Neues Bürgerbüro verbessert Service und Barrierefreiheit in Amberg

Neues Bürgerbüro verbessert Service und Barrierefreiheit in Amberg
Mit der Eröffnung des neuen Bürgerbüros im Gebäude Herrnstraße 1 am 18. März 2026 hat die Stadt Amberg einen zentralen Anlaufpunkt für viele Verwaltungsdienstleistungen geschaffen. Bürgerinnen und Bürger können dort künftig zahlreiche Anliegen barrierefrei und gebündelt erledigen.
Neues Bürgerbüro stärkt Bürgerservice
Mit den ersten Planungen für das Bürgerbüro wurde im Jahr 2018 begonnen. In den folgenden Jahren wurde die Planung schrittweise angepasst und im Sinne einer wirtschaftlichen Umsetzung weiter optimiert.
Schließlich entschied sich die Stadt für eine pragmatische Lösung: Die vorhandenen Raumstrukturen im Erdgeschoss des ehemaligen Sparkassengebäudes wurden weitgehend beibehalten, auf eine große Schalterhalle verzichtet und die technische Ausstattung angepasst. Stattdessen gibt es nun einen zentralen Empfang, moderne Büroräume für die Bearbeitung der Anliegen sowie künftig Raum für zusätzliche Serviceangebote wie zum Beispiel Serviceterminals und eine Abholstation. Diese sollen in den kommenden Monaten folgen.
Kostenvolumen in Höhe von 1,6 Millionen Euro
Die Kosten für die umgesetzte Variante liegen bei rund 1,6 Millionen Euro. Neben der Neuerstellung der Büros im Erdgeschoss und Teilen des ersten Obergeschosses wurden dabei auch technische Optimierungen der Haustechnik und Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. Zudem erfolgte der Rückbau der bisherigen Lüftungsanlage im gesamten Gebäude.
Die Bauarbeiten wurden überwiegend von Firmen aus dem Stadtgebiet und der Region ausgeführt. Ein Großteil der Aufträge konnte somit an lokale Handwerks- und Fachbetriebe vergeben werden, was zugleich die regionale Wirtschaft stärkte.
Oberbürgermeister Michael Cerny bedankt sich im Namen der Stadt Amberg ausdrücklich bei allen beteiligten Handwerkerinnen und Handwerkern für die gute Zusammenarbeit und die zuverlässige Umsetzung der Arbeiten. Die Maßnahme ist jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen: Im Laufe des Jahres 2026 sind noch Arbeiten zur Erneuerung der Blitzschutzanlage sowie weitere technische Optimierungen vorgesehen.
Neben dem verbesserten Bürgerservice bringt das Bürgerbüro auch eine Entlastung der Raumsituation innerhalb der Stadtverwaltung mit sich, da andere Ämter dadurch zusätzliche Büroflächen erhalten.
Optimale Voraussetzungen für effiziente Abläufe und verbesserte Servicequalität
Das neue Bürgerbüro bietet auf zwei Ebenen rund 30 Arbeitsplätze und schafft damit optimale Voraussetzungen für effiziente Abläufe und eine verbesserte Servicequalität. Ein zentrales Element ist der barrierefreie Zugang mit durchdachten Lösungen für eine möglichst niederschwellige Nutzung.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger: Helle, freundliche Räume sorgen für eine angenehme Atmosphäre, während optimierte Raumstrukturen mehr Privatsphäre und Diskretion bei Beratungsgesprächen ermöglichen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Empfangstheke, einen Bereich für digitalen Self-Service sowie eine künftig verfügbare 24-Stunden-Zone mit Dokumentenabholstation und Bürgerterminal als Zugang zum digitalen Amt.
