Summer Breeze reduziert Müll um fast 30 Prozent in Dinkelsbühl

Summer Breeze reduziert Müll um fast 30 Prozent in Dinkelsbühl
Treffpunkt war der Green Garden Pit, bevor es zunächst zu einem Ausflug zur Campsite Zirkus-Bühne ging, wo die vom VPBy geförderte Band PLUME auftrat. Im Anschluss an die offizielle Begrüßung fanden Thementische mit internationaler Besetzung statt: Insa Trede vom Wacken Open Air sprach über Community & Engagement, Deborah von Büren referierte über nachhaltige Besuchermobilität, von ÖV-Anbindung bis Shuttlebussen, und Rob van Wegen vom Eurosonic Noorderslag Festival stellte unter dem Titel „Your festival – Your impact“ eine Strategie zu mehr Nachhaltigkeit vor.
„Dieser Nachmittag hat eindrucksvoll gezeigt, wie ernst die Festivalbranche das Thema Nachhaltigkeit inzwischen nimmt“, erklärt Scharf.
Müllmenge um fast 30 Prozent reduziert
Besonders eindrucksvoll war für Scharf die abschließende Führung über das Gelände unter dem Motto „Less Trash, More Thrash“: Die Müllmenge auf dem Festival konnte von 170 Tonnen auf 120 Tonnen reduziert werden, eine Verringerung um fast 30 Prozent. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet unter anderem das sogenannte CrowdPFANDing, bei dem Rotaract-Clubs gezielt Pfanddosen und -flaschen von Festivalbesucherinnen und -besuchern sammeln und daraus hohe Spendensummen für gute Zwecke erzielen.
„Das ist eine Idee, die Müllvermeidung und soziales Engagement clever miteinander verbindet“, so Scharf.
Scharf: Kleinere Festivals dürfen nicht auf der Strecke bleiben
Nach Ansicht des Landtagsabgeordneten zeigt sich beim Vergleich zwischen großen und kleinen Festivals ein deutliches Gefälle: Große Festivals wie das Summer Breeze könnten in eigene Nachhaltigkeitsmanagerinnen, internationale Netzwerke und aufwendige Konzepte wie CrowdPFANDing investieren. Für kleinere, oft ehrenamtlich getragene Festivals in der Oberpfalz sei das deutlich schwerer zu stemmen, obwohl sie ebenso zur Kulturlandschaft und zum Klimaschutz beitragen wollten.
„Genau deshalb werde ich mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass vor allem kleinere Festivals die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, damit gute Ideen wie diese nicht an fehlenden Ressourcen scheitern“, so Scharf abschließend. Er dankte dem VPBy für die Einladung und den inspirierenden Austausch.
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