Stadtrat vertagt Entscheidung zu Friedhofsgebühren in Vohenstrauß

Stadtrat vertagt Entscheidung zu Friedhofsgebühren in Vohenstrauß
Der Stadtrat hat die fünfte Änderungssatzung zur Friedhofsgebührensatzung vertagt. Grund der einstimmig erfolgten Entscheidung in der jüngsten Sitzung war die Tatsache, dass die Kosten auf alle Grabstellen umgelegt werden müssen. Das gilt in diesem Fall für die Urnenkammern.
Neukalkulation der Friedhofsgebühren in Vohenstrauß
„Die zuletzt umfassende Kalkulation für die Gebühren im Friedhof Vohenstrauß war im Jahr 2018“, blickte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer zurück und nannte als Grund für die erforderliche Neukalkulation die neue Urnenwand sowie die Änderung der Anzahl der in die Kalkulation einfließenden Grabstellen. Deren Anzahl hat sich laut Kämmerer Jonas Feselmeier von 2.074 auf 2.164 erhöht.
Bereits erstellt wurde die Jahresrechnung 2025. Sie schließt mit einem Gesamtvolumen von 30.934.415,56 Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 24.387.246,47 Euro und auf den Vermögenshaushalt 6.547.169,09 Euro. „Das entspricht einer Steigerung von 9,27 Prozent gegenüber dem Ansatz“, merkte der Kämmerer dazu an.
Verwaltungshaushalt mit Mehreinnahmen und hoher Zuführung
Als erfreuliche Auswirkung der Mehreinnahmen im Verwaltungshaushalt von 3,49 Millionen Euro bezeichnete er die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt über 4.961.852,30 Euro. „Veranschlagt waren 424.625 Euro.“ Eine weitere positive Nachricht: „Die Verschuldung der Stadt hat sich auch 2025 verringert.“ Die Kreditverbindlichkeiten bezifferte der Finanzexperte auf 37.298 Euro und die Tilgungsleistungen auf 51.118 Euro. Als Pro-Kopf-Verschuldung nannte er 4,93 Euro.
Feselmeiers Fazit: „Insgesamt ist das Haushaltsergebnis weniger negativ ausgefallen als erwartet.“ Seinen Worten zufolge verfügt die Stadt noch über Rücklagen in Höhe von 5,97 Millionen Euro, „die bei Bedarf für kommende Investitionen eingesetzt werden können“.
Rechnungsprüfung in der neuen Wahlperiode
Für den Stadtrat diente die Jahresrechnung vorerst zur Kenntnis. Im Laufe des Jahres wird sie der Rechnungsprüfungsausschuss unter die Lupe nehmen. Laut Bürgermeister Andreas Wutzlhofer wird diese Aufgabe der in der neuen Wahlperiode tätige Ausschuss übernehmen.
Bei der Bekanntgabe von zuletzt nichtöffentlich gefassten Beschlüssen, bei denen der Grund für die Geheimhaltung weggefallen ist, nannte der Rathauschef unter anderem die Vergabe eines Auftrags für die Verlängerung der Geltungsdauer für die gehobene Erlaubnis der Gewässerbenutzung bei der Kläranlage Roggenstein. Dazu kamen Auftragsvergaben im Zuge der Errichtung eines Kindergarten- und Krippengebäudes in Vohenstrauß.
Termine und Ausschreibungen
Die nächste Stadtratssitzung findet am Donnerstag, 9. April, um 18 Uhr statt. Am Mittwoch, 29. April, soll dann der Haushaltsplan 2026 beschlossen werden. „Bis dato sind keine Bewerbungen eingegangen“, informierte Wutzlhofer noch zur ausgeschriebenen Verpachtung des Kiosks im Naturfreibad.




