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Gruppen gedenken der Opfer von Hanau

Weiden. Omas gegen Rechts, die Erinnerungsgruppe Oberpfalz - Linkswerk und das Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte riefen zu einer Mahnwache auf.

Gruppen gedenken der Opfer von Hanau

Omas gegen Rechts und andere Gruppierungen. Foto: Helmut Kunz

Zum sechsten Jahrestag des rechtsextremistischen Terroranschlags von Hanau setzten Initiativen in Weiden ein Zeichen des Erinnerns und der Solidarität. Unter dem Motto „#Hanau ist überall – Say their names“ riefen die Gruppen Omas gegen Rechts, die Erinnerungsgruppe Oberpfalz – Linkswerk und das Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte zu einer Mahnwache auf.

Konsequenzen gefordert

Im Mittelpunkt steht das Gedenken an die neun Menschen, die 2020 aus rassistischen Motiven ermordet wurden. Die Veranstalterinnen und Veranstalter betonten, dass ihr Erinnern zugleich allen Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt gelte. Sechs Jahre nach der Tat seien Schmerz und Wut bei vielen Angehörigen noch immer präsent. Ihre Forderung nach vollständiger Aufklärung, Konsequenzen und Gerechtigkeit bestehe weiterhin.

Kritische Aufarbeitung

„Erinnern heißt handeln“, erklärten die Initiativen. Betroffenheit allein reiche nicht aus. Notwendig seien eine kritische Aufarbeitung und konkrete Veränderungen in Gesellschaft und Behörden. Die Namen der Opfer seien Mahnung und Auftrag zugleich, Rassismus und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten. Im Alltag ebenso wie in Politik und Institutionen.

Vielfältige Gesellschaft

Angesichts eines erstarkenden Rechtsextremismus setzten die Organisatorinnen und Organisatoren ein klares Zeichen: „Nie wieder ist jetzt.“ Die Mahnwache sollte Raum geben für stilles Gedenken, für Solidarität mit den Betroffenen und für das gemeinsame Eintreten für eine offene, vielfältige Gesellschaft.

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