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Keine Wassernot in Schlammersdorf und Vorbach

Vorbach. Trotz Hitze und Trockenheit melden Schlammersdorf und Vorbach stabile Tiefbrunnen und Trinkwasser in hoher Qualität. Der Zweckverband plant Millionen-Investitionen und eine Kreditaufnahme, prüft Beiträge oder höhere Gebühren.

Vorbach. Trotz Hitze und Trockenheit melden Schlammersdorf und Vorbach stabile Tiefbrunnen und Trinkwasser in hoher Qualität. Der Zweckverband plant Millionen-Investitionen und eine Kreditaufnahme, prüft Beiträge oder höhere Gebühren.
Den Brückenneubau der Deutschen Bahn in Vorbach nutzt der Wasserzweckverband, um in der Unterführung eine neue Hauptwasserleitung zu verlegen. Foto: Robert Dotzauer

Keine Wassernot in Schlammersdorf und Vorbach

In Schlammersdorf und Vorbach herrscht keine Wassernot. Die Grundwasserstände der beiden Tiefbrunnen sind entgegen anhaltender Trockenheit robust. Eine gute Nachricht, die der Wasserzweckverband der Vorbacher Gruppe verkündet.

Stabile Grundwasserstände in Schlammersdorf und Vorbach

Anhaltende Hitze und geringe Niederschläge lassen viele Grundwasserstände sinken. Der Rekordwasserverbrauch überlastet vielerorts die Netze. In vielen Kommunen gibt es schon Sparappelle. Einige Gemeinden müssen Notwasser bereits mit Milchlaster herbeischaffen, um die Hochbehälter aufzufüllen. Ein Szenario, das der Zweckverband zur Wasserversorgung der Gemeinden Schlammersdorf und Vorbach bisher nicht fürchten muss. „Die Nachhaltigkeit der Fördermöglichkeiten aus unseren beiden Tiefbrunnen ist bemerkenswert“, betonte Bürgermeister Alexander Goller in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes im Vorbacher Gemeindezentrum.

Trinkwasserqualität und nachhaltige Förderung

„Die Generalsanierung des Tiefbrunnens war erfolgreich“, gab der Verbandsvorsitzende Entwarnung zu Sorgen über eine bevorstehende Knappheit des wichtigsten Lebensmittels. Aus beiden Tiefbrunnen des Zweckverbandes sprudelt Trinkwasser von höchster Qualität. Alle wichtigen Parameter stimmen oder liegen deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten. Gleichwohl ist der Hitzesommer 2026 für Alexander Goller ein Anlass zum Appell, das wertvolle Nass beider Gemeinden nicht zu verschwenden. Zu kostbar ist für beide Kommunen der flüssige Schatz, der aus einer Tiefe von über 100 Metern in den Hochbehälter gepumpt wird und von dort in die Versorgungsleitungen fließt.

Die Pumpleistungen von bis zu zwölf Litern je Sekunde garantieren eine Versorgungssicherheit, die in der Verbandsversammlung das gesamte Gremium beruhigte. In der Zweckverbandssitzung blickten die Ratsmitglieder bei der Verabschiedung des Verbandshaushaltes 2026 deshalb schon mit viel Optimismus in die Zukunft. Der Etatentwurf offenbart im Verwaltungshaushalt eine erfreuliche Entwicklung. Die Einnahmen aus den Wassergebühren sind bemerkenswert. Für den erkrankten VG-Kämmerer Michael Eisner prognostizierte Matthias Kroher, Hauptamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach, ein Einnahmeplus für 2026 in Höhe von 57.000 Euro auf kalkulierte 233.000 Euro.

Haushalt 2026: Einnahmen, Kosten und Investitionen

Auf der Ausgabenseite dominieren die Personal- und Unterhaltskosten, die Investitionen explodieren. Zu Ausgabensenkungen trägt die überraschend hohe Reduzierung der Energiekosten bei. Statt bisher 73.000 Euro sinken die Stromkosten durch günstigere Stromlieferverträge um 53.000 Euro auf nunmehr 20.000 Euro. Eine erfreuliche Entwicklung, die zu einer Zuführung zum Vermögenshaushalt führt. Dieser „explodiert“ laut Haushaltsplan um 781 Prozent! Mit 1.158.500 Euro überschreitet er die magische Millionengrenze (im Vorjahr 131.500 Euro). Hintergrund sind die geplanten Investitionen zur Sanierung der Elektronik im Wasserhaus (200.000 Euro), die Kosten der wasserrechtlichen Erlaubnis (100.000 Euro), Baugebietserschließungen (132.000 Euro) und Leitungsverlegungen im Bereich des Radwegebaus Oberbibrach-Schlammersdorf (300.000 Euro).

Werden Verbesserungsbeiträge fällig? Als Glücksfall bezeichnete der Verbandsvorsitzende die Möglichkeit, im Rahmen der Arbeiten an der Bahnbrücke in Vorbach auch eine neue Hauptwasserleitung in der Unterführung zu verlegen. Die Kosten schätzt der Zweckverband auf circa 400.000 Euro. Zur Finanzierung ist im Haushaltsentwurf eine Kreditaufnahme in Höhe von über einer Million Euro geplant. Ein Investitionsvolumen, das zu einer Verschuldung in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Euro führt und Rückfragen aus dem Gremium herausfordert. Wer soll das bezahlen und welche Lösungen gibt es? Eine Schlüsselfrage, die bis zur nächsten Zweckverbandssitzung beantwortet wird, versicherten Bürgermeister Alexander Goller und Hauptamtsleiter Matthias Kroher.

SSV Jahn
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Gebühren oder Beiträge: Entscheidung in der nächsten Sitzung

Vergleichsberechnungen sollen dann Finanzierungsmodelle in Form von Verbesserungsbeiträgen oder alternativ über die Erhöhung der Verbrauchsgebühren aufzeigen. Derzeit beträgt die Verbrauchsgebühr 2,31 Euro zuzüglich sieben Prozent Mehrwertsteuer. Was steht noch an?, hieß es dann. Mit Blick auf das Investitionsprogramm in den folgenden Jahren verwies der Verbandsvorsitzende auf weitere Baulanderschließungen und auf das Dauerthema notwendiger Verbundleitungen. Das Gesamtwerk des Haushalts 2026 segnete das Gremium einstimmig ab.

Die Eckdaten des Zweckverbandshaushalts: Gesamtvolumen 1.609.550 Euro, Verwaltungshaushalt 451.050 Euro, Vermögenshaushalt 1.158.500 Euro. Kreditaufnahme voraussichtlich 1.050.000 Euro. Rücklage zum 31. Dezember 206: 11.593 Euro. Verbraucher: 870 in Schlammersdorf, 1.071 in Vorbach. Kalkulierter Trinkwasserverbrauch: circa 130.000 Kubikmeter.

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