatte.

Sacklzement, da ist doch unsere Politik und unsere ganze Gesellschaft verdammt nah dran. Oder etwa nicht?