Zeitgemäße Infrastruktur und Schwerpunkt auf Barrierefreiheit
Auch Familien profitieren von der neuen Infrastruktur – unter anderem durch ein barrierefreies WC mit Wickelplatz. Für zusätzlichen Komfort stehen ein Trinkwasserspender sowie moderne Lichttechnik zur Verfügung. Eine induktive Höranlage wird ab Mitte des Jahres die Zugänglichkeit für Menschen mit Hörbeeinträchtigung verbessern. Zudem ist eine taktile Wegführung für sehbeeinträchtigte Menschen vorgesehen.
Mit diesem „Büro für alle“ wurde ein flexibel nutzbarer, barrierefreier Raum geschaffen, der insbesondere für die Stadtverwaltung – aktuell auch als Briefwahlbüro – eingesetzt werden kann.
Auch für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben sich dadurch deutliche Verbesserungen: Moderne Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Tischen, optimierter Raumakustik durch Akustikdecken und Teppichböden sowie neu geschaffene Team- und Sozialzonen tragen zu einem zeitgemäßen und gesundheitsgerechten Arbeitsumfeld bei.
Nachhaltigkeit im Fokus
Das Projekt folgt einem klar nachhaltigen und pragmatischen Ansatz: Bestehende Strukturen wurden bewusst erhalten und weitergenutzt, wo es sinnvoll war. In diesem Zug wurde beispielsweise auch Eichenholz aus dem Amberger Stadtwald eingesetzt. Energetisch wurde das Gebäude unter anderem durch den Austausch alter Festverglasungen gegen moderne, dreifach verglaste Holzfenster mit manueller Lüftungsmöglichkeit optimiert.
Die Umsetzung erfolgte nach dem Leitgedanken „einfach machen“: Lösungen finden, Kompromisse eingehen und Optimierungen Schritt für Schritt im laufenden Betrieb vornehmen.
Die verbleibenden baulichen Maßnahmen werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 vollständig abgeschlossen sein. Mit diesem baulichen Status quo wurden nun die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, um den Bürgerservice für die Ambergerinnen und Amberger kontinuierlich weiterzuentwickeln. Für die Verwaltung beginnt damit die nächste Phase: die Bündelung von weiteren Leistungen aus Bürgersicht sowie die Anpassung organisatorischer Abläufe.
Bedeutender Meilenstein für Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadtverwaltung
Ein erster Schritt ist bereits erfolgt: Das Einwohneramt mit Melde-, Pass- und Wahlwesen wurde mit der BürgerInfo einschließlich Fundwesen erfolgreich zusammengeführt.
Das neue Bürgerbüro der Stadt Amberg bildet damit die Grundlage, um den Service der Stadt Amberg noch nachhaltiger, effizienter und bürgerorientierter auszubauen. „Das neue Bürgerbüro steht für ein breites, gebündeltes Serviceangebot für unsere Bürgerinnen und Bürger – von klassischen Verwaltungsleistungen bis hin zu modernen, digitalen Angeboten. Die heutige Einweihung ist dabei kein Schlusspunkt, sondern bewusst ein Auftakt: Auf dieser Grundlage werden wir unser Serviceangebot Schritt für Schritt weiter ausbauen und noch stärker an den Bedürfnissen der Menschen in unserer Stadt ausrichten“, betont Oberbürgermeister Michael Cerny im Rahmen des offiziellen Einweihungstermins am 18. März 2026.
„Mit dem neuen Bürgerbüro wurden als wichtiger Meilenstein die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, um den Bürgerservice vor Ort gezielt weiterentwickeln zu können. Auch wenn die baulichen Maßnahmen im Laufe des Jahres 2026 vollständig abgeschlossen werden, setzt sich für uns in der Verwaltung die eigentliche Arbeit beständig fort: Wir werden prüfen, welche Verbesserungen wir aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger noch sinnvoller bündeln können und welche organisatorischen Anpassungen dafür notwendig sind. Auf diesem starken Fundament können wir nun gemeinsam weiterbauen“, unterstreicht Martin Schafbauer als zuständiger Amtsleiter des Bürgerbüros.




