Randkommune in der Metropolregion (2): Von Klärschlamm zu Wertschöpfung
Randkommune in der Metropolregion (2): Von Klärschlamm zu Wertschöpfung
Im zweiten Teil der Podiumsdiskussion „Chancen einer Zusammenarbeit der Unternehmen in der Region mit der Metropolregion Nürnberg“ des „Arbeitskreises Wirtschaft und Arbeit“ der CSU Sulzbach-Rosenberg stehen Forschung, IHK und Wirtschaftsförderung im Fokus:
- Prof. Dr. Matthias Franke, Fraunhofer UMSICHT
- Karlheinz Brandelik, Wirtschaftsförderung Amberg
- Jörg Bruckner, IHK Amberg-Sulzbach
Matthias Franke beschreibt den Standort Hohenburg als bewusst untypisch. Abseits der Ballungsräume profitiere man gerade durch die Anbindung an die Metropolregion. Fachkräfte könnten gebunden, weiterqualifiziert und in regionale Projekte eingebunden werden.
Skalierung ist kein Selbstläufer
In Hohenburg wurden bereits mehr als 500 Tonnen getrockneter Klärschlamm in klimafreundliches Bio-Öl umgewandelt. Für Franke ist dieser Leuchtturm kein Selbstzweck. „Wir forschen an Baustoffrecycling und hochwertigen Kunststoffen mit großem Potenzial für die direkte Anwendung in der Industrie.“ Entscheidend seien Flächen, Hallen, Genehmigungen – und das enge Begleiten von Unternehmen über das Experiment hinaus.
Karlheinz Brandelik bestätigt diese Sicht. Viele Unternehmen fragten die Metropolregion nicht aktiv nach Unterstützung. Wenn, dann gehe es um Technologietransfer und Vernetzung. „Wir stärken erst einmal uns selbst – und greifen dann gern auf die Metropolregion zurück.“ Als Tandempartner bei transform_EMN habe man positive Erfahrungen gemacht, sehe aber auch Kapazitätsgrenzen.
Niedrigschwellige Zugänge fehlen oft
Jörg Bruckner bringt die Perspektive der Betriebe ein. Angebote zur Netzwerkbildung seien vorhanden, lägen aber häufig zu weit vom Tagesgeschäft entfernt. Die Industrie- und Handelskammer versuche zu übersetzen, einzuordnen und zu vernetzen – doch der berühmte „Kümmerer“ fehle oft.
Ausblick Teil 3: Wie wirken sich diese Strukturen auf Mobilität, Pendler und Fachkräfte aus? Im nächsten Teil rückt die RegioStrat der Metropolregion in den Praxistest.












