Festnahme nach schwerem Messerangriff auf Frau in Weiden

Festnahme nach schwerem Messerangriff auf Frau in Weiden
Nach Angaben der Kriminalpolizei soll der Mann seine 30-jährige afghanische Lebensgefährtin am Samstag gegen 12 Uhr in der gemeinsamen Wohnung mit mehreren Messerstichen schwer verletzt haben. Die Frau konnte sich trotz ihrer Verletzungen erst Stunden später bemerkbar machen und Nachbarn auf sich aufmerksam machen.
Wie Polizeisprecher Michael Zaschka mitteilt, konnte der Tatverdächtige – ein 31-jähriger Deutscher – am Mittwochvormittag in Thüringen festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Weiden ermittelt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.
Alarmierte Polizeibeamte fanden die Schwerverletzte in der Wohnung. Nach der Erstversorgung brachte sie der Rettungsdienst in ein Krankenhaus, wo sie notoperiert wurde. Inzwischen befindet sie sich nach Angaben der Ermittler außer Lebensgefahr.
Spurensicherung stellt Messer sicher
Bei der Spurensicherung stellten Kriminaltechniker zahlreiche Beweise sicher. Auch das mutmaßliche Tatmesser wurde in der Wohnung gefunden. Der Tatverdächtige hatte den Tatort jedoch bereits verlassen. Dazu wurden relevante Objekte im Stadtgebiet Weiden und am ehemaligen Wohnort des Tatverdächtigen durchsucht.
In die umfangreichen und personalintensiven Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen nach dem vermeintlichen Straftäter waren auch Zielfahnder des Bayerischen Landeskriminalamts zur Unterstützung eingebunden. Die Suche erstreckte sich über Bayern sowie die Bundesländer Sachsen und Thüringen.
Am Mittwochvormittag gelang schließlich die Festnahme des 31-Jährigen in Thüringen. Er ließ sich nach Polizeiangaben widerstandslos festnehmen und wurde anschließend nach Weiden gebracht.
Haftbefehl erlassen
Am Donnerstag wurde der Mann dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Tötungsdelikts. Der Beschuldigte wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Zu den Hintergründen der Tat machten Polizei und Staatsanwaltschaft bislang keine näheren Angaben. Die Ermittlungen dauern an.
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